Klare Angelegenheit für die Dukes

Auch mit vereinten Kräften konnten die Cowboys die Ingolstadt Dukes nicht stoppen.Vor dem Spiel sprachen die Ingolstadt Dukes noch von einem Duell auf Augenhöhe, doch dann präsentierten sie sich im Oberbayern-Derby gegen die Munich Cowboys in allen Belangen überlegen. Mit dem 44:21 waren die hoffnungslos überforderten Gäste noch gut bedient, da die Gastgeber nach einer sicheren 38:0-Führung einen Gang zurückschalteten und kräftig durchrotierten.

Im Vergleich zu den letzten Spielen zeigten sich die Dukes deutlich verbessert, weshalb Head Coach Eugen Haaf auch hochzufrieden sein konnte: "Heute ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Da waren alle bereit, hart für den Sieg zu arbeiten." Dennoch ist er sicher, dass es sogar noch besser geht: "Da war noch viel Luft nach oben."

Nachdem Timo Benschuh aus zeitlichen Gründen aufhören musste, war plötzlich auf der Position des Kickers ein Vakuum entstanden, das die Dukes unerwartet gelöst haben. Markus Gmeiner, jahrelang auf dieser Position eine sichere Größe, wurde nach vier Jahren Pause reaktiviert und hat dabei voll überzeugt. Zwar setzte er den ersten Field Goal-Versuch nach vier Minuten noch daneben, aber danach erwies er sich gewohnt zielsicher und verwandelte einen weiteren Field Goal-Versuch und fünf Extra-Kicks souverän.

Nach seinem ersten Fehlschuss brauchte das Team noch einige Minuten, um die Unsicherheiten, die sich nach drei Heimniederlagen in Folge breit gemacht hatten, wieder abzulegen. Und als Anthony Mella nach acht Minuten eine perfektes Zuspiel von Quarterback Nelson Hughes in der Endzone sicher fing, kam die Angriffsmaschinerie der Dukes ins Rollen. Nur 20 Sekunden nach Beginn des zweiten Quarters wurde Mella Zentimeter vor der Endzone gestoppt, doch danach war Dominique Kandolo erfolgreich.

Mella ließ Gegenspieler Marcos-Vinicius Erhart-Schlabitz in der Endzone mit einer geschickten Körperdrehung ins Leere laufen und hatte keine Mühe, den Pass von Hughes zu fangen. Als dem schwachen Cowoys-Quarterback Trenton Miller eine Interception unterlief, nutzte dies Sterry Codrington zu einem Lauf über das halbe Feld bis zur 8-Yard-Linie. Von dort schafften es die Dukes bei den folgenden drei Versuchen nicht in die Endzone, so dass Gmeiner erneut zu einem Field Goal-Versuch antreten durfte. Diesmal verwandelte er sicher, und so gingen die Dukes mit einer 24:0-Führung in die Pause.

Lorenz Regler, auf den die Cowboys bis dahin gut aufgepasst hatten, ließ dann einmal mehr seine Klasse aufblitzen und baute den Vorsprung durch zwei Touchdowns zu Beginn des dritten Quarters auf 38:0 aus. Die Partie war damit vorzeitig entschieden. Die Dukes verwalteten in der Folge den sicheren Vorsprung und kamen nur noch zu einem Touchdown durch den auffälligen Jakob Wenzel, während die Cowboys durch Markus Gärtner, Tim Silbermann und Anton Chereminskiy noch etwas Ergebnis-Kosmetik betreiben konnten. Doch auch das 44:21 sprach eine deutliche Sprache.

Nicht nur das Ergebnis und das starke Comeback von Gmeiner erfreute die Verantwortlichen bei den Dukes, auch ein kurzfristig verpflichteter Neuzugang schlug hervorragend ein: Defensive Back Daniel Petersen von den Idaho Vandals hat sich mit einem starken Auftritt sofort in die Herzen der Fans gespielt und mit einigen spektakulären Läufen gezeigt, dass auch in Zukunft mit ihm zu rechnen sein dürfte.


Elmer Ihm - 10.06.2018

Auch mit vereinten Kräften konnten die Cowboys die Ingolstadt Dukes nicht stoppen.

Auch mit vereinten Kräften konnten die Cowboys die Ingolstadt Dukes nicht stoppen. (© Siegfried Kerpf)

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