Lions geben sich keine Blöße

RB Tyvis Smith (Nr. 32, Potsdam Royals) wird von der Verteidigung der New Yorker Lions oftmals früh gestoppt Die New Yorker Lions gewinnen auch das Rückspiel bei den Potsdam Royals deutlich mit 41:13 und führen nun die Tabelle der Gruppe Nord der GFL an. Wie bereits beim ersten Aufeinandertreffen machten die Niedersachsen bereits im zweiten Spielabschnitt alles klar.

Viel vorgenommen hatte sich der Aufsteiger aus der brandenburgischen Landeshauptstadt für das Auftaktspiel der Rückrunde der diesjährigen Saison. Ohne ihre verletzten Top-Wide Receiver Frederik Myrup Nielsen und Max Zimmermann antretend, hatten die Gastgeber von Beginn an gegen die aufmerksamen Braunschweiger Verteidiger meistens einen schweren Stand.

Die Potsdamer setzten wohl deshalb wieder vornehmlich auf den Lauf. Mehr als ein erster Versuch durch Running Back Tyvis Smith kam im ersten Drive dabei nicht heraus und nach dem Puntreturn von Braunschweigs David McCants starteten die Löwenstädter ihre erste Sequenz von der Mittellinie. Ganze drei Spielzüge benötigte die Offense von Quarterback Jadrian Clark für die ersten Punkte des Spiels. Den finalen Pass fing WR Justus Holtz für 14 Yards. Kicker Tobias Goebel erhöhte zum 7:0 für die Lions.

Der aus Kiel gekommene RB Christopher McClendon eröffnete mit einem Lauf durch die Mitte nach dem zweiten Punt der Royals den nächsten Drive der Gäste. Der Neuzugang ließ es dabei nicht bewenden und legte einen TD-Lauf über knapp 70 Yards zum 14:0 nach. (PAT Goebel.) Potsdams WR Enrico Stiegemann lief im Gegenzug dem Braunschweiger Defensive Back Tim Unger einfach davon und war nach 66 Yards für die ersten Punkte seines Teams im Ziel (PAT Sven Geyer.) Hierbei zeigte sich erneut, wie brandgefährlich die tiefen Pässe von QB Austin Gahafer sind.

Und die Königlichen legten nach. Der britische D-Liner Niall Scott Grant in den Reihen der Königlichen schaltete nach einem überworfenen Snap des Vizemeisters am schnellsten und brachte seine Farben in sehr guter Feldposition erneut in Ballbesitz. Trotz der nur noch zu überwindenden 34 Yards bis zur Endzone der Braunschweiger blieb den Gastgebern die volle Punktzahl allerdings verwehrt. Nach dem erfolgreichen Kick von Kevin Hummel über 47 Yards wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Hummels zweiter Field-Goal-Versuch war nicht von Erfolg gekrönt und segelte nach 40 Yards am rechten Goalpost vorbei. Die Lions zogen das Tempo nun wieder an. Erneut war es Holtz, der sich tief im Potsdamer Backfield freilaufen konnte und nach einem 55-Yard-Catch erst kurz vor der Potsdamer Endzone gestoppt werden konnte. WR Christian Bollmann verschaffte seinem Teamkameraden mit Hilfe eines geschickten Blocks den dafür nötigen Freiraum. Der Verteidigung von Head Coach und Defensive Coordinator Michael Vogt blieb keine Zeit zum Verschnaufen. McClendon überwand die verbleibenden sechs Yards zum Zwischenstand von 21:10 aus Sicht der Gäste (PAT Goebel.)

Nach zwei kurzen Läufen von Smith und einem unvollständigen Pass auf Stiegemann waren die Gäste erneut im Ballbesitz. Doch sollte es noch etwas bis zu den nächsten Punkten dauern. Nach einem Braunschweiger Punt waren zunächst wieder die Hausherren am Zug. Erneut bekam Smith den Ball, dieser musste an diesem Samstagnachmittag bei hochsommerlichen Temperaturen im Potsdamer Sportpark Luftschiffhafen wahrlich Schwerstarbeit leisten. Braunschweigs Defensive Back Lars Steffen eroberte anschließend das Angriffsrecht durch eine Interception Gahafers für den Tabellenzweiten zurück, der nun bei verbleibenden knapp drei Minuten bis zum Halbzeitpfiff nur noch 44 Yards von der Potsdamer Endzone entfernt war.

Dieser Abstand schrumpfte binnen kurzem auf ein Minimum. Braunschweigs WR Christoph Oetken wurde beim Catch von Kadel King mittels Targeting von den Beinen geholt. Auch dessen nachfolgende Gesten möchte man nach einer solchen Aktion auf keinem Footballplatz sehen. Nach der Disqualifikation des britischen Linebackers sorgte die Potsdamer Teamzone für weitere fünfzehn Yards und indirekt auch für die Vorentscheidung im Spiel. WR Nicolai Schumanns Catch für acht Yards und Goebels PAT sorgten für einen beruhigenden 18 Punkte Vorsprung der Lions.

Diese ließen es nach der Halbzeit merklich ruhiger angehen und begnügten sich im dritten Spielabschnitt mit einem Score, der das Match aber endgültig entschied. McCants Tanz mitten durch die Potsdamer Verteidigungsreihen brachten ihm 18 Yards und dem Team weitere Punkte (PAT Goebel.) Vorangegangen waren diesem ein vergebener Field-Goal-Versuch von Goebel und ein Fumble beim Laufversuch von Potsdams David Saul.

Die Royals agierten anschließend weiterhin mit Ball am Boden. Warum Potsdams Offensive Coordinator Will Furlong den tiefen Pass nicht öfter spielen ließ, war nicht ersichtlich. Immerhin haben die Royals neben den verletzten Nielsen und Max Zimmermann mit dessen Bruder Paul, Daniel Voehringer und David Saul weitere hervorragende Passempfänger in ihren Reihen. Paul Zimmermann ersetzte stattdessen Austin Gahafer auf der QB-Position und das Laufspiel wurde durch den etatmäßigen Linebacker Demetrius Steed und Saul vorgetragen. Mehr als ein 38-Yard-Field-Goal durch Hummel zum 13:35 gelang den Hausherren weder im dritten Viertel noch im Schlussabschnitt. Ihre Gegner erzielten ihre letzten Punkte nach einem Pass Clarks auf Bollmann über 21 Yards zum 41:13 Endstand (PAT geblockt.)

Das einzig wirklich positive für die Potsdam Royals war die gleichzeitige 29:37 Heimniederlage der Cologne Crocodiles gegen die Berlin Rebels. Diese haben den Potsdamer Gegner vom Samstag am nächsten Spieltag zu Gast, während die Royals auf den Tabellenletzten Hamburg Huskies treffen und erneut die Gelegenheit haben werden, mit einem Doppelpunktgewinn die Voraussetzungen für ein "Endspiel" um den vierten Platz in der Nordgruppe am 12.September in Köln zu schaffen.

Thomas Sellmann - 05.08.2018

RB Tyvis Smith (Nr. 32, Potsdam Royals) wird von der Verteidigung der New Yorker Lions oftmals früh gestoppt

RB Tyvis Smith (Nr. 32, Potsdam Royals) wird von der Verteidigung der New Yorker Lions oftmals früh gestoppt (© Dirk Pohl)

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