Knapper Heimsieg erhält Chance auf Divisionssieg

CeeDee Lamb holte sich den Franchise Receiving Yards Rekord gegen die LionsIn einer mitreißenden Partie haben die Dallas Cowboys (11-5) im "Monday Night Game" die Detroit Lions (11-5) mit 20:19 besiegt und sich so die Chance auf den Divisionssieg erhalten. Am Ende setzte Gäste Head Coach Dan Campbell alles auf Sieg, aber eine Two Point-Conversion klappte trotz mehrerer Anläufe dank einer großen Kontroverse nicht. Cowboys Wide Receiver CeeDee Lamb hatte zuvor mit einer herausragenden Leistung über die Hälfte der Offensivyards der Cowboys erzielen können und sich so den Franchise Saisonrekord gesichert.

Es war bereits der 16. Heimsieg in Folge für die Cowboys in der als "Monday Night Game" beworbenen Partie an einem Samstag. Nachdem am Neujahrsmontag der Rose Bowl und der Sugar Bowl - und damit die College-Halbfinals – auf dem Programm stehen, die viel Sendezeit beim übertragenden ESPN in Anspruch nehmen, wurde das Duell zwischen Dallas und Detroit auf Samstag gelegt.

Die Gäste erzielten mit einem Field Goal in ihrem ersten Drive die frühe Führung und durch eine Interception von Cornerback Ifeatu Melifonwu, schon seine zweite in Folge, bekamen sie den Ball schnell zurück. Kapital in Form von Punkten konnten die Lions jedoch nicht aus dem Turnover schlagen.

Stattdessen fand Dak Prescott CeeDee Lamb für einen 92 Yard Touchdown, als Prescott sich zunächst an der eigenen Endzone vom Druck des Pass Rushs befreien und Lamb an der Mittellinie zugreifen konnte. Nachdem sein Passverteidiger weggerutscht war, konnte Lamb ungestört Richtung Endzone zum 7:3 sprinten. Es war das längste Play from Scrimmage der ganzen NFL Saison, das zu einem Touchdown führte, und sicherte Lamb zeitgleich den Franchise Rekord für erzielte Yards in einer Saison (zuvor Michael Irvin 1995 mit 111 Catches für 1.603 Yards, Lamb steht eine Woche vor Schluss bei 1.651).

Als Cornerback Jourdan Lewis für Dallas dann ebenfalls einen Pass abfangen konnte, schien alles für die Cowboys zu laufen. Allerdings blieb auch dieses Turnover ohne Punkte.

Die Lions schafften kurz darauf einen Fake Punt, als Linebacker Jalen Reeves-Maybin einen Pass bei 4. & 2 zu Khalil Dorsey anbringen konnte.

Die nächste Gelegenheit zum Ausbau der Führung hatten jedoch die Cowboys, doch die umstrittene "Fumble durch die Endzone-Regel" ließ das Angriffsrecht wechesln. CeeDee Lamb hatte bei einem Tackle von Cornerback Kindle Vildor direkt vor der Endzone den Ball verloren und der war in der Endzone ins Aus gerollt. Durch die Regel, deren Änderung immer wieder diskutiert wird, erhielten die Lions den Ball.

Es ging hin und her, aber zählbare Punkte blieben weiter Mangelware in einer Partie, die von den Buchmachern im Vorfeld als die mit der höchsten Punktvorgabe (53,5) des Wochenendes angesetzt worden war.

In der Halbzeit gab es die lang erwartete und überfällige Aufnahme von Ex-Head-Coach Jimmy Johnson in den Ring Of Honor der Cowboys. Ein ewig andauernder Streit zwischen ihm und Owner Jerry Johnson, wer mehr Beitrag zu den zwei Titeln zu Beginn der 90er geleistet hatte, stand einer früheren Aufnahme im Weg.

Die Lions gingen immer wieder auf Risiko – mit Erfolg und Misserfolg: Während ein 4. Versuch in der ersten Hälfte noch gescheitert war, gelang dies im dritten Viertel durch einen Pass von Quarterback Goff zu Tight End LaPorta. Kurz darauf war es Running Back David Montgomery, der mit seinem 12. Touchdown-Lauf die 10:7 Gästeführung erzielen konnte.

Die Lions konnten zu Beginn des Schlussviertels mit einem 63 Yard Pass von Goff auf Wide Receiver Jameson Williams weiten Raumgewinn erzielen, mehr als das 13:10 nach einem zwischenzeitlichen Ausgleich von Kicker Aubrey, der immer noch perfekt ist (35 von 35 Versuchen verwandelt), gelang jedoch trotzdem nicht. Williams hatte sich dabei zudem am Knöchel verletzt.

Die Cowboys stellten mit einem Touchdowndrive auf Sieg, als Prescott seinen Wide Receiver Brandin Cooks für Touchdown #32 (Ligaspitze) fand.

Den Lions blieben, nachdem sich Goff zwischenzeitlich eine zweite Interception – diesmal durch Donovan Wilson – geleistet hatte, am Ende gut 1:40, um zumindest den Ausgleich zu schaffen.

Beeindruckend schnell überbrückten sie mit Pässen zu LaPorta und Amon-Ra St. Brown das Feld und St. Brown war es auch, der aus elf Yards zum 20:19 neben dem Pylon in die Endzone hechten konnte.

Dass der aggressive Dan Campbell dann nicht nur einen Extrapunkt-Versuch zum Ausgleich und damit der Verlängerung versuchen würde, war wenig überraschend.

Die Two Point-Conversion zog sich aufgrund gleich mehrerer Strafen: Einmal gelang der Versuch sogar, aber der Fang von Offensive Lineman Taylor Decker zählte nicht, weil er sich nicht ordnungsgemäß beim Schiedsrichter als möglicher Passfänger gemeldet hatte. Als es dann gezählt hätte, fiel der Pass von Goff in Richtung Tight End James Mitchell zu kurz aus und die Cowboys konnten feiern.

Die Cowboys Fans schauen jetzt gespannt, ob die Philadelphia Eagles am Silvesterabend gegen die Arizona Cardinals gewinnen können. Dann wäre auch ein Divisionssieg der Cowboys wieder in greifbarer Nähe.

Kommende Woche treten die Cowboys bei den Washington Commanders an, die Lions empfangen die Minnesota Vikings. Die genauen Kickoff-Zeiten werden erst nach Abschluss dieses Spieltags festgelegt.




Carsten Keller - 31.12.2023

CeeDee Lamb holte sich den Franchise Receiving Yards Rekord gegen die Lions

CeeDee Lamb holte sich den Franchise Receiving Yards Rekord gegen die Lions (© Getty Images)

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