Lions ringen Green Bay nieder

Kenny GolladayHätte man vor der Saison gesagt, die Lions stehen nach 5 Spieltagen bei 2:3, wäre das nicht der unrealistischste Tipp gewesen. Hätte man dann aber gesagt die Siege werden gegen New England und Green Bay geholt, wäre man zu Recht ausgelacht worden. Diese Saison ist inzwischen unberechenbar geworden, auf nichts kann man sich noch verlassen.

Zustande kam der Sieg vor allem durch eine Nahezu perfekte erste Halbzeit der Lions, dass Matt Crosby, der Kicker der Packers insgesamt 13 Punkte versemmelte spielte erst mal eine untergeordnete Rolle.

Dabei startete das Spiel wie so häufig mit einem Punt der Lions. Dieser sprang allerdings so tückisch auf, das ein Green Bay Spieler ihn berührte und Lions Special Teamer Agnew ihn an der Green Bay ein Yard Linie sichern konnte. Der Auftakt einer Denkwürdigen ersten Halbzeit der Lions.

Gleich im nächsten Spielzug trat das ein, was die Lions sich von der Verpflichtung von LeGarette Blount erhofft hatten. Mit seiner Power tankte er sich in die Endzone und die schnelle Führung war hergestellt.

Im ersten Drive der Packers wurde schon deutlich, wo es in der ersten Halbzeit hingehen sollte. Rodgers hatte teilweise Probleme Anspielstationen zu finden. Dazu machte die schlechteste Run Defense der Liga die Löcher zu, am Ende sollte GB ganze 98 Yards erzielt haben. Am Ende des Drives vergab auch Matt Crosby sein erstes Field Goal.

Die Lions hingegen machten permanent Druck. Der nächste Ballbesitz wurde schnell in Punkte umgesetzt. Nach u.a. einem 60-Yard Pass auf Kenny Golladay, den dieser aus der Luft pflückte, standen die Löwen wieder an der 1-Yard Linie, Blount Time war angesagt. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und erhöhte auf 14:0.

Als hätte Matt Patricia die Football-aktuell Tipps gelesen, ließ man Rodgers nicht zur Ruhe kommen. Rodgers hatte teilweise Zeit genug zum Passen, fand aber keine Anspielstationen. Dies führte im Endeffekt dazu, dass dann doch ein Lions Defender durchbrach, ihn Sacked und ihm den Ball entriss.

Die Lions taten gut daran, diesen Turnover in Punkte umzuwandeln, auch wenn es nur ein Field Goal war. Das Punkte Polster gegen einen Rodgers konnte nie groß genug sein.

Das Spiel wiederholte sich bis zur Halbzeit noch einmal. Die Packers vergaben ein Field Goal, konnten die Angriff der Lions zwar stoppen, Rodgers fand aber bei einem eigenen Drive wieder keine Anspielstation, wollte den First Down selbst erreichen und wurde dabei gesacked und verlor den Ball erneut.

Diesmal machte es Stafford mit seinen Jungs aber noch besser und er schloss den Turnover mit einem 8-Yard Pass auf Marvin Jones Jr. ab, es ging mit einem 24:0 in die Pause.

Aaron Rodgers wäre aber nicht Aaron Rodgers, wenn er nicht ein paar Antworten parat hätte, egal wie hoch der Rückstand ist. Deswegen konnte man schon als Lions Anhänger Nervös werden, als Rodgers gleich im ersten Drive nach der Pause den Anschluss herstellte. Hierzu fand er den diesjährigen fünft Runden Draft Pick der Packers Marquez Valdes-Scantling völlig frei in der Endzone. Vor dem Spiel hatte dieser in der NFL erst zwei Bälle gefangen, wahrscheinlich ein Grund warum ihn in der Lions Defense keiner auf dem Zettel hatte. Da Aaron in Mathe aufgepasst hatte, ließ er zur 2-pt.-Conversion antreten und verwandelte diese zum 8:24 Anschluss.

Nun folgte die Phase, wo das Spiel tatsächlich hätte gedreht werden können. Mr. Zuverlässig was 50+ Field Goals angeht, Matt Prater leistete sich einen seiner seltenen Fehlschüsse. Im direkten Gegenzug machte Valdes-Scantling fast seinen zweiten TD, nach Ansicht der Videoschiedsrichter wurde der Ball aber zu Recht an der ein Yard Linie platziert. Den TD übernahm dann Lance Kenndricks, welcher einen ein Yard Pass von Rodgers fing. Die Conversion ging aber diesmal daneben.14:24, der geneigte Comeback Fetischist rieb sich schon erfreut die Hände.

Matthew Stafford hat aber den Kurs "Comebacks, auf Du und Du mit der Aufholjagd" selbst erfunden und so machte er das einzig richtige: Angriff ist die beste Verteidigung. Durch Konsequentes Nutzen seines Elite WR Trios, gepickt mit einige harten Läufen über sein RB Duo Johnson/Blount gelangte er an die 5-Yard Linie. Dann fand er sein Red Zone Target Golladay und baute die Führung somit wieder aus, Aufholjagd vorerst gestoppt, neuer Spielstand 31:14.

Im vierten Quarter konnte dann nur noch Green Bay punkten (TD Devonta Adams, und gegen Ende doch noch ein FG von Crosby). Neben einem weiteren verschossenen Field Goal von Crosby krönte er seinen Rabenschwarzen Tag auch noch mit einem verschossenen Extrapunkt. Detroit kontrollierte geschickt die Uhr und konnte so einen überraschenden 31:24 Sieg einfahren. Auf Grund der ersten Halbzeit auch völlig verdient.

Anmerkung aus deutscher Sicht: Green Bay Packers Receiver Equanimeous St. Brown verzeichnete seine ersten NFL Catches. Er war fünfmal das Ziel von Rodgers, fing den Ball drei mal für 89 Yards und war damit zweit bester Receiver der Packers hinter Devonta Adams.

Der Gameball geht diese Woche an Kenny Golladay. Was dieser junge Woche für Woche abliefert ist ein Augenweide. Nicht nur sein überragender 60-Yard Catch zeigte wie wichtig er inzwischen für das Lions offensiv Spiel ist. Manchmal kommt es eben doch auf die Größe an, diesen Ball konnte nur er erreichen und wie er dann noch Yards after Catch machte, sah schon klasse aus, als er mit einem Vance McDonald (Pittsburgh Steelers) mäßigen Stiff Arm den Gegner (Ha-Ha Clinton Dix) von sich abhielt. Dazu kommt sein TD Catch, welcher er irgendwo im fünften Stock herunter pflückte.

Das lief gut:

Punts:
Ehre wem Ehre gebührt. Sam Martin nagelte alle seine vier Punts in die Red Zone des Gegners. Zwei sogar an die ein Yard Linie. Einer wurde dabei auch noch gemuffed und führte zum ersten Touchdown. Besser geht es fast nicht.

Defensive Line:
Die wohl beste Leistung in dieser Saison dieser Einheit und das obwohl sie jetzt fast einen Monat auf Ziggy Ansah verzichten müssen. Der Pass Rush war weiterhin nicht überragend, dank aber guter Coverage gelang es Romeo Okwara aber Rodgers zweimal zu Sacken und einen Ball Verlust zu provozieren. DA’Shawn Hand gelang ebenfalls ein Sack, einen erzwungen Ballverlust und einen eroberten Fumble.

LeGarette Blount:
Endlich klickte es bei ihm. Bei beiden Situationen bei denen seine Power gebraucht wurde, rief er sie ab. Man fühlte sich an beste New England Zeiten erinnert, als er sich in die Endzone tankte.


Das lief schlecht:

Tight Ends:
Was will man erwarten bei nur zwei Tight Ends im Roster. Diese spielen in dieser Saison noch keinen Faktor. Zur Erinnerung: der weggetradete Ebron war letztes Jahr das meist angeworfene Ziel. Aber Null Catches und Null Yards bei einem Passversuch zeigen deutlich, dass das Vertrauen in Luke Wilson und Levine Toilolo fehlt. Diese blockten wenigstens zuverlässig.

Offensive Line:
T.J.Lang fehlte und schon konnten die Packers beim Pass Rush ordentlich Druck aufbauen. Drei Sacks sprechen da eine deutliche Sprache. Dazu kommen unnötige Strafen, welche vor alle ärgerlich sind, wenn sie Offensiv Touchdowns verhindern. Gut war das Run Blocking, besonders kurz vor der Endzone.

Jan Sawicki - 08.10.2018

Kenny Golladay

Kenny Golladay (© Getty Images)

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