Punkteteilung in Freiburg

Sacristans-Receiver Micha Henßler sorgte mit einem spektakulären Fang für den Ausgleich kurz vor der Pause. Die 1844 Freiburg Sacristans trennen sich beim Heimspiel gegen die Pforzheim Wilddogs 14:14-Unentschieden und gehen auf dem vorletzten Tabellenplatz der Regionalliga Südwest in die dreiwöchige Spielpause.

Nur wenige Wochen nach dem Hinspiel in Pforzheim, das man 7:25 verloren hatte, trafen die Messdiener erneut auf die Wilddogs und lieferten sich über vier Viertel hinweg ein spannendes Spiel, das am Ende keinen Sieger kannte. Die rund 400 Zuschauer im FT-Sportpark sorgten von Beginn an für eine grandiose Atmosphäre. Zahlreiche Tröten, Trommeln, Rasseln, Ratschen und dergleichen erzeugten eine Regionalliga-reife Stimmung. Bereits in den ersten Minuten des Spieles zeigte sich, dass die Pforzheimer Offense, die im Hinspiel noch des Öfteren jubeln durfte, an der Dreisam auf größeren Widerstand treffen würde als noch vor einigen Wochen zu Hause. Zwar erzielten die Männer aus der Goldstadt durch David Gauß früh den ersten Touchdown des Spiels (PAT Nico Bock), doch danach gelang dem Angriff der Gäste lange Zeit nicht viel. Die Freiburger Verteidigung machte schnell klar, dass sie seit dem letzten Zusammentreffen dazugelernt hatte und sorgte getreu dem Motto "Wir müssen leider draußen bleiben" dafür, dass bis zur Halbzeit bis auf weiteres die Freiburger Endzone "hundefrei" blieb.

Die Offense der Gastgeber hatte derweil mit den alten Problemen zu kämpfen, denn auf dem Boden konnte auch diesmal nicht viel Raum gewonnen werden. Running Back Sebastian Keil ließ zwar oft in gewohnter Weise den ersten Verteidiger aussteigen, danach war jedoch meist nach wenigen Yards Schluss. Dennoch ermöglichten diese hart erkämpften Yards den Freiburgern, Raumgewinn durch die Luft zu erzielen, da die Defense der Pforzheimer auch den Lauf respektieren musste. Und so war es dann wieder einmal Wide Receiver Micha Henßler, der im zweiten Viertel einen 10-Yard-Pass von Quarterback Luca Schler in der Endzone fing und so für die ersten sechs Punkte der Sacristans sorgte (Zusatzkick Martin Grunert). Auch danach bewegten die Breisgauer den Ball gut und kamen kurz vor der Halbzeit in Field-Goal-Nähe. Durch einen zu hohen Snap, schlug der Versuch jedoch fehl, weswegen man mit sieben Punkten auf beiden Seiten in die Pause ging.

Auch in Hälfte Zwei waren es wieder die Gäste, die zuerst jubeln durften und durch David Gauß auf 14: 7 erhöhten. Vorangegangen war ein Turnover on Downs der Freiburger. Beim anschließenden Kickoff-Return trug Aaron Hellriegel den Ball über 80 Yards zurück in die Endzone der Gäste, doch der Touchdown zählte aufgrund zweier Fouls der Südbadener nicht. Nach Punts auf beiden Seiten bot sich dann im vierten Viertel die Möglichkeit, für Freiburg gleichzuziehen, als ein Snap des Pforzheimer Longsnappers über seinen Punter segelte und erst innerhalb der 10-Yard-Linie von diesem gesichert werden konnte. Diesen Fehler der Pforzheimer Special Teams bestrafte die Offense der Sacristans sofort, indem Quarterback Schler seinen Tight End Daniel Philipps in der Endzone fand und bediente (Zusatzkick Martin Grunert).

Nachdem die Verteidigung der Messdiener weiter stark aufspielte, wechselte das Ballbesitzrecht wenige Minuten vor Spielende erneut zu den Freiburgern, die sich ein weiteres Mal bis in Field-Ggoal-Nähe vorarbeiteten. Der Kick von Martin Grunert konnte jedoch geblockt werden und somit musste man den Ball bei Punktgleichstand noch einmal an die Gäste abgeben. Trotz einiger Strafen gegen Freiburg, die die Gäste gefährlich nahe an die Endzone der Breisgauer brachten, hielt das badische Bollwerk stand und Martin Grunert sicherte das Unentschieden durch eine Interception des gegnerischen Quarterbacks.

Angesichts zweier missglückter Field Goals war an diesem Spieltag sicher mehr drin für die Freiburger, doch mit Blick auf die klare Niederlage im Hinspiel Ende Mai zeigte das Team von Head Coach Dennis Oppermann eine deutliche Leistungssteigerung. Nun hat man in Freiburg drei Wochen Zeit weiter am Aufwärtstrend zu arbeiten, bevor es am 30. Juni nach Karlsruhe zum Rückspiel gegen die KIT Engineers geht. Um gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Zählbares mit nach Hause zu nehmen, werden alle Teile des Teams perfekt zusammenarbeiten müssen.

Gohlke - 12.06.2018

Sacristans-Receiver Micha Henßler sorgte mit einem spektakulären Fang für den Ausgleich kurz vor der Pause.

Sacristans-Receiver Micha Henßler sorgte mit einem spektakulären Fang für den Ausgleich kurz vor der Pause. (© Freiburg Sacristans/Wolfgang Günther)

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