Invaders siegen in Berlin

Die Adler haben ein Problem auf der Running Back Position: QB Niko Fortino war Berlins Top-Ballträger mit 10 Läufen für 81 Yards.Im ersten GFL-Heimspiel kassierten die Berlin Adler eine 6:24 Niederlage gegen die Hildesheim Invaders. Vor einer gut gefüllten Kulisse von 2.867 Zuschauern im Poststadion offenbarten die Berliner die gleichen Fehler wie in den Spielen zuvor: Startschwierigkeiten und zu viele liegengeiassene Punkte.

So konnte letztlich auch im dritten Spiel gegen die Hildesheim Invaders kein Sieg eingefahren werden. Dabei ging es eigentlich vielversprechend los. Hildesheim konnte im ersten Drive recht früh auf Höhe der Mittellinie gestoppt werden. Im darauffolgenden Adler Drive startete Max Zimmermann mit einem 52 Yards Big Play vielversprechend. Kurz vor der Red Zone schien der Akku der Adler Offense plötzlich leer zu sein. Jedenfalls schafften es die Adler in den nächsten drei Spielzügen nicht, sich der Endzone zu nähern.

Besser agierten die Invaders. Angeführt von ihrem groß aufspielenden Quarterback Zach Cavanaugh marschierten sie mit Hilfe von RB Philip Gamble über das gesamte Feld und beendeten den Drive mit einem 43 Yards Touchdown Pass auf Phillip Raschke.

Auch in der Folgezeit fiel der Berliner Offense nicht viel ein. Man merkte, dass das Timing zwischen dem neuen Quarterback Niko Fortino und seinen Receivern noch nicht richtig da war. Viele Pässe waren zu hoch oder zu lang, und mitunter auch zu hart geworfen und die Passempfänger konnten diese nicht festhalten. So kam es wie es kommen musste, Mitte des zweiten Viertels führte Cavanaugh seine Männer wieder Richtung Berliner Endzone und RB Phil Gamble machte mit einem 4 Yard Touchdown-Lauf den Deckel drauf. Kurz vor der Halbzeit erhöhten die Invaders per Field Goal noch auf 0:17.

Zumindest zum Auftakt der zweiten Spielhälfte zeigten die Adler, was in ihnen steckt. Quarterback Fortino dirigierte seine Offense hervorragend übers Feld und zauberte schließlich einen 32-Yard-Pass auf Sydney Plewinski aus dem Hut, welcher ihn in der Endzone fing. Beim Extrapunkt dann allerdings die alten Problemchen: Es werden zu viele einfache Punkte in dieser Saison liegen gelassen. Der Snap war viel zu hoch, schwierig für den Holder Nick Loß zu fangen und rechtzeitig für den Kicker Manuel Lewerenz zu platzieren. Der Extrapunktversuch ging daneben. Dennoch konnten die Adler auf 6:17 verkürzen.

Dieser verheißungsvolle Start der Hausherren ins dritte Viertel verpuffte schnell im nachfolgenden Drive. Auf den Kickoff Return gab es eine unnötige Facemask-Strafe, so dass die Hildesheimer schon komfortabel in der Hälfte der Adler starteten. Cavanaugh machte die restlichen Yards fast im Alleingang, inklusive eines vierten Versuchs und 9 Yards, welche er mit einem Hechtsprung beendete. Den Touchdown erzielte am Ende wieder Phil Gamble, diesmal musste er noch zwei Yards überbrücken.

Bis auf eine längere Verletzungspause sollte im Schlussabschnitt nichts weiter passieren. Die Adler konnten kein Kapital schlagen aus zwei forcierten Turnovers. Somit freuten sich die Hildesheimer mit ihrem mitgereisten Anhang über den ersten wohlverdienten Saisonsieg.

In 2 Wochen können es die Adler vor den heimischen Fans besser machen beim Rückspiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes, die am Samstag ihre erste Saisonniederlage gegen die NewYorker Lions kassierten. Hildesheim ist am 9. Juli erneut unterwegs nach Berlin, wenn es zum Duell mit den Rebels kommt.

Bjoern Hesse - 25.06.2017

Die Adler haben ein Problem auf der Running Back Position: QB Niko Fortino war Berlins Top-Ballträger mit 10 Läufen für 81 Yards.

Die Adler haben ein Problem auf der Running Back Position: QB Niko Fortino war Berlins Top-Ballträger mit 10 Läufen für 81 Yards. (© Weber)

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