Das Rennen um die UDFA

Kurt Warner schaffte es vom ungedrafteten Spieler zum MVPEs dauerte wie immer nicht lange, bevor nach Ende des Drafts das Rennen um die Spieler begann, die nicht den Sprung unter die 254 Draftpicks (in sieben Runden) geschafft hatten. Die Arizona Cardinals hatten mit dem letzten Pick, üblicherweise als "Mr Irrelevant" bezeichnet, Tight End Caleb Wilson von UCLA geholt.

Diese Ehre hätte er sich vielleicht auch gerne erspart: Klappt ein Draft in den ersten fünf bis sechs Runden nicht, hoffen die Spieleragenten gerne, dass kein Zug mehr erfolgt. Passt das System der Cardinals zum Beispiel nicht zu Caleb Wilson – oder sind dort bereits eine ganze Reihe Tight Ends im Kader – so fliegt man schnell aus dem Roster und andere Teams sind dann vielleicht bereits versorgt.

Als sogenannter UDFA (Undrafted Free Agent) können die Spieler (und vor allem ihre Berater), sollten sie begehrt sein, üblicherweise zwischen mehreren interessierten Teams wählen und das für den Spieler am besten passende Angebot annehmen; dabei spielen die Finanzen oft eine kleinere Rolle als der Bedarf der Franchise und das passende Scheme.

Auf diese Weise kamen zum Beispiel die Hall of Famer Kurt Warner und Warren Moon, aber auch ein Tony Romo oder James Harrison in die Liga (aktuell gibt es mit Michael Bennett, Adam Vinatieri und Broncos top Running Back Phillip Lindsay etliche weitere prominente Beispiele).

Ben Volin vom Boston Globe erklärte kürzlich, dass dieses Rennen um die besten übrigen Spieler die "schnellsten fünf Minuten im Football" wären. Begehrte Free Agents bekämen locker 10-15 Angebote interessierter Teams (sorry Caleb Wilson!).

Insgesamt darf jede Franchise knapp 100.000 Dollar (ganz genau 98.340) als Signing Bonus ausschütten. Mit Ende des Drafts (von Caleb Wilson) ist die "Jagdsaison" eröffnet; manche Teams nehmen möglichst viele UDFA unter Vertrag, in der Hoffnung durch die breite Streuung einen Treffer zu landen, andere fast gar keine, dafür aber gezielt ausgewählte. Üblicherweise beträgt der Signing Bonus zwischen 5.000 und 25.000 Dollar, im Einzelfall aber auch einmal an die 50.000.

Dann ist es jedoch immer noch ein weiter Weg ins aktive Roster von 53 Spielern, das nach Woche 4 der Preseason festgesetzt werden muss. Häufiger führt diese ehemaligen Undrafted Free Agents der Weg jedoch in die Practice Squad, die in der kommenden Saison wieder 10 Spieler pro Franchise umfassen wird. Dort wird mittlerweile ein Wochenlohn von 8.000 Dollar gezahlt.

Am wenigsten Undrafted Free Agents haben bisher die Browns, Broncos, Colts, Giants und Eagles geholt – nämlich keinen (Stand Montagabend). Die Jacksonville Jaguars und Houston Texans führen die Liste mit 21 beziehungsweise 20 Spielern im Moment an (eine aktuelle Übersicht lässt sich bei der NFL unter "UDFA Tracker" finden).

Die Hoffnung für die nicht gedrafteten Spieler, den Sprung in die NFL zu schaffen, ist also noch keinesfalls beendet.

Carsten Keller - 29.04.2019

Kurt Warner schaffte es vom ungedrafteten Spieler zum MVP

Kurt Warner schaffte es vom ungedrafteten Spieler zum MVP (© Bistritschan)

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