Pittsburgh mit erstem Heimsieg der Saison

Antonio Brown war endlich wieder erfolgreich und steuerte zwei Touchdowns bei.Vor der Saison galten die Pittsburgh Steelers und auch die Atlanta Falcons als mögliche Titelaspiranten in ihrer jeweiligen Conference. Zumindest für die Falcons hat sich dieser Status nach der heftigen 17:41-Niederlage wohl erledigt. Bei den Steelers ist man zwar noch nicht wieder dauerhaft in der Erfolgsspur, aber dieser Erfolg bringt alle Kritiker erst einmal zum schweigen und dem Team etwas Ruhe für die kommenden Aufgaben.

Vor allem die Diskussionen um den weiter abwesenden RB Le'Veon Bell dürften jetzt vorerst verstummen. RB James Conner erlief 110 Yards in 21 Läufen und erzielte zwei Touchdowns. Außerdem steuerte er 75 Yards mit gefangenen Pässen zum Gesamtergebnis bei. "Er hat heute großartig gespielt. Er arbeitet so hart an sich und will sich ständig verbessern. Wir sind wirklich stolz auf ihn", lobte OT Marcus Gilbert seinen Running Back.

Geholfen hat ihm und den Steelers, dass diese nicht wie üblich in den letzten Wochen schon früh einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen mussten. Schon die erste Serie beendete Conner mit einem einem Touchdown-Lauf über einen Yard. Da der PAT daneben ging, mussten sich die Steelers mit einer 6:0-Führung begnügen. Diese baute WR JuJu Smith-Schuster auf Vorlage von QB Ben Roethlisberger (18 Yards) noch im ersten Viertel auf 13:0 aus.

Schon in der Anfangsphase war die Defense der Falcons sichtlich überfordert. Das verletzungsbedingte fehlen ihrer beiden besten Abwehrspieler, LB Deion Jones und DT Grady Jarrett konnten sie nicht kompensieren.

Wegen der eklatanten Abwehrschwäche beider Teams hatten die Medien mit einer wahren Touchdown-Flut gerechnet. Doch das trat nicht ein. Die Falcons kamen zwar durch einen Touchdown von Mohamed Sanu und ein Field Goal von K Matt Bryant auf 10:13 bis zur Pause heran, aber die Defense der Falcons ließ im zweiten Viertel nicht mehr zu.

Die erste Halbzeit endete mit einer Interception von Roethlisberger in der Endzone der Falcons. Auf der Suche nach WR Antonio Brown warf er einen unkontrollierten Pass Richtung Endzone, den S Damonate Kazee ohne Mühe abfangen konnte.

In der zweiten Halbzeit machten die Steelers den Sack dann zu. Mit drei Touchdowns in ihren ersten drei Angriffsserien nach der Pause zogen sie auf 34:17 davon. Zwei Mal Antonio Brown auf Vorlage von Roethlisberger und zwischendrin erneut James Conner sorgten für die Entscheidung.

Dass LB L.J.Fort einen Fumble von Atlanta QB Matt Ryan in der Endzone weniger als vier Minuten vor dem Spielende zu einem weiteren Touchdown für die Steelers sicherte, war da nur noch eine Randnotiz. Zuvor hatte LV T.J. Watt mit seinem dritten Quarterback Sack der Partie für das Fumble von Ryan gesorgt.

"Das war ein toller Sieg des gesamten Teams. Wir konnten erfolgreich mit dem Ball laufen und haben gleichzeitig das Laufspiel der Falcons weitgehend unterbunden. Das war endlich unser erster Heimsieg. Hoffentlich gibt uns das einen Schub für die kommenden Aufgaben", schaute Steelers-Head-Coach Mike Tomlin schon einmal nach vorne.

Einen deutlich schwierigen Job hat nun sein Gegenüber Dan Quinn, der das folgende Fazit zog: "In der zweiten Halbzeit haben wir weit unter unseren Möglichkeiten gespielt. Wir sind mit einem knappen Rückstand in die Pause gegangen und hatten noch alle Chancen. Aber wir haben zu viele Fehler gemacht. Wir hatten einen geblockten Punt, der letztendlich zu einem Touchdown führte wie auch ein Fumble in der Endzone. Unser Laufspiel und unser Schutz für Matt Ryan war heute nicht gut genug. Auch unsere Defense hat einfach zu viel zugelassen. Wir sind unseren eigenen Ansprüchen heute nicht gerecht geworden."

Korber - 08.10.2018

Antonio Brown war endlich wieder erfolgreich und steuerte zwei Touchdowns bei.

Antonio Brown war endlich wieder erfolgreich und steuerte zwei Touchdowns bei. (© Getty Images)

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