Vor der Big Show

Anlässlich des bevorstehenden German Bowls hat Playmakers zwei der konkurrierenden Finalteilnehmer bezüglich ihrer Playoff-Erfahrung und Endspielvorbereitung rund um das Thema Equipment interviewt.

Auf der einen Seite hätten wir zunächst Jerome Manyema von den Schwäbisch Hall Unicorns, ein herausragendes "Eigengewächs" aus der Jugendarbeit der Einhörner. Er stand 2017 bereits im Kader der Jugendnationalmannschaft. Auch das deutsche Herrenteam sollte er in Breslau vertreten, musste aber aufgrund einer Verletzung in letzter Minute absagen. In der Saison 2018 spielte er acht Spiele und erzielte dabei knapp 450 Yards sowie acht Touchdowns.

Weiterhin erhalten wir spannende Insights von Nils Hampel, einem sehr erfolgreicher Playmaker aus der Offensive Line von Samsung Frankfurt Universe. Seit gefühlt zwei Dekaden ist Nils in Deutschland ein Begriff unter Footballkennern. Bereits in jungen Jahren stand Nils zusammen mit seinem Bruder Lars, auch bekannt als "die Hampel-Brüder", im Kader der Jugend-Nationalmannschaft. 2008 gewannen sie den Europameistertitel, und Nils wurde sogar ins All-Star-Team des Turniers gewählt. Gleich 2010 schaffte er den Sprung ins Herrenteam und ist seitdem nicht mehr aus dem Roster der Nationalmannschaft wegzudenken.

Frage: Hast du besondere Präferenzen bezüglich deines Equipments für die Herbsttage?

Jerome Manyema: Ja auf jeden Fall! Ich hasse es, kalt zu spielen, und kleide mich daher immer warm genug. Eine Thermo-Leggings sowie ein langärmliges Thermo-Shirt helfen dabei, sowie eine Sturmhaube, damit das Gesicht ebenfalls warm bleibt

Nils Hampel: Wenn die Tage wieder kälter werden, sind wieder Jogginghose und Pulli im Training angesagt. Auch wenn es ein stylisches No-Go ist, und ich mir von meinen Teamkollegen Hohn und Spott anhören musste, habe ich mir an richtig kalten Tagen auch schon Winterhandschuhe angezogen. Generell schwitze ich lieber als zu frieren. Früher, als ich noch jung und unerfahren war, habe ich mir aufgrund von falschem Equipment immer den A**** abgefroren. Das passiert mir heute nicht mehr.

Frage: Welche Abstriche macht ihr, wenn ihr eigentlich wegen der kalten Temperaturen mehr anziehen müsstet, ihr euch aber auch nicht mit zu viel Klamotten behindern wollt?

Jerome Manyema: Ich achte sehr darauf, dass ich genügend Bewegungsfreiheit habe, da mich zu viel oder zu dicke Kleidung in der Bewegung einschränkt. Da kommt es auch öfter vor, dass ich mal nur mit Stutzen spiele statt mit Leggings. Und mit einem kurzärmligen Thermoshirt, um auch mit dem Ballhandling bei nassem Wetter keine Probleme zu haben. Man büßt zwar ein wenig Wärme ein, aber wer schaut, dass er sich auch in den Pausen genug bewegt, sollte auch damit kein Problem haben

Nils Hampel: Damit habe ich eigentlich keine Probleme. Coldgear-Compressionshirts halten ja recht warm und bieten aber auch genügend Bewegungsfreiheit. Und selbst im Pulli lässt es sich als O-Liner noch gut trainieren. An Spieltagen haben wir das Problem nicht, weil wir in der O-Line die Regel haben, dass wir nur sleeveless spielen.

Frage: Hast du innerhalb deiner Karriere irgendwelche Traditionen bezüglich deines Equipments etabliert?

Jerome Manyema: Ich achte eigentlich nur darauf, dass die Farbe von Gloves und Schuhen zusammenpassen. Also weiß zu weiß zum Beispiel. Wenn die Farben einheitlich sind, passt alles!

Nils Hampel: Traditionen an Spieltagen versuche ich immer zu umgehen. Falls dann nämlich doch mal etwas anders läuft, gefährdet das nicht meine Leistung, weil mein "Mindset" dadurch beeinflusst wird. Abgesehen davon ist meine Football-Garderobe nicht so gut bestückt, als dass ich mich vor jedem Spiel zwischen fünf Paar Handschuhen und zehn Paar Schuhen entscheiden müsste. Obwohl ich genügend Spieler kennengelernt habe, bei denen das so ist.

Frage: Wie hältst du dich über die lange Saison fit?
 
Jerome Manyema: Ich trainiere regelmäßig neben Football. Ich gehe drei bis vier Mal die Woche trainieren und mittlerweile auch joggen, um mich einfach fit zu halten. Ich verzichte, so gut ich kann, auf Süßigkeiten und mehrfach gesüßtes Essen und trinke vorwiegend Wasser. Natürlich mache ich gerne mal Ausnahmen, aber generell fühle ich mich fitter, wenn ich auf diese Sachen achte

Nils Hampel: Direkt nach dem letzten Spiel mache ich erst mal vier Wochen Regenerationspause.  Danach ist wieder jeden zweiten Tag Krafttraining im Fitnessstudio angesagt. Laufen und Cardio ist nicht so meins, und das habe ich in meiner ganzen Footballkarriere auch noch nie in der Vorbereitung gemacht. Meine beiden Kinder Finn und Mick sind mein Cardioprogramm.


Frage: Seid ihr abergläubisch, wenn es um große Spiele zum Ende der Saison geht?
Jerome Manyema: Ich bin zwar nicht abergläubisch, aber Ich spiele definitiv lieber im Heimtrikot. Ich verbinde es automatisch mit den ganzen Fans, die hinter einem stehen, und spiele auch so generell viel lieber daheim.

Nils Hampel: Ich bin nicht abergläubisch. Meiner Meinung nach ist Aberglaube nur Kopfsache und kann viel zu viel negativen Einfluss auf die Leistung nehmen, obwohl es gar nicht sein müsste. Meine O-Line-Kameraden regen sich immer über mich auf, weil ich oft Dinge sage, die man eigentlich nicht ausspricht, um das Schicksal herauszufordern (bei uns auch "Jingsen" genannt).

Frage: Gibt es besondere Vorbereitungen vor großen Spielen?

Jerome Manyema: Ich schaue, dass ich vor einem großen Spiel etwas esse, das mir genug Energie für das Spiel gibt, aber auch nicht zu schwer im Magen liegt. Vor allem am Vorabend des Spiels, um die Kohlehydratspeicher aufzufüllen. Am Tag des Spiels frühstücke ich gerne gut und esse vor dem Spiel nochmal einen kleinen Snack wie einen Powerriegel. 
Noch etwas, was ich mache, ist, vor jedem Spiel einen Kaffee zu trinken. Ich mag eigentlich keinen Kaffee. Doch ich hatte mal ein Spiel, bei dem ich so müde war, dass ich Kaffee trinken musste. Und an diesem Tag erlief ich zwei Rushing Touchdowns und einen Kickoff-Return-Touchdown. Seitdem hat sich das mit dem Kaffee etabliert.

Nils Hampel: Ich trainiere einen Tag vorm Spiel immer Arme, in Anlehnung an den "Fat-Arm-Friday" von Hard Knocks. Damit fühle ich mich immer gut. Ansonsten versuche ich einfach, die Nacht vorher genügend zu schlafen und nicht zu viel Müll zu essen. Letzteres fällt mir gerade bei langen Auswärtsfahrten schwer. Unsere O-Line sitzt immer zusammen im Bus, und jeder bringt etwas Leckeres mit. Bei uns O-Linern steht gesundes Essen natürlich an oberster Stelle. Deshalb sehen wir auch so aus, wie wir aussehen.

Playmakers - 12.10.2018

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