Shootout im Spitzenspiel

Alvin Kamara stach Todd Gurley diesmal aus.Eine dominante Leistung von Quarterback Drew Brees verhalf den New Orleans Saints zum 45:35-Sieg im NFC-Spitzenspiel gegen die Los Angeles Rams. Auch Alvin Kamara und Michael Thomas stachen im Angriff des Siegers heraus, der damit das Duell gegen die Offensive der Rams um Running Back Todd Gurley klar für sich entscheid. Brees warf bei 36 Passversuchen 25 gültige Pässe (69,4 Prozent) für 346 Yards und vier Touchdowns ohne Fehlwurf - was ein Passer Rating von 137,0 ausmachte. Bei vier Passfängen hatte Kamara 34 Yards Raumgewinn und einen Touchdown, zwei Touchdowns und 82 Yards holte er aus 19 Läufen. Thomas wiederum hatte zwölf Passfänge für 211 Yards Raumgewinn und einen Touchdown, für den er allein 72 Yards zurücklegte.

Für die Saints könnte der Sieg noch besonders wertvoll werden, falls am Ende in den Playoffs ein abermaliges Spiel gegen die Rams - womöglich im NFC-Finale - anstehen könnte. Derzeit hat man zwar einen Sieg weniger als die Rams und liegt so innerhalb der Gesamttabelle der NFC weiter hinter ihnen. Dies aber nur, weil man auch die Bye Week bereits hinter sich hat und demzufolge auch einmal weniger gespielt hat. Vorerst also hat man sein Schicksal nun komplett in der eigenen Hand: Ohne eine Niederlage der Saints irgendwo anders können die Rams nicht mehr das Heimrecht für alle Playoff-Spiele holen.

Bis zur Endrunde ist es natürlich noch ein weiter Weg. Aber was New Orleans gegen die bisher ungeschlagenen Rams auf den Rasen zauberte, war schon beeindruckend und auch ein Signal an die Konkurrenz. Vor allem die Effektivität überzeugt: Fünf Mal Red Zone - fünf Mal Punkterfolge. Die Rams gingen bei fünf solchen tiefen Vorstößen in die Hälfte der Saints zwei Mal leer aus. Dies spricht dann auch für die Defense der Saints - und im Angriff eben neben Rekord-Quarterback auch für Running Back Alvin Kamara. Denn auf den letzten Metern vor der Endzone hätte man sich vielleicht bei den Rams dann wichtige Impulse von Todd Gurley erwarten sollen.

Die lieferte dafür auf der anderen Seite Kamara. Die Vorentscheidung fiel, als New Orleans mit dem Touchdown-Pass auf Ben Watson und dem Touchdown-Lauf von .Kamara im zweiten Viertel binnen 40 Sekunden auf 35:14 davonzog. Vor Watsons Touchdown-Pass über 13 Yards über die rechte Seite hatten die Rams vergeblich ein langes Field Goal versucht. Danach brachten sie den Gegner mit einer Interception gleich wieder in Ballbesitz. 33 Sekunden und sechs Spielzüge brauchten die Saints dann für die 34 Yards in die Endzone.

Allerdings: Die Rams kamen noch vor der Pause dann doch zu einem Field Goal und in der zweiten Hälfte wieder besser ins Spiel. Mit drei jeweils langen Angriffsserien holte man die 17 Punkte Rückstand auf und kam auf 35:35 heran. Die Saints-Defense schien geistig noch in der Kabine, und der eigene Angriff verlor in den beiden Angriffsserien dazwischen auch seine Dominanz. Allerdings nur vorübergehend: Dreieinhalb Minuten vor Schluss ging New Orleans per Field Goal wieder in Führung, erlaubte der Rams-Offense anschließend nur drei Yards in drei Plays, um dann selbst im dritten Spielzug des nächsten Drives durch das Big Play von Michael Thomas über 72 Yards den 45:35-Endstand zu markieren.

Auerbach - 06.11.2018

Alvin Kamara stach Todd Gurley diesmal aus.

Alvin Kamara stach Todd Gurley diesmal aus. (© Getty Images)

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