Erfolgsserie in Europa beendet

Kaum Zeit zu werfen hatte QB Mac Jones, der immer wieder hart getroffen wurdeMit einem enttäuschen 6:10 aus Sicht der gastgebenden New England Patriots gegen die Indianapolis Colts endete das zweite Deutschland-Spiel in diesem Jahr und die 50. Internationale Partie der amerikanischen Profiliga. Dabei wirkte die Begegnung ein wenig wie Not gegen Elend: beide Teams machten zu viele Fehler und schafften es nicht den Ball konstant über das Feld zu bewegen. Damit durchbrach Indianapolis die Serie der Patriots und Head Coach Bill Belichick jeden ihrer drei Europa-Auftritte gewonnen zu haben.

Für die New England Patriots war es eine bittere Niederlage, die sie sich selber zuzuschreiben haben. Nur noch ein Schatten der alten Tage ist die Mannschaft von Trainer Bill Belichick in diesem Jahr, nur alleine die Defensive zeigt etwas Leben. Zu viel Durchschnitt und zu wenig Spitzenkönner haben sich den Patriots in den vergangenen Jahren angeschlossen, vor allem die Spieler in der Offensive Line sind spätestens seit dem Rücktritt von Offensive Line Guru Dante Scarnecchia nicht mehr so auswechselbar wie früher. Während es in den Glanzzeiten der Patriots den Anschein hatte, dass jeder Offensive Lineman auswechselbar ist und dem Team gute Leistungen beschert, rächt es sich jetzt die eigenen Leistungsträger in diesem Mannschaftsteil nicht weiterverpflichtet zu haben. Spieler wie beispielsweise OG Joe Thuney fehlen dem Team und ihre Ersatzleute können diese Lücke nicht schließen.

So machte sich auch das Fehlen von OT Trent Brown bemerkbar, der daheim in Foxboro geblieben ist. QB Mac Jones hatte die gesamte Partie über kaum Schutz. Hielt Jones mal den Ball länger als vier Sekunden, war oft ein Coverage Sack die Folge, da Jones leider auch die Tendenz hat bei guter gegnerischer Deckung und viel Druck den Ball nicht einfach wegzuwerfen. Alleine DE Daye Odeyingbo gelangen drei Sacks der insgesamt fünf an Jones.

Dabei hatten die Patriots den besseren Beginn für sich. Mit den Zuschauern im Rücken zog das Team über das Feld und erzielte durch K Chad Ryland die ersten Punkte. Indianapolis konterte, hätte fast durch WR Michael Pittmann die Endzone erreicht ehe Star-RB Jonathan Taylor vollstreckte und die Colts in Führung brachte. Wer sich aber nun auf ein punktereiches Spiel freute, dem wurde anschließend nur Magerkost geboten. Mit gutem Willen mag man behaupten, dass beide Defensivformationen den Gegner neutralisierten, realistisch gesehen fand aber keine der beiden Offensivformationen einen Rhythmus. Gut eingestellt hatten sich die Patriots auf RB Jonathan Taylor, während die Colts versuchten Mac Jones herauszufordern das Spiel zu gewinnen.

So blieb es punktelos bis zum Schlussviertel. Dabei wirkte es dann als würde New England das Spiel noch drehen könnten. Einen vielversprechenden Angriff konnten die Patriots aber nicht in die Endzone bringen. Auf 7:6 verkürzten sie und wurden auch nicht nervös als die Colts ebenfalls mit einem Field Goal den alten Abstand wieder herstellten. Nun setzte New England auf sein Laufspiel und hatte damit Erfolg – zumindest bis zur Red Zone des Gegners. Doch ein überhasteter Wurf von QB Mac Jones wurde nahe der Goal Line von S Julian Blackmon abgefangen, was Patriots Head Coach Bill Belichick zu einem Wechsel des Quarterbacks veranlassten innerhalb der letzten zwei Minuten. QB Bailey Zappe sollte nun das Team noch einmal über das Feld führen, doch auch sein Pass etwa eine halbe Minute vor dem Ende wird von S Rodney Thomas II abgefangen und die Partie war beendet.

Für Patriots Head Coach Bill Belichick eine bittere Niederlage, die wohl auch das Ende seiner Trainerlaufbahn bei den Patriots zur Folge haben könnte. Zwar glaubt niemand daran, dass Teambesitzer Robert Kraft einen Wechsel in der nun folgenden spielfreien Woche vornimmt und so die Legende des Erfolgstrainers des sechsfachen Super Bowl Champions demontiert, aber es gilt als sehr wahrscheinlich, dass nach der Saison ein einvernehmlicher Wechsel stattfindet und es einen Neuaufbau in New England gibt.

Schüler - 12.11.2023

Kaum Zeit zu werfen hatte QB Mac Jones, der immer wieder hart getroffen wurde

Kaum Zeit zu werfen hatte QB Mac Jones, der immer wieder hart getroffen wurde (© Schüler)

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