Das erwartete Spektakel

Alvin Kamara kam auf gleich drei Touchdowns gegen die zuvor unbesiegten RamsMit wenigen Ausnahmen ein wirklich guter Football-Sonntag (bitte nicht auf die Ansetzungen nächste Woche schauen...), der hielt, was man sich zuvor von ihm versprochen hatte. Vor allem in zwei späten Spielen standen die Partien bis in die Schlussminuten (und –sekunden) auf Messers Schneide.


Die Spiele der Woche:

New Orleans Saints (7-1) – Los Angeles Rams (8-1) 45:35


Die New Orleans Saints und Los Angeles Rams lieferten sich den erwartet offenen Schlagabtausch – sehr zur Freude der unparteiischen Freunde des Offensivfootballs. Anfangs wechselten sich die Touchdowns auf beiden Seiten ab, bevor den Rams gleich ein paar Fehler unterliefen: Ein Fake Field Goal klappte nicht, Jared Goff wurde intercepted und ein Field Goal von Greg "The Leg" Zuerlein vergeben. Zur Halbzeit führten die Saints deutlich mit 35:17, aber dann kamen die Rams wieder besser ins Spiel.

Zehn Punkte in Folge und die Defense der Rams hielt die Saints punktlos im dritten Viertel. Als dann WR Cooper Kupp zehn Minuten vor Schluss in die Endzone sprintete und TE Gerald Everett einen kurzen Pass für eine erfolgreiche Two-Point-Conversion zum Ausgleich hechtete, war kurzzeitig wieder alles offen. Jedoch nicht allzu lange, denn die Saints stellten durch ein Field Goal von Lutz und einen Touchdown von WR Michael Thomas, der auf überragende 211 Receiving Yards kam, wieder einen Zehnpunktevorsprung her – gleichzeitig der Endstand im erwartet punktereichen Spiel der zwei wohl besten NFC-Teams aktuell. Damit haben die Saints erst einmal den Schlüssel zum Heimrecht in den Playoffs.


New England Patriots (7-2) – Green Bay Packers (3-4-1) 31:17

Das erst zweite Duell Brady – Rodgers, zweier künftiger Hall of Famer, hatte zurecht den prestigeträchtigen Sunday Night Spot bekommen.

Die Patriots legten los wie die Feuerwehr und James White erzielte nach zehn Plays in drei Minuten den Eröffnungstouchdown. Aaron Rodgers fand fünf Minuten vor der Pause dann WR Davante Adams aus 2 Yards zum Ausgleich.

Das Spiel kippte mit einem Fumble von Packers RB Aaron Jones im letzten Viertel zu den Patriots, nachdem es immer wieder unentschieden gestanden hatte. Ein Trickplay mit einem Pass von Julian Edelman sowie Touchdowns von James White und Josh Gordon entschieden die Partie am Ende deutlich zugunsten von Bradys Patriots. Für die Packers wird es angesichts nur drei Siegen aus den ersten acht Matches langsam eng im Playoffrennen.


Der Überblick

Im bei weitem nicht mehr so harten "AFC North Battle" (verglichen mit vor ca. 5 Jahren) gewannen die Pittsburgh Steelers (5-2-1) dank einer dominanten Leistung bei den Baltimore Ravens (4-5) mit 23:16. Der einzige Touchdown der Ravens machte das Spiel am Ende noch einmal spannend, aber eine erneut dominante Leistung von Running Back James Conner (163 Yards combined, 1 TD) war zuviel für Baltimore, die jetzt vier ihrer letzten fünf Spiele verloren haben.

Die Carolina Panthers (6-2) führten zwischenzeitlich bereits mit 35:7 und alles sah nach einem Debakel für die Tampa Bay Buccaneers (3-5) aus. Dann versprühte Buccs Quarterback Ryan Fitzpatrick wieder seine Fitzmagic mit drei Touchdown-Pässen in Folge, aber am Ende machten die Panthers durch einen Touchdown-Pass von Cam Newton auf WR Curtis Samuel zum 42:28 den Deckel auf das Spiel.

Die Houston Texans (5-3) entführten einen 19:17 Zittersieg bei den Denver Broncos (3-5). Die Broncos hatten zwar Deshaun Watson viermal gesackt und am Ende durch einen Field Goal Versuch von Kicker Brandon McManus noch die Chance zum Sieg, aber er zog diesen potenziell siegbringenden Kick aus 51 Yards rechts vorbei, so dass die Texans den fünften Siege in Folge einfahren konnten.

Auch die Seattle Seahawks (4-4) hatten bei der 17:25 Niederlage gegen die Los Angeles Chargers (6-2) bis in die Schlussekunden noch Hoffnung auf einen Heimsieg. Dank einer Strafe gegen die Chargers gab es einen letzten Versuch für Seattle an der 1 Yard-Linie mit acht Punkten Rückstand, aber der minimal abgefälschte Pass von Russell Wilson konnte von WR David Moore nicht gesichert werden.

Der "Langweiler der Woche" aus der Vorschau, Miami Dolphins (5-4) gegen New York Jets (3-6), hielt diesen Titel auch zurecht. Das Spiel lebte einzig und allein vom engen Spielstand und endete mit 13:6 - nicht zuletzt dank gleich vier Interceptions von Jets Rookie QB Sam Darnold.


Die Überraschung der Woche:

Washington Redskins (5-3) – Atlanta Falcons (4-4) 14:38


Die Redskins waren als leichter Favorit in die Partie gestartet, zeigten dies jedoch zu keinem Zeitpunkt der Partie. Der Ausfall von Running Back Devonta Freeman erlaubte seinem Partner Tevin Coleman viele Snaps und der machte das meiste daraus: Zwei Touchdowns und 156 Yards combined halfen den Falcons zu einem eigentlich nie gefährdeten Auswärtssieg.

Dazu durfte sich Wide Receiver Julio Jones neben 121 gefangenen Yards endlich über seinen ersten Saisontouchdown freuen.


Der Offensivspieler der Woche: Running Back Alvin Kamara, New Orleans Saints

Das Duell Saints gegen Rams war auch so etwas wie das Duell zwei der aktuell besten Running Backs der Liga: Todd Gurley gegen Alvin Kamara. Gurley führt über die Saison gesehen sicher deutlich, aber in diesem Spiel hatte er das Nachsehen: Kamara erlief zwei Touchdowns und fing einen weiteren – allein in der ersten Halbzeit!


Der Defensivspieler der Woche: Defensive End Danielle Hunter, Minnesota Vikings

Gefühlt hätte es gereicht, wenn nur er gegen eine harmlose Detroit Lions (3-5) Offense auf dem Feld gestanden hätte: Hunter, im Sommer noch mit einem neuen Fünf-Jahres-Vertrag über 72 Millionen (40 davon garantiert) von den Minnesota Vikings (5-3-1) ausgestattet worden, sackte QB Matt Stafford dreieinhalbmal, schnappte sich ein Fumble und trug das zum Touchdown zurück.

Die Lions Offense erzielte insgesamt gerade einmal neun Punkte (die Vikings 24), Matt Stafford wurde zehnmal (!!!) gesackt und Hunter hatte großen Anteil daran, dass die Lions nie auch nur den Hauch einer Chance hatten.
Da konnten es die Vikings dann auch verkraften, dass jetzt die Serie von WR Adam Thielens 100 Yard-Spielen bei acht riss.


Der Tipp zum Montagsspiel:

Dallas Cowboys (3-4) vs. Tennessee Titans (3-4)


Die Cowboys hatten noch einen First Rounder für WR Amari Cooper investiert, um im Playoffrennen nicht abgehängt zu werden. Ob das reicht, wird sich gegen die Titans zeigen, die zuletzt dreimal in Folge verloren haben.

Die Cowboys haben bislang alle Heimspiele gewonnen ... und das wird sich nicht ändern.
Mein Tipp: 24:21 Cowboys


Nächste Woche gibt es...

...mit den Pittsburgh Steelers (5-2-1) gegen die Carolina Panthers (6-2) gefühlt erst das zweite attraktive Donnerstagnachtspiel
... einen ganzen Stapel vermeintlich einseitiger Spiele
...und am Ende mit den San Francisco 49ers (2-7) gegen die New York Giants (1-7) ein Monday Night Game, das nur in einer anderen Ära interessant gewesen wäre

Ein im Vergleich zur aktuellen Woche wesentlich unattraktiveres Lineup ... aber hey: Es ist Football!

Danke fürs Dabeibleiben und bis zur Spieltagsvorschau am Donnerstag!




Carsten Keller - 05.11.2018

Alvin Kamara kam auf gleich drei Touchdowns gegen die zuvor unbesiegten Rams

Alvin Kamara kam auf gleich drei Touchdowns gegen die zuvor unbesiegten Rams (© Getty Images)

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