Unnötige Fehler bringen Highlanders ins Hintertreffen

Aufwand und Nutzen standen bei den Highlanders nicht im Verhältnis.Trotz schlechter Wetterprognosen kamen beinahe 500 Zuschauern vergangenen Sonntag zum zweiten Heimspiel der Saison auf den Kunstrasenplatz am Fischerweg und verfolgten, wie sich die Ostalb Highlanders erneut einen Sieg selbst verbauten. Spielentscheidend waren wieder einmal unnötige Strafen und der fehlende Raumgewinn der Offensive. Am Ende verlor man gegen die Tübingen Red Knights mit 7:26.

Das Team um Head Coach Bernd Fuss startete gegen den letztjährigen Vizemeister aus Tübingen mit der eigenen Defensive motiviert und gut vorbereitet und sorgte prompt für einen Aufreger: Der Abwehr der Blauen gelang es, dem Tübinger Ballträger den Ball herauszuschlagen und diesen zu sichern. Der Jubel war erst groß, bis dann die Aufmerksamkeit auf die gelbe Flagge am Boden schwankte. Das souverän leitende Schiedsrichtergespann erkannte einen Griff in das Gesichtsgitter eines Tübingers, was statt dem Angriffsrecht für die Offensive eine 15-Yard-Strafe als Konsequenz hatte. So stand Tübingen schon schnell vor der Endzone. Dort gelang es Tim Völker, einen Pass des Tübinger Spielmachers abzufangen, jedoch machte man sich wieder durch eine Strafe aufgrund von unerlaubtem Halten den Ballgewinn zu Nichte. Die erneute Chance ließ sich Tübingen nicht nehmen und lief zum Touchdown. Der Extrapunkt gelang den Red Knights – wie jeder ihrer weiteren Kicks im Spielverlauf – nicht, so dass die Offensive einen 0:6-Rückstand aufzuholen hatte. Nach drei Laufversuchen von Dirk Lucht musste diese allerdings schon wieder der Defensive um Coordinator Jörg Fähnle Platz machen. Es schien, als müsse sich die Offensive um Coordinator Florian Gantner erst noch orientieren und einspielen. Dies war bei der Defensive der Gastgeber schon der Fall. Sie ließen die Ritter aus Tübingen nicht einmal 10 Yards vorwärts gehen und stoppten den Quarterback durch einen Sack im dritten Versuch, wodurch genug Raumgewinn für einen neuen ersten Versuch verhindert werden konnte. Das Ballrecht ging also zurück an die Gastgeber. Diese war durch den Rückstand auf dem eigenen Platz und die gute Leistung der Defensive nun motivierter und konnte nach einigen guten Pässen von Quarterback Daniel Wengert auf Fabian Bück und Kai Schmid über das Feld marschieren. Ein weiterer Pass von Wengert auf Schmid über das halbe Spielfeld brachte dann den ersehnten Touchdown. Auch den Extrakick konnte Schmid sicher verwandeln und so für die 7:6 Führung sorgen, mit welcher es ins zweite Viertel ging.
Nachdem zu Beginn des zweiten Viertels das Ballrecht jeweils nach vier Versuchen wieder wechselte, schaffte es die Highlanders Defensive schließlich nicht mehr, die Läufe der Gäste aufzuhalten und so konnten die Tübinger erneut in Führung gehen.
Viel Pech hatten die Highlanders dann noch kurz vor der Halbzeit, als eine Snap, also die Ballübergabe des Centers an den Quarterback, zu hoch war wodurch das Spielgerät erst in der eigenen Endzone von einem Highlander gesichert werden konnte. Dadurch konnte zwar ein weiterer Touchdown der Ritter vermieden werden, jedoch kassierte man einen Safety, der zwei weitere Punkte auf das Konto der Gäste zum 7:14-Halbzeitstand wandern ließ.

Das dritte Viertel begann wie das Zweite endete. Die Defensivreihen dominierten, und es blieb auf beiden Seiten oft bei jeweils vier Versuchen, da keines der beiden Teams die Zehn-Yard-Marke für neue First Downs erreichen konnte. Nachdem es den Tübingern nach und nach dann doch gelang, nahe an die Endzone der Schnaitheimer zu kommen, wurde ein Touchdown in einem ausgespielten vierten Versuch durch eine gute Defensivaktion von Patrick Rodriguez, der den gegnerischen Quarterbacks zu Fall bringen konnte, verhindert.
Das Spiel der Highlanders-Offensive war weiter geprägt von Fehlern und Strafen. Alleine durch unnötige Fehlstarts brachte man sich oft um den vorher erzielten Raumgewinn und konnte so keine neuen First Downs erzielen, weshalb man das Ballrecht immer wieder an die Tübinger zurückgeben musste. Diese hatten sich nun auf die müde werdende Defensive besser eingestellt und konnten durch gute Kombinationen aus Lauf- und Passspielzügen ihre Führung auf 20:7 ausbauen. Die Heimoffensive musste nun volles Risiko gehen, aber auch hier sollte an diesem Tag nichts mehr funktionieren. Durch einen misslungenen Trickspielzug der Highlanders bekamen die Tübinger kurz vor der heimischen Endzone wieder den Ball. Von dort aus benötigten sie zwar mehrere Versuche, konnten dann aber wieder mit einem Pass den letzten Touchdown der Partie zum 7:26-Entstand erzielen.

Durch die vierte Saisonniederlage stecken die TSG-Footballer nun im Tabellenkeller fest. Im kommenden Auswärtsspiel in Villingen-Schwenningen bei den Neckar Hammers, die derzeit einen Platz vor den Highlanders liegen, hat man die Chance, den Anschluss nicht zu verpassen. Die Vorzeichen dazu stehen allerdings weniger gut. Auch aufgrund der langen Busfahrt ins Schwenninger Moos tat man sich die letzten Jahre über gegen die Hammers immer schwer und nun muss man auch noch verletzungsbedingt wichtige Stützen in der Offensive Line ersetzen. Vor den Highlanders und deren Coaches steht diese Woche also einiges an Arbeit, auch im mentalen Bereich.

Gohlke - 23.05.2018

Aufwand und Nutzen standen bei den Highlanders nicht im Verhältnis.

Aufwand und Nutzen standen bei den Highlanders nicht im Verhältnis. (© Ostalb Highlanders)

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