Chiefs sichern Sieg

Gute Stimmung beim Heimspiel der Chiefs in FrankfurtDie Kansas City Chiefs (7-2) haben ihr "Heimspiel in Frankfurt" gegen die Miami Dolphins (6-3) vor 50.023 Fans mit 21:14 gewonnen; dass das "Chiefs Kingdom" reisefreudig ist, zeigte sich hier deutlich: Erheblich mehr als die Hälfte der Zuschauer war im rot der Chiefs erschienen, die Dolphins-Farben machten vielleicht 20 Prozent aus.

Die Hymne wurde von Gregor Hägele, mit "Let Me Go" Teilnehmer der deutschen ESC-Vorentscheidung 2019 "Unser Lied für Israel", vorgetragen. Kleine Info für die, die mit dem Namen genauso wenig anfangen konnten wie der Autor dieser Zeilen. Er machte das durchaus solide, auch wenn er am Ende nicht mit dem Tempo des stimmgewaltigen Publikums mithalten konnte.

Die Chiefs legten sofort mit vollem Tempo vor: Ein einziger Run, fünf Pässe und nur gut zwei Minuten schienen Patrick Mahomes und Co für den vermeintlich ersten Touchdown gereicht zu haben. Allerdings wurde der nach Ansicht des Video Replays zurückgenommen. Wide Receiver Justin Watson hatte sich in der Mitte der Endzone nach dem Ball gehechtet, diesen jedoch nicht sichern können. Also Field Goal Unit wieder vom Feld und Offense zurück. Einen Snap später fing Rashee Rice auf der linken Seite den Pass diesmal zweifelsfrei und sorgte für das 7:0.

Bei den Dolphins sah das deutlich mühsamer aus und trotz viel Bewegung vor dem Snap, was ihnen auch eine Strafe einbrachte, gelang ihnen nur bedingt Raumgewinn in den ersten vier Drives.

Da aber auch die Dolphins Defense nach dem ersten Touchdown der Chiefs ihr Gegenüber gut im Griff hatte, durften die Punter Schwerstarbeit verrichten. Bis dahin nicht das Offensivspektakel, das sich viele angesichts der Ansetzung versprochen hatten.

Kurz vor dem Two Minute Warning war es dann aber doch soweit: Running Back McKinnon fing einen kurzen Pass bei 3. & 3 und trug ihn über 17 Yards bis in die Endzone zum 14:0.

Und es kam noch schlimmer für die Dolphins: Ausgerechnet Ex-Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill fumbelte an der Chiefs 38 Yard Linie; Safety Mike Edwards nahm den freien Ball auf und übergab ihn Bryan Cook. Der trug ihn 59 Yards bis in die Dolphins Endzone zum für die Gäste niederschmetternden 21:0 Pausenstand.

Konta K und Nico Santos sorgten für die musikalische Unterhaltung in der Halbzeitpause. An Laserstrahlen fehlte es nicht, über musikalischen Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Die Dolphins kamen schnell und voll motiviert aus der Pause – um dann doch genauso schnell wieder zu punten. Kurz vor Ende des dritten Viertels klappte es aber doch: Unterstützt durch einige Strafen, aber am Ende sehenswert, fand Tua Tagovailoa Wide Receiver Wilson Jr, der sich trotz enger Bewachung den Ball aus der Luft holen konnte und so auf 21:7 stellte.

Als dann auch noch Patrick Mahomes bei einem Sack von Outside Linebacker Chubb an seiner Red Zone fumbelte und sich Defensive Tackle Sieler auf den Ball hechten konnte, schien das vielzitierte Momentum zu kippen. Running Back Raheem Mostert schaffte auch prompt den Anschluss zum 21:14.

Nach einem schnellen Stopp der Chiefs, angeführt von einem starken Bradley Chubb, durfte die Dolphins Offense erneut aufs Feld. Und die marschierte mit vielen Pässen in die Hälfte Kansas Citys. Ein Sack von Defensive Tackle Wharton beendete den Drive jedoch abrupt.

Die nächste Chance ließ jedoch nicht lange auf sich warten, denn die Chiefs konnten lediglich knapp zwei Minuten vor der Uhr nehmen, bevor sie mit einem 3 & Out wieder vom Feld mussten. Running Back Raheem Mostert erlief sofort 25 Yards und brachte zum Two Minute Warning ersten Versuch an der Mittellinie.

Mit gut einer Minute auf der Uhr mussten die Dolphins da einen 4. & 10 ausspielen. Ein Do-Or-Die Spielzug, um eine Verlängerung zu erzwingen oder als Verlierer vom Feld zu gehen. Es wurde die zweite Variante: Der Snap in der Shotgun-Formation flog an Quarterback Tagovailoa vorbei und die Chiefs durften in der Victory Formation feiern. Am Ende sicher nicht zu Unrecht.

Beide Teams können entspannt in die Staaten zurückfliegen – sie haben jeweils ihre Bye Week am nächsten Wochenende. Den Chiefs dürfte das wesentlich leichter fallen.

Carsten Keller - 05.11.2023

Gute Stimmung beim Heimspiel der Chiefs in Frankfurt

Gute Stimmung beim Heimspiel der Chiefs in Frankfurt (© Carsten Keller)

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