1869 - 2019: 150 Jahre American Football

2019 wird das Jahr der Sportart American Football. Vor allen Footballfans dieser Welt steht nun die 150. Saison und damit eine Jubiläumssaison an, die von den tragenden Institutionen im Laufe des Jahres durch entsprechende Veranstaltungen und Aktionen entsprechend gewürdigt wird.

Die Saison 2019 wird die nun 150. Spielzeit, erscheint manchen Zeitgenossen also als eine mittlerweile ältere Sportart. Dabei gilt American Football tatsächlich als eine relativ junge Erfindung. Ringen, Laufen, Speerwerfen, Hockey und Polo wurden bereits in der Antike gespielt, Fußball, Handball, Rugby und American Football entwickelten sich erst, trotz diverser Inititiaven in vorchristlicher Zeit und in der Rennaissance, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als englische Privat- und Hochschulen erste Regelwerke kreierten und die Welle der neuen "organisierten Sportarten" auch an die Ostküste der USA schwappte. Aus dieser Ursuppe entstanden dann die besagten Mannschaftssportarten und das Datum 6. November 1869 gilt heute allgemein als der offizielle Geburtstag von American Football.

Es ist der Tag gewesen, an dem sich zwei Mannschaften der Universitäten von Rutgers und Princeton auf dem College Field an der heutigen College Avenue 130 in New Brunswick, New Jersey, versammelten, um das erste College Football Spiel auszutragen. Leider wurde diese historische Stätte bereits 1892 mit der ersten Sporthalle der Universität bebaut, die wiederum 1930 abbrannte. Ein Neubau wurde 1931 eingeweiht und wird heute von den Studenten als "The Barn" bezeichnet. Genutzt wird es heute noch von den Volleyball und Wrestling Teams.

Das erste College Football Spiel wurde mit jeweils 25 Studenten gespielt. Die Regeln bestanden noch aus einem Mix aus traditionellen Rugby und neuen Footballregeln. Der Kapitän von Rutgers, William J. Leggett hatte diese mit dem Rugbyregelwerk vermischt und schlug das neue Regelwerk dem Kapitän von Princeton, William Gunmere, vor, der auch dem Vorschlag zustimmte. Um drei Uhr Nachmittags begann das Spiel und 100 Zuschauer hatten sich am Rande des Feldes versammelt, um sich das Spektakel anzusehen. 50 Rutgers Studenten hatten sich scharlachrote Shals als Turbane auf ihren Köpfen drapiert und saßen auf einem Holzzaun, um sich von den Gastzuschauern zu unterscheiden. Die Anzahl 25 Spieler verwundert zunächst, aber der Hintergrund ist ebenfalls überliefert. Eine Mannschaft bestand aus 12 Angreifern und elf Verteidigern. Je zwei zusätzliche Teammitglieder stellten sich als "Schläfer" vor das gegnerische Tor. Jedes "Tor" zählte als eine Punktewertung und das Gesamtspiel war auf zehn Wertungen reduziert. Nach jedem Score wurde ein Seitenwechsel vorgenommen. Der Ball konnte durch einen Kick, oder mit den Händen vorwärts bewegt werden. Warum eigentlich Rutgers und Princeton gegen einander spielten, hat der Rutgers Spieler John W. Herbert im Jahr 1933 der Nachwelt mitgeteilt: "Beide Hochschulen waren nur 20 Meilen von einander entfernt und es bestand eine sehr alte Rivalität. Eine alte Kanone wurde zum Objekt der Begierde und immer wieder von der einen, oder der anderen Studentengruppe "ausgeliehen", um sie in den Besitz der eigenen Universität zu bringen. Die Kanone wurde irgendwann im Morast versenkt und als Princeton die Rutgers Universität im Baseball auch noch 40:2 schlug, musste ein neuer Wettbewerb entwickelt werden. Herbert teilte auch Details über das Spiel mit: "Die Rutgers Spieler waren im Durchschnitt kleiner, aber dafür schneller und wendiger. Princeton kämpfte tapfer, aber in den ersten fünf Minuten hatten wir das erste Tor erzielt. Auch entwickelten wir ohne vorherige Planung den "fliegenden Keil" als neue Angriffsformation und waren besser organisiert. Das Spiel endete schließlich 6:4. Princeton profitierte dabei auch von einem Missgeschick. Ein Kick eines unbekannten Rutgers Spieler wurde geblockt und landete zwischen den eigenen Torstangen. Princeton nutzte die Verwirrung und errang auch das 4:4 Unentschieden. In dieser Phase instruierte der Kapitän Leggett sein Spieler an, den Ball dann aufzunehmen, bevor er den Boden berühren würde. Damit würde man das Spielgerät sicherer fangen und weniger auf Risiko spielen. Rutgers kickte schließlich das neunte und zehnte Tor der Partie. Der Rest ist Geschichte und in mehreren Schüben entwickelte sich American Football, zu dem, was es heute geworden ist.

In den USA hat sich mittlerweile die Non-Profit-Organisation "College Football 150TH Anniversary" in Irving, Texas gebildet, dessen Vorstand aus namhaften Vertretern der heutigen relevanten Football Organisationen besteht, wie zum Beispiel Todd Berry, der Executive Director der American Football Coaches Association (AFCA), oder Bill Hancock, der Executive Director von College Football Playoff. Fehlen dürfen natürlich auch nicht Steve Hatchell, der Präsident und CEO der National Football Foundation und College Hall of Fame und Wright Waters, der Executive Director der Football Bowl Association. Wir werden als Huddle Verlag und football-aktuell.de natürlich im Laufe des Jahres über die kommenden Veranstaltungen im Jubiläumsjahr berichten.

Schlüter - 12.01.2019

(© Rutgers University)

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