Thunderbirds schließen auf

Head Coach Martin Lutzke (Berlin Thunderbirds)Die Berlin Thunderbirds gewinnen das Kellerduell der Regionalliga Ost gegen die Leipzig Lions mit 34:3 und sind jetzt punktgleich mit der zweiten Mannschaft der Berlin Rebels.

Einen wichtigen Erfolg errang das Team von Head Coach Martin Lutzke am vergangenen Samstagnachmittag. Mit dem zweiten Saisonsieg und durch den gewonnenen Vergleich gegen die Rebels schieben sich die Südberliner zwischenzeitlich wieder an diesen vorbei. Von Vorteil ist weiterhin, dass der Sieg über die Sachsen deutlicher ausfiel als der der Charlottenburger. Mit den weiterhin sieglosen Leipzig Lions scheint der erste Absteiger in dieser Saison gefunden.

Daran glaubt Lutzke allerdings noch nicht: "Gewonnen ist erst einmal wichtig, Punkt. Differenz naja ... 31 Punkte in 48 Minuten sind dort wohl mehr als machbar. Dazu kommt, dass wir im Rückspiel auf Rasen spielen müssen und ... im Rückspiel haben die Lions auch nicht eine Woche vorher ein Spiel gegen den Tabellenführer auf dem Programm, sondern ein paar Wochen Pause. Sie werden also optimal eingestellt sein und mit vollem Kader auf uns warten. ... Rückspiel alles offen."

Mit der Vorstellung seines Teams konnte der Head Coach der Thunderbirds sehr wohl zufrieden sein. Beide Mannschaften hatten schon im Vorfeld etliche Ausfälle zu beklagen und konnten deshalb nur auf jeweils 34 Aktive zurückgreifen. Die hochsommerlichen Temperaturen brachten zusätzliche Probleme. Der Start in das Spiel brachte den Gästen alle Möglichkeiten schnell in Führung zu gehen. Diese wurden nicht komplett genutzt. Zwar ging der Kickoffreturn bis tief in die Red Zone der Gastgeber, aber die anschließenden Versuche, in die Endzone zu gelangen, waren nicht von Erfolg gekrönt. So mussten sich die Lions mit einem Field Goal zufrieden geben.

Der Angriff der Thunderbirds kam ebenfalls nur schwer ins Rollen. Mit einem Rookie-Quarterback, dessen wichtigste Anspielstation bereits im ersten Viertel verletzungsbedingt ausscheiden musste, setzten die Thunderbirds wieder vermehrt auf das Laufspiel und taten gut daran. Allerdings dauerte es bis in den zweiten Spielabschnitt, bis die Hausherren die Führung übernehmen konnten. Mit einem 7:3 aus Sicht der Neuköllner verabschiedeten sich beide Teams in die Pause.

Zwei Lauftouchdowns legten Lutzkes Spieler im dritten Viertel oben drauf und sorgten damit bereits für eine Vorentscheidung. Allerdings profitierten sie in erheblichem Maße von individuellen Fehlern einer insgesamt gut eingestellten und meistens aufmerksamen Abwehr der Gäste. Deren D-Line konnte dem druckvollen Laufspiel der beiden Running Backs der Thunderbirds, die von ihrer O-Line oft geschickt frei geblockt wurden, mit zunehmender Zeit immer weniger standhalten.

Nach dem bereits erwähnten Ausscheiden des Tight Ends zu Beginn des Spiels mussten die Thunderbirds im Schlussabschnitt auch noch die Verletzung weiterer wichtiger Spieler hinnehmen. Die teilweise harte Gangart forderte ihren Tribut, ebenso der für die Leipziger ungewohnte Kunstrasen des Stadion Britz Süd, der auch anderen Teams immer wieder Probleme bereitet. So konnten sich die Hausherren ob der weiteren vierzehn erzielten Punkte, die das Endergebnis von 34:3 ergaben, nicht wirklich freuen. Man muss sich bei den Thunderbirds nach den vielen Ausfällen der letzten Wochen inzwischen Sorgen machen, ob die Anzahl der gesunden Spieler für die letzten fünf Regionalligaspiele noch ausreicht.

Nach einem spielfreien Wochenende steht am nächsten Sonntag das Spiel bei den Berlin Bears an. Lutzkes hierzu: "Mal hören, was mir die Jungs aus den Krankhäusern mitteilen, wer alles im Urlaub ist und wer arbeiten muss. Dann sehen wir, wer noch fit ist und wer länger Pause braucht. Gegen die Bears wird das, solange sie noch im Meisterschaftsrennen sind, sehr schwer. ... Wenn die konzentriert arbeiten, wird das eine 50er Klatsche wie gegen Cottbus im ersten Spiel."

Thomas Sellmann - 13.06.2018

Head Coach Martin Lutzke (Berlin Thunderbirds)

Head Coach Martin Lutzke (Berlin Thunderbirds) (© Dirk Pohl)

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