Saints-Defense hat Panthers im Griff

Mit 28:6 schlugen die New Orleans Saints die Carolina Panthers und schlossen so wieder zur "Spitze" der NFC South auf. Nach drei Niederlagen in Serie gelang gegen die in der Division und in der Liga heillos abgeschlagenen Panthers endlich wieder ein Erfolg, und weil Tampa Bay in Atlanta gewann, reicht dieser sechste Saisonsieg zum geteilten ersten Tabellenplatz in der Division und der Aussicht, aus eigener Kraft die Playoffs zu erreichen. An den letzten beiden der verbleibenden vier Spieltage treffen die Saints auf Buccaneers und Falcons und könnten da um den Gruppensieg spielen.

Wie man in der Endrunde mit San Francisco, Dallas, Philadelphia und Co. mithalten könnte, müsste sich noch erweisen. Gegen Carolina schaffte man im Angriff gerade einmal etwas über 200 Yards und holte damit weniger als der schwache Gegner, lag auch bei der Verwertung von Third Downs (drei von zehn) klar im Hintertreffen - die Panthers kamen immerhin auf 40 Prozent. Aber die Interception für Quarterback Derek Carr in der eigenen Hälfte blieb 18 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit folgenlos angesichts der knappen Restzeit für die Panthers.

Dafür war deren Punt-Versuch vier Minuten zuvor zur Katastrophe geraten. Akribisch hat die NFL nachträglich analysiert, dass Punter Johnny Hekker den Fuß erst gar nicht an den Ball bekam, als Nephi Sewell durch den bröckelnden Schutzwall vor Hekker durchgebrochen war und auf ihn zustürmte. Technisch war es also ein Fumble und kein geblockter Punt - was Sewell, den Saints und Donte Jackson, der den Ball aufnahm und über acht Yards zum 14:3 in die Endzone brachte, herzlich egal gewesen sein dürfte. Alvin Kamara hatte zuvor kurz nach dem ersten Seitenwechsel den ersten Touchdown für die Saints erzielt, als New Orleans den Ball dank des Punt Returns bereits in Carolinas Hälfte hatte übernehmen können.

Diese zweite Überquerung der Mittellinie im normalen Spielverlauf blieb für den Angriff um Carr lange die letzte (nach der ersten war ein Field-Goal-Versuch verschossen worden). Bis zur Mitte des letzten Viertels gab es nach Wiederbeginn für die Gastgeber in drei Angriffsserien ein einzelnes First Down und insgesamt elf Yards Raumgewinn. Aber Carolina kam nur optisch besser vorwärts - zu zwei Field-Goal-Versuchen reichte es, und nur einer führte zum Punkterfolg.

Für New Orleans erledigten Demario Davis und Jordan Howden in der Defense den Großteil der Arbeit. Davis bejubelte 1,5 Quarterback Sacks, Jordan Howden einen weiteren der insgesamt vier gegen Carolinas Rookie-Quarterback Bryce Young, bei dem er auch dessen Ballverlust provozierte. Mit acht Solo-Tackles sowie zwei Assists war er ständige Bedrohung für den gegnerischen Angriff. Einen dritten Fumble der Panthers verursachte Alontae Taylor später im vierten Viertel bei Carolinas auffälligstem Angreifer Adam Thielen. Den Ball holten sich da allerdings die Panthers zurück - doch mussten sie dennoch bald darauf punten.

Bis dahin hatten die Saints von der Führung gezehrt. Nun gelang Derek Carr mit einem 44-Yard-Spielzug nach Pass auf A.T. Perry gleich im ersten Versuch das einzige offensive Big Play der Begegnung. Chris Olave erhöhte anschließend auf 21:6. Die Panthers spielten anschließend ihren vierten Down an der eigenen 24-Yard-Linie aus und scheiterten wie in den drei Versuchen davor mit dem Young-Passversuch. So kam Carr mit dem Zuspiel auf Jimmy Graham noch zu einem zweiten Touchdown-Pass zum verdienten, aber in der Höhe dann schon wieder schmeichelhaften 28:6-Endstand.

Auerbach - 11.12.2023

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