EA Sports täuscht mit Madden Ratings

T.O. neben den fake RatingsDie Firma EA Sports sorgt seit dem letzten Jahrtausend – und zwar genau seit 30 Jahren - für DAS Vorzeige-Computer-/Konsolenspiel, was die NFL angeht. Die neueste Ausgabe aus der Madden-Reihe, so benannt seit 1994 (vorher "John Madden Football") nach dem legendären Spieler / Coach / TV-Experten John Madden, wird immer lange vorher angekündigt und die Diskussionen um den Star auf dem Cover und vor allem die Ratings der Spieler füllen eine lange Offseason. Auch bei den Spielern, die sich gerne von den Leistungswerten zu niedrig angesetzt sehen und dies als zusätzliche Motivation nutzen.

Jetzt wurden die vermeintlichen Ratings bekannt, die – wie üblich – für ausgedehnte Diskussionen sorgten. Allerdings: Es waren wohl nicht die tatsächlichen Werte aus dem Spiel, wie man bei EA Sports umgehend mitteilte.

Das wäre auch durchaus überraschend gewesen: Die Teamwertungen überraschten auf den ersten Blick: Die Eagles gleich sechs Punkte besser als die Patriots, hätte man vielleicht noch erklären können. Die Raiders aber vor den Rams? Die Chargers deutlich hinter den Redskins? Die Diskussionsforen liefen kurzfristig heiß.

Allerdings erklärte Andre Weingarten, einer der Ratings Assistenten bei EA Sports, gegenüber bleedinggreennation, dass man absichtlich falsche Werte gestreut hätte. So sorgt man natürlich für noch mehr Aufmerksamkeit, auch wenn die Vorgehensweise durchaus fragwürdig ist. Angst muss man aber nicht haben, dass zu viele Fans so verprellt werden.

Das Spiel selbst wird am 10. August erscheinen, die sogenannte "Hall of Fame"-Edition für einen ausgewählten Personenkreis bereits drei Tager vorher. Während das Cover der letztgenannten Ausgabe Terrell Owens in seiner Dallas Cowboys Uniform zieren wird, wurde das Cover der regulären Edition noch nicht veröffentlicht. Auf der Front des Spiels wird T.O. also im Gegensatz zu seiner Einführungszeremonie also aller Voraussicht nach erscheinen.

Das Frontbild der "normalen Version" soll natürlich ebenso wieder für Diskussionen sorgen – nicht zuletzt wegen des sogenannten "Madden-Fluchs" und wird daher erst später veröffentlicht: Der wird gerne zitiert, wenn sich der Spieler auf dem Cover in seiner nächsten Saison verletzt oder zumindest deutlich schlechter spielt als im Vorjahr. Fans hoffen daher oft, dass "ihr Star" eben gerade nicht das nächste Cover der Reihe ziert.

Nachdem Verletzungen beim Football jedoch alles andere als selten sind, sollte man dem nicht zu viel Bedeutung beimessen. Auch ein drastischer Leistungsabfall ist erklärbar: Normalerweise wird ein absoluter Top-Star der letzten Saison auf das Cover gedruckt, der eben oft auch Karrierebestleistungen erzielte. Dass diese Leistungen nicht immer zu halten sind, liegt in der Natur der Sache und ist nicht unbedingt auf den vermeintlichen Fluch zurückzuführen.

Die letzten drei Cover wurden übrigens von Tom Brady ("G.O.A.T. Edition") 2018, seinem Teamkollegen Rob Gronkowski 2017 und New York Giants Wide Receiver Odell Beckham Jr 2016 geziert.

Rob Gronkowski konnte tatsächlich nur in acht Spielen auflaufen, aber angesichts seiner Verletzungshistorie kann man den Madden Curse hier wohl freisprechen.

Wenn man wetten würde, dürfte wohl ein Cover, das in irgendeiner Form mit dem überraschenden Super Bowl Sieger aus Philadelphia zusammenhängt, verkündet werden. Und einhergehend dann auch langsam die echten Ratings veröffentlicht werden.

Bis dahin kann man sich ja noch trefflich über die falschen Ratings unterhalten. Für Aufmerksamkeit haben die auf jeden Fall gesorgt.

Carsten Keller - 21.06.2018

T.O. neben den fake Ratings

T.O. neben den fake Ratings (© Carsten Keller)

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