Amboss enttäuschend gegen Mammuts

Julian Heiden (CB, Amboss) will Johnny King (WR, Mammuts) stoppenUnkonzentriertheiten und Verletzungspech, das sind die Gründe, mit denen sich der AFC Remscheid Amboss am zweiten Spieltag der Oberliga NRW die zweite Niederlage eingehandelt hat. Gegen die Münster Mammuts gab es vor etwa 350 Zuschauern im Röntgen-Stadion von Lennep ein 0:26. Es war die erste Niederlage im neunten Duell mit dem Verein aus der Studentenstadt überhaupt. Damit ist die Mannschaft von Head Coach Wojciech Andrzejczak auf dem letzten Platz der Tabelle angekommen. "Ich bin wirklich angefressen”, sagte Andrzejczak nach dem Spiel. "Wir haben gut trainiert und waren gut vorbereitet. Im Vergleich zum ersten Saisonspiel in Düsseldorf war dies aber ein Rückschritt. Wir haben zu viele Fehler gemacht. Das ist schwer für mich zu akzeptieren”, sagte Coach Voyt weiter.

Dabei sah es zu Beginn der Partie gar nicht schlecht aus. Die Defense nahm den Gegner mit einem "Three and out” sofort vom Feld und auch der Offense gelangen zu Spielbeginn einige gute Spielzüge. Das Passspiel von Quarterback Tom Schröder auf die Wide Receiver Christoph Henkel und Michael Schönen zeigte sich zwar verbessert, kam aber letztendlich nicht weit genug über das Feld. "Die Defense der Mammuts hat uns ziemlich deutlich gezeigt, woran wir noch arbeiten müssen”, sagte Quarterback zum Schröder, der damit auf den gesamten Spielverlauf verwies, in denen die Amboss-Offense sich nur selten gegen die gegnerische Verteidigung durchsetzen konnte.

Zudem schlichen sich die ersten Fehler und Konzentrationsschwächen ein. Durch mehrere Regelverstöße brachte sich die Offense von Schröder selbst in Bedrängnis. Ein Punt von Erik Hensch kurz vor der eigenen Endzone wurde geblockt und so ging Münster durch ein Safety von Verteidiger Nico Peters mit 2:0 in Führung. Schlimmer noch, das Angriffsrecht blieb bei den Münsteranern, die sofort einen Touchdown von Wide Receiver Achim Bahr nachlegten. Kicker Jonas Spitzer verwandelte den fälligen PAT und erhöhte kurz vor der Pause durch ein Field Goal auf 12:0.

Der Amboss hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einige Ausfälle zu verzeichnen. Bei Safety Niko Leidel brach die Verletzung aus dem Bulldozer-Spiel wieder auf und Offensive Lineman Marc Bohmfalk zog sich eine Handverletzung zu. Am schlimmsten erwischte es aber Pass Rusher Sven Engelmann, der mit einer Knieverletzung sofort ins Krankenhaus eingeliefert wurde. In der Halbzeitpause hatte sich der Amboss viel vorgenommen. Das zeigte sich gerade durch einige gelungene Laufspielzüge über die Running Backs Thomas Rockel und Cedric Picard. Doch erneut schwächte sich der Amboss durch misslungene Snaps und weitere Strafen selbst. Immerhin hielt die Defense weiterhin gut dagegen und den Amboss bis ins Schlussviertel hinein im Spiel. "Ich bin froh, dass unsere Defense so einen guten Job gemacht hat”, sagte auch Schröder. Denn dadurch, dass die Offense sich so schwer tat, musste die Verteidigung häufig in schlechter Feldposition aufs Gridiron – und hielt trotzdem zumeist. Eben bis kurz vor dem Ende. Wie bereits in Düsseldorf, verlor auch die Defense im Angesicht der drohenden Niederlage ihre Kompaktheit,

Defensive Lineman Burak Alkac wurde zudem wegen unsportlichen Verhaltens des Feldes verwiesen. Die Touchdowns von Running Back Sergej Udarcev und US-Allrounder Johnny King sowie die gelungenen Extrapunkte von Spitzer sorgten für den 0:26-Endstand aus Sicht der Gasteber. "Ich kann mich nur bei den Fans, Partnern und Sponsoren entschuldigen”, sagte Andrzejczak: "So darf man sich zu Hause nicht präsentieren. Ich werde wahrscheinlich die ganze Nacht wach sein, um das Gametape zu sichten und unsere Fehler zu analysieren.” Schröder sagte: "Wir können jetzt nur aus unseren Fehlern lernen, um diese bis zum nächsten Spiel abzustellen.” Dann ist der Amboss im Gastspiel bei den Dortmund Giants gefragt, die von ihren bisherigen zwei Saisonspielen eins gewonnen haben. Das Spiel gegen Münster hatte mit 50 Minuten Verspätung angefangen, da die Gäste den falschen Trikotsatz mitgenommen hatten und ein Gewitter aufgezogen war. Eilig vom Amboss organisierte Ausweichtrikots sorgten dann dafür, dass das Spiel überhaupt angepfiffen werden konnte. In der Wartezeit wurden die Zuschauer von einigen Einlagen der Remscheid Amboss Cheerleader unterhalten, die den Amboss erstmals während einer Partie unterstützten und für eine spektakuläre Halbzeitshow sorgten.

Tillmann - 21.05.2019

Julian Heiden (CB, Amboss) will Johnny King (WR, Mammuts) stoppen

Julian Heiden (CB, Amboss) will Johnny King (WR, Mammuts) stoppen (© Amboss / CEPD Sports)

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