"Hildesheim hat mein Herz"

# 10 WR Paul Bogdann im Hildesheimer DressWenige Tage vor dem GFL Spiel Hildesheim Invaders gegen die New Yorker Lions hat Torben Dill ein Interview mit den Invaders Spielern Christian Fette, Sascha Diekert, Manuel Haberlach, Christian Kling und Paul Bogdann geführt, die alle zusammen verbindet, aufgrund ähnlicher Erfahrungen, Vergleiche zwischen den Braunschweiger und den Hildesheimer ziehen zu dürfen.

Frage:
Was hat Braunschweig, was Hildesheim nicht hat?

Fette:
Ein professionelles Umfeld und klare Strukturen auf hohem Niveau, dadurch kann man dort den Fokus auf kleine Details legen und diese perfektionieren, was in der GFL den Unterschied macht.

Haberlach:
Eine GFL-gefestigte Infrastruktur und eine etablierte Mentalität. In Hildesheim sind wir aber auf einem guten Weg dorthin. Pauschal zu sagen "die haben Geld" ist auf jeden Fall nicht richtig, denn es muss auch Leute geben, die Mittel richtig und gezielt einsetzen.

Diekert:
Jahre lange Erfahrung, wie man gewinnt . Gefühlt eine Antwort auf alles.

Kling:
Gefestigte Strukturen in allen Bereichen. Equipment, Coaching, Management etc.

Frage:
... und umgekehrt?

Fette:
Hildesheim hat mein Herz, so kitschig wie es klingt... Die Invaders sind meine Familie, dort bin ich aufgewachsen, von klein auf habe ich hier laufen gelernt. Erst bei den Flaggies, dann in der Jugendmannschaft bis zur Herrenmannschaft, auch bei den Seniorflags habe ich gespielt. Von der Regionalliga über die GFL 2 bis in die GFL habe ich mit den Invaders und den treuen Fans meine besten Footballerlebnisse und größten Erfolge gefeiert. Das ist meine Heimat, das kann mir kein anderer Verein geben

Haberlach:
Hildesheim hat eine etwas intensivere Bindung in das Stadtgefüge. Es ist nahezu unmöglich, einen Tag in der Stadt zu verbringen ohne Sticker, Mützen, Shirts oder Spielern selbst zu begegnen.

Diekert:
Wir wissen wie man Football spielt. Leider bringen wir es nicht immer aus Feld und das kostet dann das Spiel.

Frage:
Beide Teams haben vor der Saison einen kleinen Umbruch innerhalb des Rosters gehabt. Wieso wirkt Braunschweig schon wieder wie eine gut geölte Maschine und woran hapert es in Hildesheim?

Fette:
An den professionellen festen Strukturen. Während man in Braunschweig sehr wahrscheinlich schnell an den Details arbeiten konnte, musste man in Hildesheim noch die neuen Strukturen erarbeiten und einbinden, dass geht dann meist auf die Kosten der Trainingsqualität.

Haberlach:
Ich denke es liegt vor allem an der gefestigten Struktur in Braunschweig. Dort ist klar: Du kommst nach Braunschweig und hast dich nach Lions-Regeln zu verhalten. In Hildesheim muss eine solch klare Linie mit der Zeit gefestigt werden und dann kann sie für die Zukunft als Leitfaden gesehen werden. Das geht nicht von heute auf morgen.

Diekert:
In Braunschweig zeigt sich das etablierte System, welches dort seit Jahren existiert. Bei uns muss sich vieles noch finden - vom Manager bis zum Zeugwart. Es ist einfacher einzelne Spieler an das System zuführen als das System bei zu entdecken. An diesem Punkt stehen die Invaders im Moment – Wir sind jedoch auf einem sehr guten Weg.

Kling:
Die Coaching Staff ist schon seit vielen Jahren unverändert. Spieler, die sich für die Lions entscheiden, stellen alles andere in den Hintergrund. 100 Prozent Football – the lions way. In Hildesheim übernehmen immer mehr Leute diese Mentalität. Es ist aber ein Prozess der sich weiter entwickeln muss.

Frage:
Wie sieht unter diesem Aspekt momentan das Training aus?

Fette:
Man ist stehts bemüht ein angemessenes Umfeld zu generieren.

Haberlach:
Das Training hat im Vergleich zu den Vorjahren weitaus an Fahrt aufgenommen und erinnert mich manchmal etwas mehr an das Training in Braunschweig. Intensität und vor allem auch Freude beim Training sind stark gewachsen.

Diekert:
In Hildesheim fehlt noch die Abstimmung und viele kleine Fehler die den Ablauf des Trainings ab und zu unterbrechen. Es wird besser und das Schöne ist es wächst langsam zusammen. Ich bin stolz, Teil dieser Entwicklung zu sein.

Kling:
Die Intensität hat zugenommen. Die Erwartungen an die Spieler steigern sich jedes Jahr. Die Geschwindigkeit ist wesentlich höher. Spieler können es sich kaum noch erlauben ein Training zu verpassen – der nächste Spieler wartet nur auf die Gelegenheit sich zu zeigen.

Frage:
Freut ihr euch bereits auf das Derby?

Fette:
In den letzten Jahren war die Stimmung und die Atmosphäre im Friedrich-Ebert-Stadion grandios. In diesem Spiel konnten wir immer mit einem hohem Interesse der Fans trumpfen, die uns super unterstützen... Ja, ich freue mich.

Haberlach:
Na logisch! Zum einen natürlich wegen der Derby-Brisanz, zum anderen auch, weil man alte Teamkollegen wiedertrifft.

Diekert:
Wie auf jedes Spiel – Video, Video, Video und Dinge die dann im Training wichtig werden.

Kling:
Es ist immer etwas Besonderes gegen das beste Team Europas der letzten 20 Jahre zu spielen. Tolle Kulisse mit fantastischen Fans auf beiden Seiten – und man trifft viele alte Weggefährten.

Bogdann:
Auf jeden Fall! Für mich ist es das erste Mal, dass ich gegen ein Team spiele, in welchem ich selber zuvor gespielt habe. Nach nun über 12 Jahren in Hildesheim auf alte Teamkollegen und auch gute Freunde zu treffen wird etwas ganz besonderes für mich. Hinzu kommt, dass ich auch gegen meinen Bruder Ludwig spielen werde, womit für uns beide ein Traum in Erfüllung geht: gemeinsam auf einem Footballfeld stehen. Auch wenn es in jeweils anderen Jerseys sein wird.

Frage:
Am Samstag erwartet beide Mannschaften eine große Kulisse im Friedrich-Ebert-Stadion. Wie bereitet man sich auf solche Dinge vor? Oder bleibt die Fokussierung beim Spiel und es ändert sich nichts?

Fette:
Eine spezielle Vorbereitung habe ich nicht, aber es ist immer wieder schön, vor solchen großartigen Kulissen zu spielen.

Haberlach:
Auf die Kulisse freut man sich einfach, die Vorbereitung wäre die gleiche auch wenn wir nur vor drei Leuten spielen würden. Die Braunschweiger sind den Trubel ja gewohnt, wobei wir ja auch in Hildesheim beim ersten Spiel über 1100 Zuschauer hatten. Die Kommunikation auf dem Feld muss da natürlich besser sitzen.

Diekert:
Mich interessiert nur der nächste Gegner. Beim Einlaufen ist es interessant und beeindruckend. Ich finde die Fankulisse der Invaders hat sowieso immer seinen eigenen Charme und Reiz.

Kling:
Bis auf die Veränderung der Lautstärke durch die Zusachauer, ändert sich für mich nichts.

Bogdann:
Vor einer großen Kulisse zu spielen ist immer eine atemberaubende Sache und macht riesig Spaß. Der Fokus bleibt allerdings voll und ganz auf dem Spiel.

Frage:
Freut ihr euch auf das Wiedersehen mit Paul? Und wie sieht es bei dir aus Paul? Aufgeregter als sonst?

Fette:
Ich freue mich immer wenn ich einen Teil der Familie wieder sehen kann.

Haberlach:
Klar, wir freuen uns. Aber der Fokus liegt auf dem Ganzen.

Diekert:
Wer ist Paul? Kleiner Witz. Ich freu mich auf ihn und mal sehen was er kann.

Kling:
Ich freue mich sehr darüber. Topspieler und ein Topmensch. Einen Spieler, wie Paul verliert man nicht gerne aber die Entwicklung, die er bei den Lions nehmen wird, kann er ja dann irgendwann weiter vermitteln – genauso, wie wir es vor ihm gemacht haben.

Bogdann:
Ich freue mich natürlich auch auf das Wiedersehen, allerdings liegt der Fokus erst einmal auf dem Spiel selber, wie Manu schon sagt. Nach dem Spiel werden sicher noch ein paar lustige Geschichten aus der Vergangenheit mit alten Teamkollegen ausgetauscht.

Frage:
Was für ein Spiel wünscht ihr euch und wie ist euer Tipp? Schaffen die Invaders die Sensation?

Fette:
Kaum jemand rechnet mit einem Sieg von uns, wir haben also nichts zu verlieren und können frei aufspielen. Die letzten Jahre haben gezeigt das wir durchaus mithalten können. Wenn wir also alle unser Bestes geben und mit Leidenschaft und Herz spielen, ist alles möglich.

Haberlach:
Ich wünsche mir jedes Spiel einen Sieg. Mein Tipp ist immer Sieg.

Diekert:
Ein schönes Spiel mit guten Spielzügen . Wer gewinnt werden wir sehen.

Kling:
Man geht immer in ein Spiel um es zu gewinnen – auch wenn es gegen die Lions fast unvorstellbar klingt.

Schlüter - 16.05.2018

# 10 WR Paul Bogdann im Hildesheimer Dress

# 10 WR Paul Bogdann im Hildesheimer Dress (© Zelter Media Service)

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