Saints sind die Nr. 1 in der NFC

Michael ThomasMit einem knappen 31:28-Erfolg über die Pittsburgh Steelers sicherten sich die New Orleans Saints der ersten Platz in der NFC, ein spielfreies Wochenende in den Playoffs und das überaus wichtige Heimrecht für alle Partien in diesen. Dabei nutzten die Saints zahlreiche Fehler der Steelers im letzten Spielabschnitt für ihren Erfolg.

Mit zwei Touchdowns im dritten Viertel hatten die Steelers das Spiel scheinbar erfolgreich gedreht und beim Stand von 28:24 aus Sicht der Steelers einen Punt der Saints erzwungen. Mit Ballbesitz im vierten Viertel und dem so gerne zitierten Momentum auf ihrer Seite.

Doch dieses geriet ins Wanken, als RB Steven Ridley den Ball an der 35-Yard-Linie der Saints verlor. Die Saints konnten daraus jedoch (noch) kein Kapital schlagen. Der Schuss von Kicker Will Lutz wurde von LB L.J. Fort geblockt.

Zwei Minuten später waren die Saints aber schon wieder in Ballbesitz. Steelers-Head-Coach Mike Tomlin hatte sich für ein extrem hohes Risiko entschieden. Er entschied, die Saints bei einem vierten Versuch aus der eigenen Hälfte und noch neun ausstehenden Yards mit einem Fake Punt zu überraschen. Das misslang gründlich. RB Roosevelt Nix wurde fünf Yards vor dem First Down gestoppt.

"Ich wollte die Situation auf aggressive Art für uns bereinigen", erklärte sich Tomlin später, und ergänzte: "Ich mag diesen Spielzug. Ich wollte unbedingt in Ballbesitz bleiben und damit das Spiel für uns entscheiden." Dumm nur, dass die Saints dadurch an der 46-Yard-Linie der Steelers in Ballbesitz kamen.

Dass es vielleicht schlauer gewesen wäre zu punten und der eigenen Defense zu vertrauen, zeigte die folgende Angriffsserie der Saints. Für diese Distanz benötigten die Saints ganze 10 Spielzüge und einen Penalty, um den Ball in der Endzone unterzubringen. WR Michael Thomas schließlich brachte die Saints auf Vorlage von QB Drew Brees über zwei Yards schließlich wieder in Führung.

Der anschließende Konter der Steelers endete erneut mit einem Fumble, diesmal durch WR JuJu Smith-Schuster. Beim Versuch nach dem Fang noch ein paar zusätzliche Yards zu erkämpfen verlor Smith-Schuster den Ball bei einer Körperdrehung im hohen Bogen und LB Demario Davis sicherte den Ball 32 Sekunden vor dem Spielende für die Saints.

Während die Saints sich mit diesem Erfolg auf die Playoffs vorbereiten und am kommenden Woche einige Spieler schonen können, benötigen die Steelers nun fremde Hilfe, um die Playoffs noch zu erreichen. Dazu bedarf es, neben einem Sieg über die Bengals am kommenden Wochenende, auch einer Niederlage der Ravens gegen die Browns. Das die Ravens dies vor heimischen Publikum zulassen werden, erscheint mehr als fraglich.

Steelers-QB Ben Roethlisberger bleibt dagegen optimistisch: "Es ist noch nicht vorbei. Das habe ich auch gerade in der Kabine gesagt. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Natürlich haben wir es jetzt nicht mehr selbst in der Hand. Aber schauen wir mal was nächste Woche passiert."

"Diese Niederlage ist hart zu verdauen. Wir hatten zahlreiche Chancen aber auch zahlreiche Fehler gemacht. Natürlich wiegen die beiden Fumbles im letzten Viertel besonders schwer. Auch der Fake Punt gehört dazu. Dies habe ich so entschieden und deshalb trage ich auch die Verantwortung dafür. Am Ende hat es dann einfach nicht gereicht."

"Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Es ging ständig hin und her, aber das hatten wir erwartet. Im letzten Viertel wechselte das Momentum mehrfach zwischen uns und den Steelers hin und her. Am Ende war es aber bei uns und wir haben den Sieg fest gemacht", war Sean Payton zufrieden.

Korber - 24.12.2018

Michael Thomas

Michael Thomas (© Getty Images)

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