Adler im Finale

Hier kämpfte Björn Dreier noch gegen Korbinian Hoffmann um jeden Zentimeter. Später musste der Berliner verletzt ausscheiden. Das erste Endspiel in der Geschichte der BIG6 European Football League wird ohne die Tirol Raiders, dafür aber mit den Berlin Adlern, ausgetragen. Die deutschen Gäste setzten sich am Samstagabend in einer vor allem von den Defensivreihen dominierten Partie mit 18:10 durch und treffen nun im Finale auf die Lions aus Braunschweig.

Im dritten Vergleich mit den Berlinern war es die zweite Niederlage für die Raiders. Schon 2010 unterlagen sie im Halbfinale der European Football League den Berlinern. Den Unterschied machten in der Partie, wie schon auch zu einem erheblichen Teil im EM-Finale, die Special Teams aus. Auch wenn der ansonsten so zuverlässige Clemens Erlsbacher einen etwas besseren Tag als vor Wochenfrist erwischt hatte, gelang ihm die eine oder andere Situation doch nicht wie gewünscht. Wobei auch angemerkt werden muss, dass die Unterstützung seiner Teamkollegen öfter sehr zu wünschen übrig ließ.

Doch auch bei Adlern war nach Spielschluss nicht nur eitel Sonnenschein, musste man Ende des dritten Quarters doch einen schweren Verlust hinnehmen, als RB Björn Dreier, der gerade erst dieses Jahr nach langer zum Teil verletzungsbedingter Pause ins Team zurückgekehrt war, nach einem Tackle erneut liegenblieb und vom Platz getragen werden musste. Bleibt nur zu hoffen, dass damit die Karriere des 33-jährigen nun nicht doch endgültig beendet ist.

Dieses Malheur passierte ausgerechnet nachdem den Berlinern kurz zuvor der vorentscheidende Score gelungen war, als die Raiders vier Yards vor ihrer eigenen Endzone punten mussten, der Snap aber vollkommen danebenging. Die Adler gingen durch den daraus folgenden Safety erstmals in diesem Spiel in Führung. Zwar war das 11:10 noch hauchdünn, aber man hatte bereits hier das Gefühl das die Tiroler nicht mehr sehr viel "auf der Pfanne" hatten. Und so war es auch, zuerst blockte der französische in den Diensten der Adler stehende D-Liner Mamadou Sy ein 37-Yard-Field-Goal-Versuch von Erlsbacher, dann gelang Talib Wise gut zwei Minuten vor Schluss der Durchbruch durch die Verteidigungsreihen der Tiroler. Durch seinen 31-Yard-Lauf und dem PAT von Phillip Andersen erhöhten die Adler die Führung auf 18:10. Ein von Sy forcierter Fumble setzte dann endgültig einen Schlussstrich unter die Tiroler Hoffnungen auf ein Comeback.

Insgesamt boten die Gastgeber eine eher ernüchternde Vorstellung, wie auch Tirol Raiders Head Coach Shuan Fatah befand: „Kurz gesagt: Wir waren heute einfach nicht gut genug. Wir haben gekämpft. Das war heute aber einfach nicht genug. Kompliment an die Adler für eine sehr gute Leistung. Wir haben einfach zu viele Chancen ausgelassen heute. Das hat sich schlussendlich gerächt.“

Besser gelaunt war natürlich Adler Head Coach Kim Kuci, der vor allem seinem Defensive Coordinator Jag Bal für die sehr gute Leistung der gesamten Abwehr dankte: „Die Raiders waren der erwartet schwere Gegner. Insbesondere die Raiders-Defense hat sich gut auf unseren Angriff eingestellt und vor allem in der ersten Hälfte kaum Raumgewinne zugelassen. Unserer perfekt eingestellten Defense ist es zu verdanken, dass wir bis ins vierte Quarter im Spiel geblieben sind und dann in den entscheidenden Situationen zunächst das Field Goal blocken und im Anschluss den siegbringenden Touchdown über Talib Wise erzielen konnten.“

Wittig - 16.06.2014

Hier kämpfte Björn Dreier noch gegen Korbinian Hoffmann um jeden Zentimeter. Später musste der Berliner verletzt ausscheiden.

Hier kämpfte Björn Dreier noch gegen Korbinian Hoffmann um jeden Zentimeter. Später musste der Berliner verletzt ausscheiden. (© Schellhorn)

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