Kein Sieger im Nervenspiel in Green Bay

Aaron Rodgers leistete sich in der Overtime einen entscheidenden Fehler, musste aber nicht als Verlierer vom Platz.Auch die Overtime brachte keinen Sieger zwischen den Green Bay Packers und den Minnesota Vikings. Das Nervenspiel zwischen beiden Divisionsrivalen endete 29:29. In den Hauptrollen standen die Special Teams und allen voran die Kicker beider Teams.

Kurz vor Beginn des Spiels war klar: Aaron Rodgers wird starten können. Doch der erste Drive mit dem am Knie verletzten Quarterback endete mit einem Punt, den die Vikings in der Red Zone fingen. Durch eine Holding-Strafe gelang es Kirk Cousins jedoch nicht, einen zweiten First Down zu erspielen. Der darauffolgende Punt wurde spektakulär von Geronimo Allison geblockt und landete in den Händen von Joshua Jackson. Der schon in der Presason überzeugende Rookie-Cornerback musste den Ball nur noch fangen und erzielte den ersten Touchdown seiner NFL-Karriere.

Der anschließende Drive der Vikings führte zum schnellen Ausgleich der Gäste durch Laquon Treadwell, der einen 14-Yard-Pass von Cousins kurz vor der Endzone fing und von der Defense der Hausherren nicht mehr gestoppt werden konnte.

Zu Beginn des zweiten Viertels hatten die Packers weiter den Ball und marschierten über das Feld. Den Vikings gelang es nicht, der durch die Verletzung von Rodgers eigentlich schwächelnde Offense der Gastgeber den Ball abzunehmen. Der Star-Quarterback warf sich seinen Weg und fand Davante Adams zum zweiten Touchdown.

Kurz vor der Halbzeit kam Minnesota gefährlich nahe an die Endzone der Packers. Doch weder einen Touchdown noch ein Field Goal gelang ihnen, da Rookie-Kicker Carlson das Ziel verfehlte. Auf der anderen Seite machte es Mason Crosby besser. Der seit elf Jahren in der NFL spielende Packer verwandelte sein 37-Yard-Field-Goal sicher zur 17:7-Halbzeitführung.

Im dritten Viertel standen weiterhin die Special Teams im Vordergrund. Green Bays Kicker Mason Crosby sorgte für die einzigen Punkte des Viertels.

Zu Beginn des letzten Viertels standen die Wikinger vor der Endzone der Cheeseheads Stefon Diggs täuschte an der Line of Scrimmage einen Laut nach rechts an, drehte dann wieder nach links und konnte so frei den Pass von Kirk Cousins fangen, um das Spiel auf 14:20 zu stellen.

Die Packers ließen in der Folge die Uhr intelligent runter laufen. Bis sie durch Crosby das nächste Field Goal zu 23:14 erzielt hatten, nahmen sie den Vikings mehr als sechs Minuten ab. Im Wissen der knapp bemessenen Zeit setzte Kirk Cousins zum ersten "Big Play” der Partie an. 75 Yards überwand der Pass zu Stefon Diggs, der die Vikings mit seinem zweiten Touchdown wieder ins Spiel zurückbrachte.

Die Spielintelligenz von Aaron Rodgers sahen die Fans im Lambeau Field aber einmal mehr. Der Quarterback ließ die Game Clock stets bis fast auf Null laufen und setzt erst dann an. Sein Weg über das Feld endete jedoch nur in einem Field Goal. Mit etwas mehr als zwei Minuten und zwei Timeouts war erneut Cousins am Zug. Seinen ersten scharf geworfenen Pass konnte Laquon Treadwell aber nicht festhalten, Ha Ha Clinton-Dix sicherte den Ball für die Packers. Trotz zweier Versuche konnte die Offense abermals nur ein Field Goal nach Hause bringen.

Cousins durfte so seine Vikings noch einmal über das Feld führen. Der erste Ball landete bei Jair Alexander, der seine erste Interception in der NFL feierte. Doch die Schiedsrichter pfiffen ihn zurück, Clay Matthews soll Cousins beim Wurf behindert haben. Green Bay protestierte lautstark gegen die Entscheidung, die nach einem Touchdown und einer verwandelten Two-Point-Conversion das 29:29 einleitete. Rodgers brachte sein Team noch einmal in Field-Goal-Range. Mason Crosby verwandelte aus 52 Yards, doch wurde geicet. Der zweite Versuch ging um Haaresbreite daneben und das Spiel in die Overtime.

Die Hauptrolle der Special Teams setzte sich auch in der Zugabe fort. Kicker Daniel Carlson verpasste auch sein zweites Field Goal nachdem ihn die Packers "einfroren". Somit hätten die Packers "nur" drei Punkte zum Sieg gebraucht, doch ein Fumble von Rodgers zwang die Gastgeber zum Punt und der Ball ging wieder an die Vikings. Und wieder versagten Carlsen die Nerven - auch seinen dritten Versuch setzte der Rookie daneben. Das Nervenspiel im Lambeau Field ging 29:29 aus.

Fabian Biastoch - 16.09.2018

Aaron Rodgers leistete sich in der Overtime einen entscheidenden Fehler, musste aber nicht als Verlierer vom Platz.

Aaron Rodgers leistete sich in der Overtime einen entscheidenden Fehler, musste aber nicht als Verlierer vom Platz. (© Getty Images)

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