Oh Johnny

Johnny Manziel hat immer noch die Schnelligkeit, seinen Gegnern davonzusprintenJohnny Manziel, wohl mit der bekannteste Spieler der Alliance of American Football, musste bei der Niederlage seiner Memphis Express gegen den Tabellenführer Orlando Apollos mit einer Gehirnerschütterung verletzt vom Feld genommen werden. Und in bester Johnny-Manziel-Manier entstand auch diese Aktion nicht ohne Drama.

Quarterback Manziel steht erst seit zwei Wochen bei der AAF unter Vertrag: Zuvor hatte er im Kader der Montreal Alouettes in der kanadischen CFL gestanden; dort war er auf Druck der Ligaleitung Ende Februar entlassen worden, nachdem er vertragliche Voraussetzungen für seinen Einsatz in Kanada nicht eingehalten hatte.

Überraschend kam das nicht: Vor allem bei den Cleveland Browns, die ihn 2014 an Position 22 gedraftet hatten, überschatteten Vorfälle abseits des Platzes die sportlichen Leistungen bei weitem. Nach zwei Jahren mit viel Drama entließen ihn die Browns im März 2016.

Nachdem es auch in Kanada nicht wirklich geklappt hatte, griffen die Memphis Express zu. Die standen zu diesem Zeitpunkt mit einer Bilanz von 1-5 am Tabellenende, was angesichts des (zwischenzeitlich verletzten) Ex-Titans Zach Mettenberger und ex-Jet Christian Hackenberg auch nicht weiter verwunderte.

Bei seinem ersten Einsatz gegen die Birmingham Iron in der Vorwoche spielte er das zweite und dritte Viertel (3 von 5 Passversuchen für 48 Yards angebracht, 20 Rush Yards) – und viel wichtiger: Der Außenseiter konnte die Partie mit 31-25 gewinnen.

Eine ganze Reihe Experten hatte daher einen Start von Manziel gegen die starken Orlando Apollos erwartet. Er spielte dann auch gleich im ersten Viertel, jedoch nicht allzu lang: Kaum am Feld, führte er sein Team mit Pässen (zwei von drei angebracht) und Läufen (dreimal für 18 Yards) an die gegnerische Endzone.

Dann nahm jedoch das Unheil seinen Lauf: Zunächst brachte er einen vermeintlichen Touchdown-Pass an, der jedoch aufgrund einer offensiven Pass Interference Strafe zurückgenommen wurde.

Im direkt folgenden Spielzug griff sich Orlandos Passverteidiger Will Hill III den Pass von Manziel in der Endzone und rannte in die Gegenrichtung. Manziel versuchte, Hill III tief zu tackeln, und stieß mit seinem Helm gegen das Knie des Gegners. Eine Gehirnerschütterung und das vorzeitige Spielende für Johnny Football waren die unschöne Folge. Und am Ende verlor man auch noch die Partie, nachdem es lange gut ausgesehen hatte.

Es ist bei weitem nicht seine erste Gehirnerschütterung: Im Vorjahr war er im kanadischen "Concussion Protocol", bei den Browns fehlte er 2015 ebenfalls ein Spiel (und nutzte die Zwangspause zu einem Las Vegas Trip mit Perücke und falschem Bart). Und das sind lediglich die bekannten Fälle.

Trotzdem gilt nach wie vor: Langweilig wird es mit Johnny Manziel nicht und man kann davon ausgehen, dass er nach seiner Genesung wieder für die ein oder andere Story gut sein dürfte. Dann auch gerne mal eine zu 100 Prozent positive.



Carsten Keller - 01.04.2019

Johnny Manziel hat immer noch die Schnelligkeit, seinen Gegnern davonzusprinten

Johnny Manziel hat immer noch die Schnelligkeit, seinen Gegnern davonzusprinten (© Getty Images)

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