Hunters punkt- und chancenlos

Nach dem ersten Sieg der Saison gegen Offenburg unterliegen die Hunters bei den noch ungeschlagenen Fellbach Warriors nach defensiv zunächst guter Leistung am Ende deutlich mit 24:00.

Bei hochsommerlichem Wetter reisten die Heidelberger Footballer mit dem ersten Sieg im Gepäck zum Aufstiegsfavoriten nach Fellbach. Die Schwaben hatten zuvor jedes ihrer Spiele gewonnen und dabei insbesondere defensiv starke Leistungen gezeigt, trotzdem wollten sich die Hunters nicht verstecken und bereiteten sich genau auf den Gegner vor. Trotz einiger Personalsorgen war man überzeugt, dem Favoriten Paroli bieten zu können.

Zu Spielbeginn sah es auch so aus, als würde das, zumindest defensiv, gelingen. Im ersten Viertel gelingen keinem Team Punkte, das Spiel bewegt sich größtenteils zwischen den jeweiligen 40-Yard-Linien, First Downs gibt es auf beiden Seiten wenige. Die Heidelberger Offensive konnte gegen die starke Fellbacher Defensive Line nicht ihr gewohntes Laufspiel aufziehen, Running Back Leon Martins und die Offensive Line, die ihren Captain Roman Baumgärtner vermisste, hatte es gegen aggressive Fellbacher extrem schwer. Auch auf der Gegenseite allerdings tut sich zunächst wenig, im ersten Viertel können die Warriors nur ein einziges First Down erzielen; die beste Feldposition gibt es für die Gastgeber nach einer Interception, ein langer Field Goal-Versuch gelingt allerdings nicht.

Zu Beginn des zweiten Viertels werden beide Teams mutiger. Heidelberg misslingt ein Punt-Fake, in der direkten Folge fängt Martin "Rolf" Reinschmidt eine Interception und bringt die Offense zum ersten Mal in die gegnerische Hälfte; auch hier allerdings ohne Erfolg. Heidelberg muss erneut punten, der Punt misslingt und Fellbach steht in der Heidelberger Hälfte und nach einem First Down in Field Goal-Reichweite; zur Halbzeit steht es 3:0 für die Gastgeber.

Alles drin also für die Hunters in der zweiten Halbzeit. Diese beginnt aber denkbar schlecht. Der Heidelberger Kickoff wird bis zur Feldmitte zurückgetragen, nach persönlichem Foul gegen Heidelberg steht Fellbach direkt mit dem ersten Spielzug nah an der Endzone. Wenige Läufe später können die Gastgeber den ersten Touchdown feiern. Die Einwechslung von Linus Rob auf Quarterback bringt vorübergehend frischen Wind, dennoch schaffen es die Heidelberger im ersten offensiven Drive nur bis zur Mittellinie. Im direkten Gegenzug schlägt Fellbach erneut zu: Mit einem langen Pass in die Endzone erhöhen sie auf 17:0. Hoffnung gibt es Anfang des vierten Viertels, als Martin Reinschmidt seine zweite Interception des Spiels fängt und die Heidelberger zunächst erneut Raum gut machen; das Spiel wird nun aber auch risikoreicher, mittels Fumble verliert die Offense den Ball; im nächsten Drive fängt ein Fellbacher Verteidiger einen Pass von Linus Rob ab und trägt ihn direkt in die Endzone zum 24:0. Ein erfolgsversprechender Drive der Offense endet mit einer weiteren Interception kurz vor der Fellbacher Endzone, das Aufbäumen der Offense wird nicht mit Punkten belohnt und somit steht die erste Niederlage ohne eigene Punkte seit mehreren Jahren.

Nach dem Spiel zeigten sich die Coaches insbesondere mit der Leistung der Offense sehr unzufrieden. Gegen die starke Verteidigung der Warriors fand man bis zum Ende kein Mittel, letztendlich muss man trotz vergebener Möglichkeiten und ungenutztem Potenzial zugeben, dass Fellbach in diesem Spiel die bessere Mannschaft war.

Zeit zum Grämen bleibt den Heidelbergern keine, am kommenden Sonntag reist die zweite bisher ungeschlagene Mannschaft zum Rückspiel auf dem HTV-Platz an; bei den Ludwigsburg Bulldogs gab es im Hinspiel eine 17:08-Niederlage für die Hunters. Kickoff zum letzten Heimspiel am HTV-Platz ist am kommenden Samstag um 18 Uhr, wie gewohnt mit Einlass um 17 Uhr. Die beiden letzten Heimspiele werden im Fritz-Grunebaum-Sportpark ausgetragen.

Sebastian Schimming - 01.06.2018

(© Krüml Photography)

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