Wilson ist Geschichte

Zach Wilson wird künftig das Jersey der Broncos tragenGefühlt hat sie nicht allzu lang gedauert, aber die Ära von Zach Wilson bei den New York Jets ist – wie erwartet – jetzt zu Ende gegangen. Für den Trausch zweier später Draftrundenpicks wechselt der einstige Hoffnungsträger zu den Denver Broncos.

Wilson war nach seiner Zeit am College bei Brigham Young (BYU) nach dem als "seit Jahren besten Quarterback in einem Draft", Trevor Lawrence (Jacksonville Jaguars), mit Pick #2 von den Jets gedrafted worden.

Die Vorschusslorbeeren im traditionell harten New Yorker Markt mit viel Scheinwerferlicht waren genauso hoch, wie die Erwartungen an den zukünftigen Heilsbringer, der die Jets wieder aus der – bestenfalls – Mittelmäßigkeit führen sollte.

Wilson lief in seinem Rookiejahr in 13 Partien auf, gewann aber nur drei davon und kam bei 383 Passversuchen auf 213 Completions (55,6 Prozent) mit neun Touchdowns, aber auch gleich 11 Interceptions. Allein der Schnitt von deutlich unter einem Touchdown pro Partie zeigt, dass man weit von den vermeintlichen Ansprüchen weg war.

Es wurde allerdings nicht viel besser: In Jahr #2 startete er alle seine neun Partien, wurde aber nach 1.688 Yards, sechs Touchdowns und sieben Interceptions vom Feld verbannt. Eine Pressekonferenz, als er nach einer herausragenden Leistung der Defense und einer katastrophalen Leistung seinerseits gegen die Patriots gefragt wurde, ob er denke, dass er "die Defense im Stich gelassen hätte." "Nein. .... Nein."

Es war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Die Jets schauten sich nach einem neuen Quarterback um und fanden ihn in Green Bays Aaron Rodgers.

Erneut war die Hoffnung immens, die Serie "Hard Knocks" beleuchtete gefühlt jeden Trainingssnap der grauen Football-Eminenz und die Fans träumten vom zweiten Super Bowl nach Joe Namath in den Anfangstagen der NFL Super Bowl Ära.

Die Euphorie verflog allerdings sofort in Spiel #1 der Saison 2023, als sich Rodgers die Achillessehne riss. Notgedrungen kehrte Wilson aufs Feld zurück, wirklich besser wurde es nicht.

So war auch kaum verwunderlich, dass sich der Markt für den Passer in engen Grenzen hielt. Sein garantiertes Gehalt tat ein Übriges – für einen Backup zuviel, für einen Starter dagegen seine Leistungen viel zu niedrig.

Am Ende einigten sich die Broncos und Jets auf eine Aufteilung des Salärs im Rahmen des Tauschgeschäfts. Noch nicht mal einen Siebtrundenpick allein war Wilson jetzt noch wert: Die Jets erhalten einen Sechstrundenpick (#203), während Denver neben dem Quarterback auch noch einen Siebtrundenpick (#256) bekommt.

Bei den Broncos war man nach dem Rausschmiss von Russell Wilson gehaltsmäßig eingeschränkt, so dass Wilson hier so etwas wie eine reelle Chance auf einen Konkurrenzkampf gegen Jarrett Stidham und Ben DiNucci um einen Starterposten bekommt. Als dauerhafte Starter kann man sich wohl keinen vorstellen.

Carsten Keller - 23.04.2024

Zach Wilson wird künftig das Jersey der Broncos tragen

Zach Wilson wird künftig das Jersey der Broncos tragen (© Getty Images)

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