ULAF Spieler kämpfen weiter

Trotz über 500 Tage Krieg, die Ukraine spielt weiter Flag Football. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine dauert seit nunmehr 500 Tagen an. Russland bombardiert nach wie vor ukrainische Städte. Kein Zivilist und keine Zivilistin ist sicher. Durch den russischen Raketenbeschuss und russische Drohnenangriffe erleiden unschuldige ukrainische Männer, Frauen und Kinder unsägliche Verletzungen und Traumata, und die Ukraine hat unzählige Tote zu beklagen.

Auch American-Football-Spieler der Ukraine kämpfen an den Fronten. Dieses sind ehemalige Athleten, deren Sportausbildung ihnen hilft, instinktiv an der Front das Richtige zu tun, um zu überleben, aber auch als Reserveeinheiten oder Heimatschutz-Soldaten erledigen sie ihre Pflichten gegenüber ihrem Land. Ukrainerinnen und Ukrainer haben im Angesicht enormer Grausamkeit großes Durchhaltevermögen bewiesen. Diese außerordentlichen Entbehrungen haben in den letzten Monaten auch in Footballkreisen in den USA und Europa große Beachtung gefunden. So konnte die ukrainische American Football Liga (ULAF) unter schwierigen Bedingen seit April 2023 eine Reihe von Flag Football Turnieren veranstalten, und am 15. Juli die Endrunde um die ukrainische Flag Football Meisterschaft austragen.

Ebenfalls bemerkenswert war die Teilnahme der ersten ukrainischen Frauen Flag Football Nationalmannschaft am dänischen Sportmonda Bowl IX Flag Football Turnier und die Bekanntgabe, dass sowohl die Frauen- als auch die Herren Flag Nationalmannschaft an der diesjährigen Flag EM in Irland teilnehmen werden. Ruslana Fedorovich Chebanenka wurde von der ULAF als Head Coach des Frauen Flag Team ernannt, während Maxima Leonidovich Vasilyka zum Head Coach der Herren Nationalmannschaft nominiert wurde.

Eine viel größere Bühne bot der Super Bowl im Februar einer kleinen Delegation der ULAF. NFL Network, CBS Sports, NBC und andere Sender brachten die ULAF zur Primetime und letztlich wurden sie vom ehemaligen Gouverneur des Bundesstaates George E. Petaki empfangen. Ende Mai erhielt die NFL Network Dokumentation "Who If Not Us" einen Sports Emmy Award. Dieses Filmprojekt wurde von Kyle Brandt, Trent Cooper und Ryan Smith produziert und stellt dem amerikanischen Zuschauer die Verhältnisse, in denen sich American Football Spieler seit über 500 Tagen befinden, eindrucksvoll vor. In diese Dokumentation kommt neben vielen anderen Akteuren auch der Präsident der ukrainischen American Football Liga, Iurii Gundych, zu Wort, der seine Erfahrungen seit Kriegsbeginn mitteilt: "Es fragen mich viele Leute, ob meine Erfahrung als American Football Spieler während des Krieges mir geholfen hat. Und ich sage ja, sie haben geholfen. Als erstes muss man verstehen, dass man sich auf dem Schlachtfeld selbstbewusst zeigen muss, genau wie auf dem Spielfeld. Man muss die "Schulter des Bruders" fühlen. Du musst dem, der neben dir steht, vertrauen. American Football hat mir beigebracht, niemals aufzugeben. Meine Erfahrung, über 20 Jahre Sport zu treiben und die vielen Spiele, die wir ausgetragen haben, vor allem die Niederlagen, helfen heute beim Überleben. Wir kämpfen weiter."

Schlüter - 20.07.2023

Trotz über 500 Tage Krieg, die Ukraine spielt weiter Flag Football.

Trotz über 500 Tage Krieg, die Ukraine spielt weiter Flag Football. (© ULAF)

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