Crocodiles wieder zu Hause geschlagen

Köln neuer QB Conor Miller unter DruckDie Cologne Crocodiles im zweiten Heimspiel der Saison die Dresden Monarchs im Flughafenstadion empfangen und im vierten Spiel die vierte Niederlage eingefahren. Wie schon in den Spielen zuvor konnten sie sich in der ersten Halbzeit gut verkaufen, bevor dann in Halbzeit Nummer Zwei der Einbruch kam. Bemerkenswert auch das im vierten Spiel mit Conor Miller der nunmehr dritte Spielmacher startete. Dieser war erst Montag aus Florida angereist und führte sein neues Team an. Und so sahen 1.116 Besucher im Höhenberger Sportpark einen Gastgeber, der zeigte, dass die Motivation hoch und Kampfgeist mit großer Moral vorhanden war.

Den Münzwurf gewannen die Gäste und entschieden sich für den ersten Ballbesitz. Es folgte trotz aller Verletzungssorgen, gerade in der Kölner Verteidigungslinie, ein mehr als beachtenswerter Auftritt der von Head Coach und Defensive Coordinator Patrick Köpper eingestellten Crocodiles Verteidigungsformation. Mal um Mal konnte man den bisher stets mit an die 50 Punkte pro Partie erzielenden Angriff der Sachsen unter Druck setzen, so dass diese sich nicht entfalten konnten. Weder mit Lauf noch mit Passspiel war wesentlicher Raumgewinn zu erzielen. Jedoch auch die eigene Offense wurde von den Dresdnern stets wieder schnell vom Feld geschickt. Abstimmungsprobleme von Miller und seinen Vorderleuten, wie Gröne und Akhlaghi, waren zu dieser Zeit noch ausbaufähig. Die verletzungsbedingt teils sehr löchrige Offensive Line bekam so nicht die Zeit Raum für ihren Spielmacher erkämpfen zu können. Teilweise war der Gegner nach dem Snap gleichzeitig mit dem Ball beim Quarterback. Highlight aus Kölner Sicht: kurz vor Ende des ersten Spielviertels eine Interception an der eigenen 22 Yard Linie, als Kölns Defensive Back Florian Hölsken einen Pass von Dresdens Spielmacher Zackerey Geenlee mustergültig abfing. Beim Stand von 0:0 wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Danach zunächst das gleiche Bild, die Verteidigungen schienen ihr Ding zu spielen und die Angriffsreihen kamen nicht zu ihren Momenten. Allerdings war auffällig, dass im Gegensatz zum ersten Abschnitt inzwischen Kölns Running Back Colby Goodwyn vermehrt zum Einsatz kam und auch wieder beachtliche Läufe zeigen konnte. Ein weiteres Highlight der Kölner Verteidigung folgte durch Kölns Defensive Back Mark Scherenberg. Erneut stark unter Druck, verloren die Dresdner den Ball und Scherenberg sicherte diesen Fumble an der Kölner Zwei-Yard- Linie für seine Farben. So verlief auch der zweite Abschnitt weiterhin punktelos bis die Dresdner in der Folge nochmals bis an die Kölner Endzone herankamen, es jedoch nicht vermochten, diese zu überschreiten. Bei 1:52 Minuten vor Ende der Halbzeit markierte dann Monarchs Kicker Florian Finke aus 38 Yards mit seinem Field Goal die ersten Punkte der Partie zur denkbar knappen 3:0-Führung der Gäste. Dieses war denn auch der Halbzeitstand.

Nach der Pause änderte sich zunächst wenig, doch kam jetzt eine kurze Sturmphase der Gäste bei leichter einschleichender Konditionsmängel bei der aufopferungsvollen und äußerst effektiven Verteidigung. Zunächst markierte Dresdens Glen Mbeleg-Toonga mit seinem Lauf über drei Yards den ersten Touchdown des Tages. Nach erfolgreichem Kick bauten die Gäste die Führung somit auf 10:1 aus. Nachdem Köln weiter nicht zu Punkten kam, war erneut der Dresdner Angriff am Zuge. Abschließend kamen die Sachsen durch Ihren Receiver Sow Cheikhou nach erfolgreichem Pass von Geenlee zur 17:0-Führung. Da auch im letzten Schlussabschnitt wie zu Beginn des Spiels sich beide Teams wieder egalisierten, war dies letztlich auch der recht knappe Endstand.

Head Coach Patrick Köpper sagte nach der Partie, er sei froh keine weiteren Verletzten beklagen zu müssen. Aufgrund der momentanen Verletztenmisere mit sehr namhaften Ausfällen, besonders in den Lines, haben sie sich mehr als beachtlich geschlagen. Die Verteidigung habe hier wirklich alles gegeben und letztlich wieder in einer Specialteam Situation schlecht ausgesehen. Hieran gelte es, weiter zu arbeiten. Auch in der Offense besteht noch Ausbaufähigkeit. Dies sieht Köpper aber weniger dramatisch, da Offensive Coordinator David Odenthal und seine Crew bisher immer gezeigt haben, die richtigen Mittel für die jeweilige Spielsituation zu finden. Auch mit Conor Miller werde man noch viel Freude haben, versprach der Cheftrainer.

Tillmann - 27.05.2019

Köln neuer QB Conor Miller unter Druck

Köln neuer QB Conor Miller unter Druck (© Tillmann)

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