Ohne Helm kein Football

Mario Nowak (Berlin Adler), Ivo Schönberner (Dresden Monarchs) Zweifellos ist der Helm der wichtigste Ausrüstungsgegenstand eines jeden Footballspielers. Und damit ist nicht gemeint, dass der Helm mit Gesichtsgitter den Footballer als markantes Erkennungszeichen aus der restlichen Sportwelt heraushebt. Vielmehr geht es um dessen tatsächlichen funktionalen Wert. In einem von extremem Körpereinsatz geprägten Spiel ist trotz aller Toughness die Sicherheit von höchstem Stellenwert. Das gilt vor allem dann, wenn es buchstäblich um den eigenen Kopf geht.

Der Helm ist für Footballspieler eine Art Lebensversicherung, und so lohnt es sich bestens informiert zu sein, um eine gute Entscheidung treffen zu können. Gerade die Pre-Season und der Beginn der Trainingseinheiten mit Kontakt ist eine gute Zeit, um sich in Ruhe mit der Auswahl eines ersten oder nächsten Footballhelmes zu beschäftigen. Was ist bei der Helmauswahl zu beachten?

Safety First
Der Helm sollte in erster Linie eines leisten: den Kopf vor Schlägen schützen. Da sollte es keinerlei Kompromisse geben, zumindest ein absoluter Mindeststandard ist einzuhalten. Wie in jedem ingenieursgetriebenen Markt werden auch Footballhelme stetig und immer schneller weiter entwickelt. Aussortiert werden sollten also zunächst alle älteren Modelle. Helme, die ihr Veröffentlichungsdatum noch vor der Jahrtausendwende finden, sind heutzutage definitiv keine Option mehr. Mit dem in 2002 erschienenen Riddell Revolution kündigte sich, wie der Name andeutet, ein Umschwung im Helmmarkt an. Auch wenn nicht sonderlich zu empfehlen, stellt dieses Modell einen absoluten Mindestanspruch dar.

Als weiterer Filter lässt sich das Helmet-Ranking der Virginia Tech University einsetzen. Diese Auflistung der Footballhelme orientiert sich an einer 5-Sterne-Bewertungsskala und stellt aktuell einen der bekanntesten Helmvergleiche in Sachen Sicherheit dar. Auch wenn aufgrund der angewendeten Testverfahren umstritten, lohnt sich ein Blick auf die Rangliste (http://www.sbes.vt.edu/helmet.php). So erreicht der in Deutschland recht weit verbreitete Schutt Air XP dort nur drei Sterne, was ihn aber immer noch in die Kategorie "Good" einordnet. Die höchste Wertung von fünf Sternen gibt es für das Nachfolgemodell Schutt Air XP Pro VTD, welches am Markt zu in etwa identischen Konditionen wie die etwas ältere Variante angeboten wird.

Eigene Prioritäten entscheiden
Auch nach diesen ersten Erkenntnissen ist das Angebot an Footballhelmen weiterhin groß, ja geradezu unüberschaubar. Das ist ein entscheidender Grund, weshalb Playmakers den Markt zu einer wohlüberlegten Vorauswahl sondiert hat. Dies vereinfacht enorm den nächsten wichtigen Schritt: den Helm nach den persönlichen Prioritäten auszusuchen. Je nachdem welche Kriterien dem Footballer wichtig sind, kommen gewisse Helmmodelle mehr oder weniger in Betracht. Da sich Footballhelme nicht anhand der Position unterscheiden, benötigt man daher andere Kriterien für eine Entscheidungsfindung. Zu berücksichtigen wäre im einzelnen, welchen Stellenwert Schutz, Tragekomfort, Style und Preis für den Spieler haben.

Noch mehr Schutz
Auch wenn Spieler grundsätzlich ruhigen Gewissens mit allen Helmmodellen auflaufen können, die mindestens innerhalb der 4-Sterne-Kategorie liegen, bleibt in Sachen Schutz ein deutlicher Unterschied. Da früher eben nicht alles besser war, empfiehlt sich da vor allem der Blick auf die neueren Produkte, wenn der Schutzfunktion des Helmes die größte Bedeutung eingeräumt wird. Die neueren Modelle sind meist schon an einer verhältnismäßig großen Helmschale einfach zu erkennen. Denn die Hersteller haben erkannt, dass sie für einen sichereren Helm mehr Platz benötigen, um ein besseres Innenleben zu verbauen. Mit dem auf den ersten Blick überdimensioniert wirkenden Riddell 360 konnte somit einer der sichersten Footballhelme überhaupt geschaffen werden. Auch die Marke Xenith, als jüngster Akteur auf dem Equipment-Markt aktiv, konnte dank frischer Herangehensweise und innovativer Systeme in den letzten Jahren herausragende Helmmodelle entwickeln.

Tragekomfort
Neben dem Schutz ist es enorm wichtig, dass der Helm hervorragend sitzt und sich auch noch am Ende eines langen Trainings oder Spieltags bequem tragen lässt. Wem dieser Aspekt besonders wichtig ist, der sollte darauf achten, dass der nächste Helm möglichst viele Polsterungen hat, die sich unabhängig voneinander einstellen lassen. Grundsätzlich wird ein Helm umso besser sitzen, je mehr Luftkammern vorhanden sind, um ihn individuell an die Kopfform anzupassen. Gute Helme dieser Kategorie lassen sich schnell anhand des Vorhandenseins von aufblasbaren Wangenpolstern identifizieren.

Auch das Gewicht des jeweiligen Helmmodells spielt bei dessen Tragekomfort eine Rolle. Meist gilt: Je leichter der Helm, desto angenehmer lässt er sich tragen. Sicherlich liegt hier eines der Erfolgsgeheimnisse des Riddell Revolution Speed. Denn wie der Name bereits vermuten lässt, ist er ein extrem leichter Helm unter den Top-Modellen. Neben dem äußerst angenehmen Stoffüberzug ist es vor allem das geringe Gewicht, das eine große Zahl von Spielern überzeugt.

Dass Tragekomfort aber nicht nur durch individuell einzustellende Luftpolster erreicht wird, beweist Xenith äußerst eindrucksvoll. Das 2004 gegründete Unternehmen setzt auf eine Art Haube aus miteinander verbundenen Dämpfern. Mit diesem völlig innovativen Helmsystem passt sich die Polsterung durch Anziehen des Kinnriemens selbstständig an die Kopfform an. Ergebnis ist herausragender Tragekomfort, der darüber hinaus den Verlust des Helms während eines Spielzugs nahezu ausschließt.

Style
Auch harte Footballspieler dürfen etwas Wert auf ihr Aussehen legen. Spätestens wenn man statt von Aussehen von „Style“ spricht, entfernt man sich deutlich genug vom Topmodell-Talk der Freundin, um auch hier und da ein Schweißbändchen zu viel zu tragen. Wenn also Style auf dem Platz besonders wichtig ist, kommen manche Helmmodelle eher in Frage. Etwas eingeschränkt wird man dabei derzeit allerdings vom generellen Trend hin zu futuristisch anmutenden Designs. Wem bei Footballhelmen nämlich eher ein klassischer, rundlicher Look gefällt, dem bleibt nur der Griff zu den verhältnismäßig älteren Modellen. Einen sehr gelungenen Mix zwischen klassisch und modern schaffte das Design des Riddell Revolution Speed, was sicherlich stark zu seiner großen Verbreitung beigetragen hat.

Neuere Footballhelme legen styletechnisch einige Schippen drauf und überzeugen mit futuristisch aggressiven Designs. Vor allem Gesichtsgitter, die im Vergleich zu Helmen einen deutlich größeren Gestaltungfreiraum bieten, haben viele Hersteller in den letzten Jahren veranlasst, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Vorreiter waren hier die Gesichtsgitter des Schutt Vengeance, die schon für so einige Aufmerksamkeit gesorgt haben. Auch die Marke Xenith liefert mit immer wieder neuen speziellen Facemasks jede Menge Potenzial, um auf dem Footballfeld auch Style-Statements zu setzen.

Preis
Die überlegte Auswahl eines Footballhelms ist nicht nur deshalb von Bedeutung, weil er der wichtigste Ausrüstungsgegenstand ist. Eine überlegte Entscheidung lohnt sich auch aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit, dass der Helm der teuerste Teil einer jeden Footballausrüstung sein dürfte. Allgemein lässt sich sagen: Je mehr Leistung in den oben beschriebenen Kategorien gefordert ist, desto mehr muss auch investiert werden. Ist es beispielsweise lediglich wichtig, sich in Sachen Schutz auf einen Footballhelm verlassen zu können, lässt sich mit dem Rawlings Impulse ein äußerst solides Modell erwerben und somit im Vergleich zu anderen Optionen viel Geld sparen.

Beim Wunsch nach mehr Tragekomfort und ein paar ausgefalleneren Features lohnt sich ein Blick in das mittlere Preissegment. Bereits im unteren Bereich ist hier mit dem Xenith X2E ein beeindruckender Helm zu einem überraschend günstigen Preis zu haben. Gemeinsam mit dem etwas teureren Bestseller Riddell Revolution Speed führt der Xenith X2E die Liste der Preis-Leistungs-Sieger an. Denn neben einem herausragenden Tragekomfort haben diese beiden Modelle gemein, dass sie mit ihrer 5-Sterne-Platzierung bereits unter den besten Helmen des Marktes rangieren.

Sollte es im Hinblick auf den Schutz nicht den allerkleinsten Kompromiss geben, kommt man an den Spitzenmodellen der Hersteller nicht vorbei. Jede Marke besitzt meist ein Flaggschiff, in das, aufbauend auf Erfahrungen vorheriger Modelle, die neueste Ingenieursleistung des Unternehmens eingebracht wird. Neben der neuesten Technologie in Sachen Sicherheit liefert das Top-Modell auch die aktuellsten Features der Hersteller. So wird der Riddell 360 wegen seiner herausragenden Schutzfunktion und auch aufgrund der innovativen Befestigung des Gesichtsgitters zu einem der besten Helme im American Football. Daneben rangiert auch das in Europa bald wieder erhältliche Xenith-Spitzenmodell Xenith Epic als innovative Alternative zu Helmen mit aufblasbaren Luftkammern an der Spitze des Marktes.

Playmakers Football - 27.01.2015

Mario Nowak (Berlin Adler), Ivo Schönberner (Dresden Monarchs)

Mario Nowak (Berlin Adler), Ivo Schönberner (Dresden Monarchs) (© Lothar Köthe Photography)

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