Kirchdorf will in Marburg trumpfen

Christoph Riener hofft in Marburg auf seine Defense.Am kommenden Wochenende steht für die Kirchdorf Wildcats ihre weiteste Auswärtsfahrt der Saison an. Die 550 Kilometer nach Marburg mit über sechs Stunden Fahrtzeit machen eine Übernachtung notwendig, um optimal auf das Spiel vorbereitet sein zu können. Somit reisen die Wildcats bereits am Samstag an, ehe am 26. Mai um 16 Uhr Kickoff im Georg-Gaßmann-Stadion gegen die Mercenaries sein wird.

Optimale Vorbereitung ist aber auch deswegen vonnötten, weil diese Partie so früh in der Saison für beide Teams eine richtungweisende Bedeutung hat. Denn die Gastgeber haben ihre ersten drei Spiele verloren und stehen so erst einmal auf dem letzten Tabellenplatz. Allerdings waren ihre letzten beiden Niederlagen gegen Stuttgart und Frankfurt denkbar knapp, und auch vom Potenzial her gehört das Team wohl nicht ganz ans Tabellenende, auch wenn der Saisonauftakt gegen Meister Schwäbisch Hall klar verloren ging.

Umso wichtiger wird die Aufgabe für die Kirchdorfer. Denn einer muss nun mal am Ende Letzter der Tabelle sein und in die Relegation gegen den Zweitligameister. Selbst hat man mit dem Punktgewinn in München zu Beginn zwar immerhin einen Teilerfolg bereits vorzuweisen, doch seither hingen die Trauben deutlich zu hoch. Die Hessen werden in der kommenden Partie nun sicher ihren Heimvorteil nutzen wollen und Kirchdorf mit ihrer Offense vor eine schwere Aufgabe stellen. Quarterback Jakeb Sullivan warf gegen Frankfurt Pässe für rund 300 Yards und sorgte für drei Passing Touchdowns.

Die TSV-Footballer aus Kirchdorf müssen da also ziemlich auf der Hut sein, zumal die Leistung der letzten beiden Spiele in Offense wie Defense nicht perfekt war. Ein Fragezeichen steht bei den Kirchdörfern zudem immer noch hinter dem Einsatz von Ian Kolste, der an der Wade verletzt ist. Erst kurzfristig will man entscheiden, ob er auflaufen wird. Allerdings ist ohnehin die Defense wieder mehr gefragt, den Spielfluss der Söldner zu stören. Aus Sicht der Wildcats gibt es in diesem Spiel keinen Favoriten - aber der Druck, der auf ihnen lastet, ist natürlich groß. Die Wildcats haben in Marburg noch nie gewinnen können, wollen es diesmal aber schaffen.

Auerbach - 23.05.2019

Christoph Riener hofft in Marburg auf seine Defense.

Christoph Riener hofft in Marburg auf seine Defense. (© Frank BAUMERT)

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