Mit hohem Sieg ins Halbfinale

Paul Schallwig trug im Viertelfinale gegen Darmstadt die Hauptlast im Haller Laufangriff.(Jörg Hensel) Die A-Junioren der Schwäbisch Hall Unicorns stehen im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft: Mit einer nahezu perfekten Leistung in Defense und Offense schlugen sie den American-Football-Nachwuchs der Darmstadt Diamonds am Sonntag im Hagenbachstadion mit 59:21.

Die Vorzeichen waren alles andere als gut: Nachdem bereits Mitte vergangener Woche einige Spieler angeschlagen waren oder in ärztliche Behandlung mussten, sagten am Sonntagmorgen vier A-Junioren endgültig ab, mit deren Einsatz Head Coach Johannes Brenner eigentlich gerechnet hatte. Quarterback Lukas Hegemann sowie Kicker und Verteidiger Maximilian Leutert gingen angeschlagen ins Spiel – doch anzumerken war ihnen dies kaum.

Sorgenfalten bereiteten dem Trainerstab die Ausfälle der Running Backs Junior Nkembi und Jannick Göller. Denn der Gegner aus Hessen reiste immerhin mit der zweitbesten Defense der 21 Teams zählenden Junioren-Bundesliga an. Doch einmal mehr zeigten die Unicorns, dass sie den Ausfall einzelner Spieler kompensieren können.

So gelang den jungen Footballspielern der TSG Schwäbisch Hall mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung der fünfte Halbfinaleinzug nach 1994, 1997, 2007 und 2010. Der dortige Gegner am kommenden Wochenende wird kein geringerer als der amtierende Deutsche Juniorenmeister sein: die Köln Falcons, die ihr Viertelfinalspiel gegen die Hamburg Young Huskies mit einem 49:7-Sieg beendeten. Die Begegnung wird in der Rhein-Metropole stattfinden.

Doch auch die Unicorns gewannen ihre erste Playoff-Begegnung ähnlich hoch. Der Auftakt allerdings ließ dies noch nicht erahnen. Hall kämpfte sich zwar schnell über das Feld nach vorn, doch das Resultat war lediglich ein Field Goal des erneut ungemein treffsicheren Maximilian Leutert. Als die Zuschauer mit der Antwort Darmstadts rechneten, zeigte die Unicorns-Verteidigung erstmals, dass sie der hoch gelobten Defense der Diamonds mehr als ebenbürtig war: Luca Waldmann fing einen Darmstädter Pass ab und brachte sein Team damit schnell wieder in Ballbesitz. Zwei weitere solcher Interceptions sollten im Lauf der Partie folgen (durch Samuel Wegner und Max Scheuermann), zudem eroberte Malcolm Abbey ein Fumble – den Hessen war der Schneid abgekauft. Die Unicorns hingegen zeigten am Sonntag ihre beste Saisonleistung. Weder eine Interception noch ein Fumble mussten die Trainer in den Statistikbögen verzeichnen.

Im zweiten Viertel zogen die Unicorns schnell auf 17:0 davon: Beide Male waren die Haller nah an die Endzone herangekommen, so dass in diesen Situationen Cedric Ehrenfried als Quarterback agierte und selbst zum Touchdown lief. Egal was Darmstadt in der Folgezeit versuchte – Hall hatte die passende Antwort. So ging’s mit 31:15 in die Halbzeit.

Das nach der Pause erwartete Aufbäumen der Diamonds machte die Unciorns-Defense zunichte. Und im Gegenzug brachte die Haller Offense mit Läufen und Pässen weitere Punkte auf die Anzeigetafel. Selbst im letzten Viertel, als das Spiel entschieden war, machten die Unicorns noch viel Raumgewinn und drei Touchdowns.

Head Coach Johannes Brenner war nach dem Schlusspfiff voller Lob über sein Team: „Die Jungs haben nahezu fehlerfrei gespielt!“ Den Gameplan, den die Trainer ausgegeben haben, hätten die Spieler konsequent umgesetzt. Zwar wurden die Unicorns zu Beginn des Spiels etwas überrascht von der geänderten Defense der Darmstädter, „doch wir konnten relativ schnell umschwenken“, freute sich der Cheftrainer.

Zum Halbfinale müssen die Unicorns-Juniors nun am kommenden Sonntag um 15 Uhr bei den Köln Falcons antreten. Die amtierenden deutschen Jugendmeister hatten ihr Viertelfinalspiel am Samstag gegen die Hamburg Young Huskies ebenfalls klar mit 49:7 gewonnen.

Die Punkte für Hall erzielten: Maximilian Leutert (11), Cedric Ehrenfried (12), Paul Schallwig (18), Arieus Adegbesan (6), Lukas Hegemann (6), Lucas Schäfer (6)

Viertel-Ergebnisse: 3:0 / 28:15 / 7:0 / 21:6 / Final 59:21

Alle Punkte:
3:0 – Maximilian Leutert – 15-Yard-Field-Goal
10:0 – Cedric Ehrenfried – 2-Yard-Lauf (PAT Maximilian Leutert)
17:0 – Cedric Ehrenfried – 1-Yard-Lauf (PAT Maximilian Leutert)
17:7 – Jermane Ogieriakhi – 53-Yard-Lauf (PAT Max Schmidt)
24:7 – Paul Schallwig – 22-Yard-Lauf (PAT Maximilian Leutert)
31:7 – Arieus Adegbesan – 16-Yard-Pass von Lukas Hegemann (PAT Maximilian Leutert)
31:15 – Max Schmidt – 35-Yard-Pass von Kelvin Jörn (Con Jermane Ogieriakhi)
38:15 – Lukas Hegemann – 15-Yard-Lauf (PAT Maximilian Leutert)
45:15 – Lucas Schäfer – 8-Yard-Pass von Lukas Hegemann (PAT Maximilian Leutert)
45:21 – Kelvin Jörn – 10-Yard-Lauf (Con failed)
52:21 – Paul Schallwig – 30-Yard-Lauf (PAT Maximilian Leutert)
59:21 – Paul Schallwig – 4-Yard-Lauf (PAT Maximilian Leutert)

Streich - 01.07.2012

Paul Schallwig trug im Viertelfinale gegen Darmstadt die Hauptlast im Haller Laufangriff.

Paul Schallwig trug im Viertelfinale gegen Darmstadt die Hauptlast im Haller Laufangriff. (© Unicorns/Staudacher)

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