Panther sehen Rot - wie einst in den 1980ern

Mit den Solingen Paladins haben die Zweitliga-Footballer der Düsseldorf Panther am Samstag (17 Uhr) ihr erstes Derby vor der Brust. Der Aufsteiger dürfte dabei wohl mit breiter Brust nach Düsseldorf kommen. Nur das Auftaktspiel gegen die Lübeck Cougars verlor das Team von Ex-Panther-Trainer Cevin Conrad, danach bewiesen die Paladins, dass sie wohl nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden.

Das 41:30 gegen die Rostock Griffins und das 42:17 gegen die Paderborn Dolphins ließ die Aufmerksamkeit bei Panther-Head-Coach Pepijn Mendonca steigen: "Solingen ist ein gutes Team mit einem tollen Laufspiel. Das Duell unserer Defense gegen die Solinger Running Backs könnte spielentscheidend werden." Der Panther-Cheftrainer setzt dabei besonders auf seine Analysen während des Spiels der
Paladins zu Hause gegen die Paderborn Dolphins, dass er live in Solingen verfolgen konnte.

Besonders die Fähigkeit, sich nicht von der zwischenzeitlichen Führung der Dolphins stören zu lassen, gefiel dem holländischen Head Coach der Panther. "Sie haben sich nicht beeindrucken lassen und ihr Spiel durchgesetzt, das zeugt von gutem Teamgeist." Auf Teamgeist wird es auch für die Defense der Raubkatzen am Samstag ankommen, um das starke Laufspiel der Paladins zu stoppen.

Darunter sind zwei ehemalige Panther im Dress der Paladins: Daniel Rennich ist mit fünf erlaufenen Touchdowns und elf verwandelten Extrakicks erfolgreichster Punktesammler der Bergischen. Sein größter persönlicher Erfolg neben dem Aufstieg mit den "Rittern" war die deutsche Vizemeisterschaft der Jugend als Running Back der Panther U19. Patrick Poetsch ist sein Vorblocker: Der sowohl durchsetzungsfähige als auch für seine Körpermasse erstaunlich flinke Fullback, der auch als Drittliga-Spieler im vergangenen Jahr zur deutschen Nationalmannschaft gehörte, hatte nach seiner Zeit an der William Penn University für die Düsseldorfer in der GFL gespielt, ehe es den gebürtigen Remscheider wieder ins Bergische Land verschlug.

Auch in der Solinger Defense kehren einige Ex-Panther zurück ins Benrather-Gehege. Nicht nur von der Position her ist allen voran Defensive Lineman Gino-Vito Behling-Lang. Der Koloss setzte gegen Paderborn den Dolphins-Quarterback unter Dauerdruck und blockte so viele Passversuche, dass auf der Tribüne schon gelästert wurde, dass Gino mehr Ballkontakte hätte als die Passempfänger der Gäste. Pantherlastig ist auch das Backfield der Solinger: DB-Spielertrainer Mali Bangura-Camara, Cornerback Christian Buchholtz sowie Cornerback und Returner Denis Odenhoven waren bereits Raubkatzen – genau wie Head Coach Cevin
Conrad, der unter James Jenkins in Düsseldorf arbeitete.

Ins Backfield der Panther kehrt Safety Florian Hölsken zurück, der nach einem Amerika-Aufenthalt wieder das Düsseldorfer Trikot überstreifen wird. Dieses Trikot wird ein wenig anders und deswegen eine Überraschung für viele sein. Erstmals seit den 1980ern Jahren werden die Düsseldorfer ganz in Rot auflaufen. "Wir waren in den 1980ern sehr erfolgreich in unserem roten Trikot und wir hielten es einfach für eine gute Idee, dass wir zu unserem 40. Jubiläum wieder mal in Rot spielen sollten", erklärt Markus Becker vom Vorstand der Düsseldorf
Panther den Farbenwechsel.

Goergens - 01.06.2018

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