Leipzig gewinnt in Chemnitz

Knapp ging es in Chemnitz zu, am Ende freuten sich die Hawks.Auch im dritten Heimspiel können die Chemnitz Crusaders nicht gewinnen. Eine in Summe eher schwache Offenseleistung konnte beim 8:10 (0:7/0:0/0:3/8:0) gegen die Leipzig Hawks die Niederlage nicht verhindern.

Dabei war die Offense der Gäste keinesfalls stärker gewesen. Letztlich brachte ein unglücklicher Fehler im Special Team die Chemnitzer ins Hintertreffen, was im Verlauf des Spiels nicht egalisiert werden konnte. Doch der Reihe nach. Sehr schnell war zu bemerken, dass die Defensereihen das Spiel bestimmen würden. Keine Seite konnte sich in der Offense genug entfalten. Immer wieder beendeten Punts die Angriffsserien. So geschah es auch kurz vor Ende des ersten Viertels. Punter René Steiniger (#28) stand kurz vor der eigenen Endzone bereit, bekam einen sehr schlechten Snap, versuchte noch zu retten was zu retten war, der Ball flog los - doch in die Arme eines Gegenspielers, der nur noch wenige Meter zum Touchdown zurückzulegen hatte - mit 0:7 gingen die Leipziger in Führung. Das Turnover-Spielchen ging weiter - entweder durch Punt oder auch die eine Interception der Leipziger Defense. Schließlich waren die Gäste einmal bis in Field-Goal-Reichweite gelangt, doch der Versuch ging fehl. Ein kleines Highlight gelang nun noch der Offense der Chemnitz Crusaders - Quarterback Vincent Kahle (#84) warf einen Pass auf Wide Receiver Patrick Fitzgerald (#7), der kam einige Yards voran - doch danach war die Spielzeit ausgelaufen ...

Auch nach der Halbzeitpause sah man kaum Verbesserung. Die Leipziger Offense war nach vier Versuchen wieder vom Feld verbannt worden, die Chemnitzer Offense verabschiedete sich mit einer Interception. Wieder gelangten nun die Leipzig Hawks in Field-Goal-Reichweite, diesmal war der Versuch erfolgreich und die Führung wuchs auf 0:10. Damit benötigten die Chemnitz Crusaders nun zwei Scores, um das Spiel doch noch zu drehen. Mit mehr als einem Viertel noch zu spielen, ist das üblicherweise möglich. Doch dazu braucht es mehr als nur Glück. Zumindest dieses hatte die Chemnitz Crusaders noch nicht ganz verlassen, denn die Leipzig Hawks verschafften hier durch insgesamt drei 15-Yard-Strafen der Chemnitzer Offense immer wieder etwas Luft und vier neue Versuch. Auf diese Weise und mit dem einen oder anderen guten Spielzug war man so bis an die gegnerischer 2-Yard-Linie gelangt. Running Back Stefan Kahl (#21) lief mit dem Ball in die Endzone zum Touchdown. Der Extrapunktversuch wurde ausgespielt und war mit einem Pass von Jan Doant (#19) auf Gregor Richter (#83) erfolgreich. Damit verkürzten die Chemnitz Crusaders auf 8:10. Kam jetzt die Wende? Die Defense jedenfalls machte kurzen Prozess mit der Leipziger Offense, so das die Offense um Quarterback Vincent Kahle (#84) bald wieder auf das Feld. Zwei gute Pässe auf die Wide Receiver Sandro Uhlig (#80) und Christian Römer (#88) brachten einige Yards und wieder neue vier Versuche. Doch das Glück blieb den Chemnitz Crusaders nicht hold. Ein unvollständiger Pass nach dem anderen, dann doch noch einmal vier neue Versuche aufgrund einer Strafe gegen Leipzig. Doch keiner der Pässe fand sein Ziel. Die Leipziger Offense kam noch einmal auf das Feld, kniete ab und das Spiel war vorbei.

Mit der erneuten Niederlage vergrößert sich der Abstand zwischen den Leipzig Hawks und den Chemnitz Crusaders nun mehr auf vier Punkte. Zwar haben die Chemnitz Crusaders noch drei Spiele zu absolvieren, wo jeweils zwei Punkte zu vergeben sind. Doch um Leipzig noch abzufangen, benötigt es zwei Siege und ein Unentschieden. Um das Unmögliche noch möglich zu machen, braucht es nicht nur harte Arbeit in den wenigen Trainingseinheiten zwischen den Spielen, sondern auch noch ein kleines Wunder.

Brock - 17.09.2018

Knapp ging es in Chemnitz zu, am Ende freuten sich die Hawks.

Knapp ging es in Chemnitz zu, am Ende freuten sich die Hawks. (© Steffen Thiele / Crusaders)

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