30 Jahre Spandau Bulldogs

© Spandau BulldogsNicht viele deutsche Footballvereine können auf eine 30-jährige Geschichte zurückblicken, die Spandau Bulldogs gehören seit diesem Jahr mit dazu. Dieser Verein ist schon deshalb etwas Besonderes, weil es ein eigenständiger Verein und nicht die Abteilung eines großen Sportvereins ist. Auch das gibt es nicht so häufig in Football-Deutschland.

Begonnen hatte alles im Frühjahr 1987, als sich ein 16-jähriger in der (inzwischen unter Denkmalschutz stehenden) Radrennbahn Schöneberg ein Spiel der Berlin Adler ansah. Dieser war sofort regelrecht "infiziert" und schleppte zum nächsten Spiel der Adler nicht nur seinen Vater, sondern auch gleich zwei Schulfreunde mit. Es blieb nicht nur beim Zuschauen, die Freizeit der Jugendlichen gehörte ab sofort dem Lederei.

Aus dem Hobby wurde schnell sehr viel mehr. Der Vater, mit Namen Dieter Rottscholl, musste gar nicht groß überzeugt werden, unmittelbar in der Nachbarschaft einen eigenen Footballverein zu gründen. Nun begann die Werbung für den Sport und eine Gemeinschaft, die noch nicht mal einen Namen hatte: Werbung in den Spandauer Lokalblättern wurde geschaltet, Flyer verteilt und Kontakt zu einem Ausrüster aufgenommen. Aus sieben Begeisterten wurden innerhalb kurzer Zeit 25 und die übernahmen kurzerhand die Parkanlage am Spandauer Kiesteich. Name und Vereinsfarben waren auch schnell festgelegt. Zu einem Footballverein gehörten zu diesem Zeitpunkt auch noch Cheerleader an der Sideline und auch die waren schnell gefunden. Ebenso ein hochkarätiger Trainer. Billy Brooks, einstmals selbst Aktiver bei den San Diego Chargers und den Houston Oilers in der NFL war inzwischen Head Coach der Berlin Adler, ein Jahr später dann der der Spandau Bulldogs.

Die "Dawgs" brachten einige große Spieler hervor. Als Beispiel soll hier Wide Receiver Roman Motzkus dienen. Dieser erreichte später mit den Adlern fast alles, was ein Spieler in Deutschland erreichen kann, war nach seiner aktiven Zeit Stadionsprecher des sechsfachen Deutschen Meisters und ist heute einer der Moderatoren von NFL-Übertragungen im TV.

Wie in vielen anderen Vereinen gibt es auch bei den Mitgliedern der Spandau Bulldogs ein ständiges Kommen und Gehen. Das liegt vor allem an der großen Konkurrenz im Raum Berlin und macht nicht nur einen dauerhaften sportlichen Erfolg eines selbstbestimmten Vereins nicht so einfach. Auch der organisatorische Part wird von Aufstieg zu Aufstieg immer schwieriger, es kommen andere und neue Aufgaben auf Vorstand und Ehrenamtliche zu. Natürlich steht hier der sportliche Erfolg im Mittelpunkt. Diese gibt es immer wieder, mehr davon wäre für die Vorstädter sicher wünschenswert. Den größten erreichte die Herrenmannschaft mit dem Aufstieg in die 2. Football Bundesliga im Jahr 1994. Nun streben auch deren Nachfolger die Rückkehr in die GFL 2 an. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.

Seit 2016 stellen die Bulldogs nach mehrjähriger Pause auch wieder eine Damenmannschaft. Diese haben sich inzwischen in der Spitzengruppe der 2.Bundesliga fest etabliert. Die Nachwuchsförderung nimmt seit je her den größten Raum im Vereinsleben ein, bildet diese doch die Basis für alles Weitere. Die A-Jugendmannschaft konnte nach ihrem Aufstieg im Jahr 2013 das Niveau der GFL-Juniors nicht auf Dauer halten und tritt seit einigen Jahren deshalb in der Jugendregionalliga an. Die B-Jugend konnte vor drei Jahren die Meisterschaft von Berlin/Brandenburg gewinnen und hat auch in dieser Saison alle Möglichkeiten, diesen Erfolg zu wiederholen.

Einer der Freunde, die damals alles auf den Weg brachten, ist inzwischen selbst Trainer. Oliver Neumann, seit Jahren als Coach im Verein tätig, trainiert seit 2014 erfolgreich die C-Jugend. Die jüngsten Tacklefootballer haben nun auch ihren eigenen Spielbetrieb, der zuallererst Freude am Spiel vermitteln soll und dem Erlernen der Grundlagen des American Footballs dient.

Die Spandau Bulldogs, einer der größten und bedeutendsten Vereine der Region Berlin/Brandenburg haben einen langen Weg hinter sich. Um in der Zukunft bestehen zu können, ist neues Denken erforderlich. Deshalb strebt der aktuelle Vorstand eine weitere Professionalisierung an. Neue Strukturen und die Verbindung von jahrelanger Erfahrung mit neuen, jungen Ideen sollen die Spandauer in den nächsten Jahren weiter voranbringen.

Am Wochenende steigt nun die große 30-Jahr-Feier der Spandau Bulldogs. Am Sonntag wird Roman Motzkus zu Gast sein, der über seine ersten Schritte im Football bei den Bulldogs erzählen wird. Football gespielt wird auch. Am Samstag treffen die Bulldogs-Damen auf die Emden Tigers und am Sonntagvormittag die C-Jugend auf die der Berlin Adler. Der footballerische Höhepunkt ist dann das Spitzenspiel in der Regionalliga Ost, Gegner sind am Sonntag ab 15 Uhr die Berlin Bears.

Thomas Sellmann - 29.06.2018

© Spandau Bulldogs

© Spandau Bulldogs (© Thomas Sellmann)

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