Was für ein Finish

Melvin Gordon hatte einen fantastischen Auftritt in Cleveland Das Spiel der Woche:

New England Patriots (4-2) vs. Kansas City Chiefs (5-1) 43:40


Das zuvor schon als Sunday Night Topspiel angekündigte Rematch der Auftaktpartie 2017, als die Patriots zu Hause sensationell deutlich verloren, hielt alles, was man sich von ihm versprochen hatte: Beide Teams boten ein Offensivspektakel, in dem sich nach offenem Schlagabtausch die Patriots mit einem erfolgreichen Gostkowski Kick aus 28 Yards – seinem fünften Field Goal der Partie – den Sieg sichern konnten.

Abgesehen von einem frühen Field Goal führten die Chiefs nur noch einmal beim zwischenzeitlichen 33:30, ansonsten hatten die Patriots immer vorne gelegen und mit langen Drives das Tempo diktiert. Running Back Sony Michel kam genauso über 100 Yards wie auf der Gegenseite Running Back Kareem Hunt, dem New England zu liegen scheint (80 Yards rushing plus 105 und einen TD receiving). Im Vorjahr hatte er hier seine NFL-Premiere gefeiert und nach einem Fumble gleich zu Beginn noch riesige Leistung gezeigt.

Die Chiefs müssen jetzt die erste Saisonniederlage verkraften, was ihnen angesichts des starken Auftritts bei einem der Topfavoriten aber nicht allzu schwer fallen sollte. Sie haben gezeigt, dass sie absolut mithalten können und es wäre aktuell kaum verwunderlich, wenn sich die beiden Teams im AFC Finale noch einmal treffen würden.


Der Überblick

Die Pittsburgh Steelers (3-2-1) gewinnen bei den Cincinnati Bengals (4-2) mit 28:21 durch einen späten Touchdown von Antonio Brown, der die letzten 31 Yards unglaublich in die Endzone beschleunigt. Ein Spiel, das hin und her ging, aber am Ende doch wieder die erfahrenen Steelers vorne sieht - wie zuletzt nahezu immer: Sechs Siege in Folge für die Steelers gegen die Bengals und sogar die letzten fünf Duelle in Cincinnati gewonnen. Für die Bengals ist es die Nr 1 Rivalität – für die Steelers nicht.

Die Atlanta Falcons (2-4) hatten erheblich mehr Mühe mit den Tampa Bay Buccaneers (2-3), als das vorher anzunehmen war. Die Buccs ließen nie nach und hatten bei 29:34 noch 12 Sekunden Zeit, um aus 21 Yards noch den Sieg zu holen. Ein Pass wurde nicht angebracht und im letzten Spielzug sah es fast so aus, als ob DeSean Jackson nach mehreren Rückwärtspässen in die Endzone kommen könnte, aber der Ball sprang ins Aus. Ein sehr spannendes Finish!

Vergleichsweise viel Probleme hatten auch die Houston Texans (3-3) mit den Buffalo Bills (2-4), aber Bills Backup QB Nathan Peterman, der für den verletzt ausgewechselten Josh Allen übernehmen musste, sorgte mit zwei späten Fehlern für die Entscheidung zugunsten Houstons.


Die Überraschung der Woche:

Miami Dolphins (4-2) gegen Chicago Bears (3-2)


Wesentlich leichter hatten sich sicher auch die Chicago Bears (3-2) ihren Trip zu den Miami Dolphins (4-2) vorgestellt – vor allem, nachdem sich derenStamm-Quarterback Ryan Tannehill eine gute Stunde vor Spielbeginn verletzt abmeldete.

Stattdessen musste Brock Osweiler ran und der spielte nur zeitweise wie die in Denver gescheiterte Version von sich. Die Dolphins hielten erstaunlich gut mit und erzwangen eine Verlängerung.

Dort hatten die Dolphins in ihrem Auftaktdrive ersten Versuch an der 1 Yard Linie, scheiterten jedoch, als RB Kenyan Drake im dritten Versuch vor der Endzone fumbelte – mehr oder weniger unbedrängt. Chicago marschierte, aber ein 53-Yard-Field-Goal Versuch von Parkey segelte rechts vorbei. Besser machte es dann Dolphins Kicker Sanders aus 47 Yards zum Sieg für die "Fische".

Angesichts der Voraussetzungen ein fast sensationeller Heimsieg der Fins.


Die Offensivspieler der Woche:

Running Back Melvin Gordon, Los Angeles Chargers


Die Cleveland Browns (2-3-1) kamen nie mit dem Running Back der Gäste zurecht, so dass der Auswärtssieg der Chargers (4-2) auch nie richtig in Gefahr geriet. Gordon kam auf 150 Yards combined und gleich drei Touchdowns.

Er steigerte sich nach einer schwachen Rookiesaison 2015 von Jahr zu Jahr und führt diesen Trend auch in der aktuellen Spielzeit fort. Die Chiefs haben damit bislang nur gegen die noch ungeschlagenen Chiefs und Rams verloren.

Wide Receiver Tyreek Hill, Kansas City Chiefs

Tyreek Hill, der wegen seiner Schnelligkeit auch Cheetah (Gepard) genannt wird, zeigte einmal mehr, dass er herausragende Offensivqualitäten hat. Zwar führte er keine Returns aus, was wohl auch daran lag, dass die Patriots nicht einmal punteten, aber als Wide Receiver überzeugte er erneut – nicht nur durch seine unglaubliche Beschleunigung.

Ein Fehler in der Passverteidigung reichte im letzten Viertel, um seinen Verfolgern nur noch die Rückenansicht zu zeigen und den Ball über 75 Yards in die Endzone zum zwischenzeitlichen Ausgleich zu sprinten. Am Ende kam er auf 142 Yards und gleich drei Touchdowns – eines der besten Spiele seiner Karriere, auch wenn ihn dies angesichts der Niederlage wohl weniger freuen dürfte.

Und "natürlich" spielte auch Rams Running Back Todd Gurley - wie zuletzt immer – groß auf: Er erlief beim Sieg bei den Broncos gleich 208 Yards (!!!) und zwei Touchdowns. Aber mittlerweile erwartet man solche Werte bei ihm schon fast.


Der Defensivspieler der Woche: Linebacker Bradley Chubb

Auch wenn es am Ende nicht ganz für den Sieg gegen die favorisierten Rams reichte, aber der Erstrundenpick der Broncos zeigte endlich einmal sein komplettes Potenzial. Am Ende kam er auf drei Sacks – doppelt so viele wie in den fünf Spielen zuvor addiert.


Der Tipp zum Montagsspiel:

Green Bay Packers (2-2-1) vs. San Francisco 49ers (1-4)


Trotz offensichtlicher Knieverletzung gewinnt Aaron Rodgers gegen die Niners, deren eigentlicher Quarterback Jimmy Garoppolo sein Knie "dank" eines Kreuzbandrisses für längere Zeit überhaupt nicht mehr gebrauchen kann. Wird wohl kein Klassiker.

Tipp: 28:10 Packers


Nächste Woche gibt es...

...im Sunday Night Game mit den Kansas City Chiefs (5-1) gegen die Cincinnati Bengals (4-2) das attraktive Duell zweier Divisionsführender

...bei den späten Spielen mit Baltimore Ravens (4-2) gegen die New Orleans Saints (4-1) einen Leckerbissen

...mit Chicago Bears (3-2) gegen New England Patriots (3-2) ein Traditionsduell, an dem zumindest Tom Brady angesichts seines Alters nicht mehr allzu oft teilnehmen dürfte

...Londonspiel #2 mit den Los Angeles Chargers (4-2) und Tennessee Titans (3-2) [und dem Autor im Wembley-Stadion]


Danke fürs Dabeibleiben und bis zur Spieltagsvorschau am Donnerstag!

Carsten Keller - 15.10.2018

Melvin Gordon hatte einen fantastischen Auftritt in Cleveland

Melvin Gordon hatte einen fantastischen Auftritt in Cleveland (© Getty Images)

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