Patriots düpieren die Steelers

Bailey Zappe spielte gegen die Steelers wie einst Tom Brady.Es bleibt dabei. Die Pittsburgh Steelers können gegen die New England Patriots einfach nicht gewinnen, mit oder ohne Tom Brady. Die Patriots, in dieser Saison eines der schlechtesten Teams der NFL, kamen nach Pittsburgh und gewannen mühelos mit 21:18. Es war die achte Niederlage gegen die Patriots in den letzten neun Spielen für die Steelers. Mit dieser erneuten Niederlage werden die Playoffs für die Steelers immer unwahrscheinlicher.

Die Offense der Patriots lieferte wohl die beste Leistung der Saison ab und traf auf eine sichtbar unvorbereitete Defense der Steelers. Statt wie erwartet auf das Laufspiel zu setzen und die Schwäche der Steelers in diesem Bereich auszunutzen, überraschten sie mit ihrem Passspiel. Am Ende standen 28 Passversuchen nur 25 Läufen gegenüber.

Bailey Zappe zauberte dabei wie einst Tom Brady und warf drei Touchdown-Pässe in den ersten sechs Drives auf dem Weg zu einer deutlichen 21:3-Führung. RB Ezekiel Elliott und zwei Mal TE Hunter Henry waren die Adressaten seiner Pässe. Zu keinem Zeitpunkt war die Passabwehr der Steelers im Bilde. Und auch der Pass Rush konnte Zappe lange Zeit nicht stoppen. Er beendete die Partie mit einem sensationellem Rating von 115,2 Punkten.

Umgekehrt war die Offense der Steelers wieder einmal völlig harmlos. Das Laufspiel hatte gegen die viertbeste Laufabwehr der Liga nicht unerwartet keine Chance. 2,9 Yards pro Lauf bei 28 Läufen sind einfach ein Armutszeugnis. Die Offensive Line der Steelers war komplett überfordert und egal wer den Ball für die Steelers trug, sah sich sofort einem oder mehreren Abwehrspielern der Patriots gegenüber.

Bester Läufer war noch QB Mitchell Trubisky mit 8 Läufen bei einem Schnitt von 3,8 Yards. Viele dieser Läufe waren aber schlicht unnötig. Trubisky zeigte einmal mehr warum er kein "Starting Quarterback" in der NFL mehr ist. Er wirkte überfordert und beim kleinsten Anzeichen von Druck geriet er in Panik. Dann lief er einfach irgendwo hin. Und natürlich warf er auch wieder seine Interceptions, wobei eine der zwei wegen eines Penalties gegen die Patriots nicht galt.

Selbst die besten Chancen das Spiel zu drehen, vergaben die Steelers. Backup-LB Mykal Walker, der ständig gezielt von den Patriots attackiert wurde und einen schweren Stand hatte, brachte sein Team mit einer Interception an der 16-Yard-Linie der Patriots in Ballbesitz. Nach vier Versuchen und nur neun Yards war Schluss für die Offense.

Ein geblockter Punt wenig später legte immerhin den Grundstein für einen zweiten Touchdown der Steelers durch einen 1-Yard-Lauf durch Trubisky zum 18:21. Danach kamen die Steelers noch drei weitere Male in Ballbesitz, konnten sich der Endzone der Patriots aber nie ernsthaft nähern.

"Das ist wirklich enttäuschend. Die Patriots haben unsere Fehler gut ausgenutzt, uns ist das leider nicht gelungen. Wenn man solche Turnover kurz vor der Endzone erkämpft, muss man daraus auch Punkte machen. Das haben wir nicht geschafft. Sie haben sehr gut begonnen, wir nicht. In der zweiten Hälfte wurde es etwas besser, aber am Ende hat es halt nicht gereicht", blieb Head Coach Mike Tomlin angesichts der wieder einmal desolaten Leistung des Teams sehr vage und diplomatisch.

Dabei sind nach dieser Niederlage nicht nur die Playoffs in ernsthafter Gefahr, sondern auch Tomlins Rekord, der noch nie eine Saison mit mehr Niederlagen als Siegen zu verzeichnen hatte. Die beiden Spiele gegen Arizona und New England, beide Teams kamen mit nur zwei Siegen nach Pittsburgh, waren von Fans und Medien insgeheim als Siege einkalkuliert worden. Wohl wissend, dass in den nächsten vier Wochen drei schwere Auswärtsspiele folgen werden.

Derzeit stehen die Steelers bei 7 Siegen und 6 Niederlagen. Die kommenden Spiele in Indianapolis, Seattle und Baltimore können gut und gerne verloren gehen. Dann steht man bei den berüchtigten neun Niederlagen. Und selbst das letzte Heimspiel gegen die Cincinnati Bengals, die inzwischen eine funktionierende Erfolgs-Strategie mit Backup Quarterback Jake Browning entwickelt haben, ist kein Selbstläufer. Wenn alles schlecht läuft, und danach sieht es derzeit aus, könnte dies die schlechteste Saison seit 2003 werden, als die Steelers nur sechs Spiele gewannen.

Korber - 08.12.2023

Bailey Zappe spielte gegen die Steelers wie einst Tom Brady.

Bailey Zappe spielte gegen die Steelers wie einst Tom Brady. (© Getty Images)

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