Überraschung in Winterthur

QB Ray WagnerAuch wenn die Bern Grizzlies arg ersatzgeschwächt bei den Winterthur Warriors antreten mussten, galten die Gäste im Viorfeld als klarer Favorit. Doch das traditionelle Pink Game zugunsten der Brustkrebsprävention entwickelte sich insbesondere für die Defense der Hauptstädter zu einem veritablen Black Saturday. Letztlich kamen die noch vor wenigen Wochen nach dem Sieg gegen Calanda auf einem Höhenflug befindlichen Berner mit 14:36 in Winterthur unter die Räder. Eine Niederlage, die vor allem in dieser Deutlichkeit trotz der Ausfälle der möglichen Running Backs, Brett Haenni, Fabian Schaller und Tim Dürig, absolut nicht zu erwarten war, da auch die Gastgeber auf vielen Positionen aufgrund der anhaltenden Verletzungsserie Umstellungen vornehmen mussten. Aber die Winterthurer „Ersatzleute" lieferten eine erstklassige Leistung ab und konnten sich für einen Stammplatz empfehlen. Ein klarer Pluspunkt für die Warriors. Auf der anderen Seite kam es für die Berner noch deutlich schlimmer: Quarterback Marcel Niklaus verletzte sich vor der Pause ernsthaft und musste mit der Ambulanz abtransportiert werden. Zwischenzeitlich ist Niklaus bereits am Bein operiert wurden. Er wird somit den Grizzlies für längere Zeit nicht zur Verfügung stehen.

Bereits im ersten Viertel zeichnete sich ab, dass dieses Spiel eine andere Wendung als die bisherigen Partien nehmen würde. Die Grizzlies gelangten zuerst in Ballbesitz konnten aber keinen Raumgewinn erzielen. Nach einem Fumble, den sie selber zurückerobern konnten, gingen sie sogar das beträchtliche Risiko ein, statt eines Punts, den letzten Versuch auszuspielen, dies an der eigenen 28-Yard-Linie. Für diese eher unvernünftige Aktion wurden die Berner umgehend bestraft, denn das First Down schafften sie nicht, der Läufer blieb an den Winterthuren Grünenfelder und Moll hängen. Die Warriors benötigten bloß zwei Versuche, ehe Beat Wyss den ersten Touchdown des Spiels feiern konnte. Kurz vor Ende des ersten Viertels konnten die Grizzlies ausgleichen.

Im Gegenzug starteten die Warriors an der eigenen 30-Yard-Linie und marschierten wieder bis in die Endzone durch. Tobias Boller pflückte den Pass von Ray Wagner aus der Luft und brachte die Warriors wieder in Führung. Nach je einem erfolglosen Drive auf beiden Seiten musste Ray Wagner den Ball punten. Dieser Punt wurde perfekt ausgespielt und das Special Team der Warriors konnte den Ball an der Berner 1-Yard-Linie stoppen, so dass die Gegner von dieser brandgefährlichen Position aus starten mussten. Und es kam wie es kommen musste: die grossartig arbeitende Warriors Defense stoppte den Berner Ballträger noch in seiner Endzone - Safety, weitere zwei Punkte für die Warriors sowie Ballbesitz. Und auch diesen Drive nutzte die Warriors Offense für zusätzliche Punkte. Knapp vier Minuten vor Halbzeit erhöhte Timo Schneckenburger auf 22:7. Eine unerwartet klare Führung für die Warriors. Das Drama spitzte sich dann für die Berner drei Minuten vor der Halbzeit mit der schweren Verletzung ihres Quarterback Marcel Niklaus weiter zu.

Nach der Pause starteten wieder die Warriors mit Ballbesitz und krönten den 91-Yard-Drive mit Beat Wyss' zweitem Touchdown zum 29:7. Nach dem Berner Anschluss-Punkt zum 29:14 spürte man, dass die Winterthurer nun mit den Nerven kämpften, schliesslich waren es lediglich zwei Touchdowns Vorsprung und noch ein ganzes Viertel zu spielen. Die Berner schienen diese Verunsicherung ausnutzen zu können und kämpften sich bis an die 6-Yard-Linie der Warriors vor. In der vielleicht spielentscheidenden Szene verlor der Berner Angreifer den Ball und Kevin Moll konnte sich den Ball und damit das Angriffsrecht für die Warriors sichern. Diese nutzten die sich nun bietende Chance und Ray Wagner schickte Tobias Boller auf die weite Reise von der eigenen 12-Yard-Linie bis an die gegnerische 24-Yard-Linie. Danach war es einmal mehr Timo Schneckenburger, welcher einen Touchdown Pass zum Endstand von 36:14 fangen konnte.

Wittig - 19.05.2014

QB Ray Wagner

QB Ray Wagner (© Winterthur Warriors/Alice Malherbe)

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