Revanche geglückt

Mit dem 30:22-Arbeitssieg der Red Knights Tübingen über den Rivalen Bad Mergentheim Wolfpack vor circa 350 Zuschauern am vergangenen Samstag auf dem Sportplatz am Holderfeld revanchieren sich die Knights nicht nur für die im Hinspiel erlittene 0:6 - Pleite, sondern wahren dabei auch noch die Aufstiegschancen nach ihrem bislang wichtigsten Heimspiel der Oberliga-Saison 2018.

Nur der Tabellenerste der Oberliga Baden-Württemberg hat einen Aufstiegsplatzsicher sicher. Daher musste man die Wichtigkeit dieses Spiels gar nicht erst betonen. Bis vor der Begegnung am vergangenen Samstag, 02. Juno, rangierten die Gäste aus Bad Mergentheim (aufgrund ihres Hinspiel-Sieges) noch vor den Tübinger Hausherren auf dem 2. Tabellenplatz. Da die Red Knights die Partie zuvor mit 0:6 verloren hatten, mussten diese also zwangsläufig mit mindestens einem Touchdown nebst Extrapunkt Unterschied gewinnen, um aufgrund des direkten Vergleiches noch vor dem Wolfsrudel zu stehen. Kein leichtes Unterfangen gegen diesen Gegner. Und das "Rudel" war hungrig!

Die Spannung bei beiden Kontrahenten war auf dem Siedepunkt angekommen, Niemand musste erst motiviert werden. Ein Sieg musste her, gleich, wie. Und es war klar: Je höher und deutlicher, desto besser!

Schweißtreibende Temperaturen und ein teils bewölkter Himmel begleitete den ersten Kickoff, den "Weißhut" Thomas Wartmann pünktlich um 16 Uhr ausführen ließ.

Gleich im ersten Drive der Gäste eroberte Mike Kraiss für die Red Knights Tübingen den Ball nach einem Fumble, und sicherte seinen Teamkameraden damit das Angriffsrecht. Die Offense der Tübinger startete sehr ambitioniert ihren ersten Drive. Vielleicht sogar etwas zu ambitioniert. Das Resultat fiel dagegen sehr ernüchternd aus. Nur Luft und Liebe, mehr kam bei dem ersten Drive des Gastgebers auch nicht heraus. Ein früher Turnover auf Seiten Tübingens beendete erst einmal die Angriffsbemühungen der Neckarstädter.

Im darauffolgenden Drive Bad Mergentheims machte es deren Angriff mäßig besser. Immerhin reichte die Entfernung und es sprang dabei gar ein Field-Goal-Versuch heraus. Allerdings wurde dieser von der Tübinger Verteidigung geblockt.
Fabian Wolter und Philip Perus, die beiden Wide Receiver der Red Knights brachten die eigene Offensive durch gute Passfänge in aussichtsreiche Position, aus der man aber leider kein Kapital schlagen konnte. Fabian Wolters' hervorragender Punt brachte das Wolfpack in eine sehr mißliche Lage, als der Ball an der eigenen 2-Yardlinie des Gastes "tot" wurde. Eine Einladung, die Max Bär, ein ehemaliger Böblinger Spieler, dankend annahm. Dieser erzwang ein Safety, und brachte damit die Knights mit 2:0 in Führung. Angelsport durch diese Leistung dachte sich die Offense wohl: "Was die können, (das) können wir schon lange!" Zuerst trug Jan Hohmann den anschließenden Kickoff-Return bis an die gegnerische 48-Yardline. Dann motivierten sich die Tübinger Ballträger, Johannes Winterhalter und Jan Hohmann gegenseitig durch ihr Laufspiel. Nelson Stegmeier, der dem Ruf in die USA nach Ende des Spiels folgen wird, bediente Fabian Wolter mustergültig, und es hieß 8:0 für die Gastgeber. Dank des Extrakicks erhöhte sich der Spielstand sogar noch auf 9:0.
Zwar kam der Gast aus Bad Mergentheim abermals nicht zu Punkten, doch der anschließende Punt über 70 Yards hatte ordentlich "Pfeffer", und ließ den Zuschauern erst einmal das Herz vor Schreck gehörig in die Hose rutschen.

Der weitere Spielverlauf lieferte keine nennenswerte Aktionen. Philip Motzer gelang es zwar einmal, einen Pass des wieselflinken Mergentheimer US-Import-Quarterbacks abzufangen, die Freude darüber währte jedoch nicht allzulange. Die Defense der Red Knights beging zuvor ein Persönliches Foul. Daher hatte die Defense bei ihrer Interception keine "clean Hands", und damit auch kein Angriffsrecht. Es blieb alles beim Alten. Alles beim Alten? Nicht ganz! Durch das Foul kam Bad Mergentheim faktisch zu einem automatischen, neuen 1. Versuch und das Wolfpack beendete, dank des "Geschenke" der Gastgeber, seinen Drive erfolgreich mit seinem Touchdown (und Zusatzpunkt) zum 7:9-Anschluss.Fabian Wolter hatte offensichtlich keinsterlei Probleme mit seinem Manndecker. Daher bediente Nelson Stegmeier Wolter erneut mit einem Pass, und dieser erzielte daraufhin einen 50-Yard-Touchdown. Dank des anschließenden Extrapunktes verabschiedeten sich beide Teams mit der 16:7-Halbzeitführung für Tübingen.

Nach der Halbzeit empfing Tübingen den Kickoff, bekam das Angriffsrecht, konnte aber erneut nicht davon profitieren. Nun begann Tübingen erneut damit, "Gastgeschenke" zu verteilen. Die Verteidigung der Red Knights hielt die Gäste bis zum 4. Versuch und 1 Yard zu gehen in deren eigener Hälfte. Dann schoss die Defense wieder einmal einen kapitalen Bock. Das Wolfsrudel blieb im Ballbesitz und bedankte sich artig mit dem Anschluss zum 14:16 aus Mergentheimer Sicht.

Auf beiden Seiten brachte die Offense in den folgenden Drives nichts sonderlich Positives zustande. Doch der Vorteil lag immer noch auf Seiten der Gäste. Bei diesem Spielstand hätten die Tübingen Red Knights ihre Meisterschaftsambitionen getrost zu Grab tragen können. Tübingen musste jetzt liefern. Und genau das Taten die Red Knights mit einem Trickspielzug, auf den das Wolfpack auch prompt hereinfiel.

Was war passiert? Head Coach Sven Diether schickte das Field Goal-Team auf den Platz. Alles rechnete jetzt eigentlich mit einem Field Goal-Versuch. Doch der kam nicht! Stattdessen folgte ein Pass von Holder Fabian Wolter auf Philip Perus. Dank des Zusatzpunktes erhöhten die Gastgeber aus Tübingen auf 23:14 und Bad Mergentheim stand da, wie ein begossener Pudel.

Nach all den freundlichen Gastgeschenken der Neckarstädter wollten die Gäste offenbar nicht nachstehen, und verteilten nun Ihrerseits Geschenke. Das Wolfpack fumblete den Ball, Marin Dominikovic griff zu, und plötzlich hatten die Tübinger wieder das Angriffsrecht. Und diese Gelegenheit in aussichtsreicher Entfernung ließen sich die Tübinger Footballer durch Running Back Johannes Winterhalter diesmal natürlich nicht entgehen. Die Gastgeber führten 30:14.

Die Verteidigung der Red Knights fing erneut eine Interception durch Philip Hermann ab und bescherten den Tübingern abermals eine gute Feldposition. Was dann geschah, lässt sich nicht, oder nur sehr schwer, nachvollziehen.

Die Tübinger Offensive fumblete den Ball und verlor das Angriffsrecht an Bad Mergentheim. Bad Mergentheim wiederum fumblete den Ball nach einem gelungenen Gang-Tackling, das "Ei" war wieder bei den Knights. Tübingen wollte den mühsam von Fritz Oberlechner eroberten Ball aber irgendwie gar nicht haben, und "schenkte" dem Gegner abermals nach einem Fumble den Ball. Das Wolfsrudel aus Bad Mergentheim sagte sich dann: "Nun gut, wenn ihr ihn nicht haben wollt, dann nehmen wir ihn eben..."

Es kam, wie es kommen musste: Die Gäste nutzten ihre Chance und punktete nocheinmal mit ihrem Angriffsrecht. Doch der Anschluss zum 22:30 aus Sicht des Wolfpacks war nicht mehr von Bedeutung, zumal die Red Knights den anschließenden Onside-Kick der Gäste zum 30:22-Endstand sichern konnten. Eine Alles in Allem spannende, aber stets faire Begegnung war zuende, in der die Schiedsrichter-Crew bei 5 Strafen für 35 Yards beim Gastgeber und 7 Strafen für 65 Yards auf Seiten des Wolfpacks wohl kaum vor einer größeren Herausforderung gestanden haben sollte.

Fazit: Den Red Knights Tübingen gelingt die Revanche, die Aufstiegschancen bleiben gewahrt. Dafür verlieren die Knights aber in Quarterback Nelson Stegmeier einen Spielmacher, der für Steffen Becker nach dessen Verletzung eingesprungen ist, und diesen souverän, auch im letzten Spiel für die Tübingen Red Knights, vertreten hat.


Axel Luley - 06.06.2018

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30.09.

Weinheim Longhorns - Tübingen Red Knights

15:00 Uhr

07.04.

Bad Mergentheim Wolfpack - Tübingen Red Knights

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14.04.

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28

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6

29.04.

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Ostalb Highlanders - Tübingen Red Knights

7

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26

26.05.

Tübingen Red Knights - Badener Greifs

29

:

15

02.06.

Tübingen Red Knights - B.Mergentheim W.

30

:

22

16.06.

Neckar Hammers - Tübingen Red Knights

2

:

35

08.07.

Backnang Wolverines - Tübingen Red Knights

0

:

7

15.07.

Stuttgart Silver Arrows - Tübingen Red Knights

23

:

6

22.07.

Tübingen Red Knights - Ostalb Highlanders

16

:

10

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Badener Greifs - Tübingen Red Knights

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