Klare Angelegenheit in Braunschweig

Die Lions fegten die Hurricanes vom Platz. Mit einem ungefährdeten 42:3 Sieg, schickten die New Yorker Lions in ihrem GFL Heimauftakt der Saison 2018, die Kiel Baltic Hurricanes chancenlos zurück an die Kieler Förde. Von Beginn an dominierten die Hausherren die Partie vor etwas mehr als 3.500 Zuschauer nach belieben und zeigte den Gäste aus dem hohen Norden deutlich ihre momentanen Grenzen auf.

Nach dem schon fast für die Lions obligatorischen Gewinn des Coin-Toss und der Wahl des Angriffsrechts in Halbzeit zwei, begann das Spiel mit dem Kickoff durch Lions Spieler Tom van Duijn. Die Gäste aus Kiel starteten furios durch ihren Running Back Julian Ampaw, der nahezu ohne Berührung die ersten beiden Verteidigungsreihen der Löwen überwand und erst an der Kieler 40 Yard Linie mit Mühe und Not durch die Lions gestoppt werden konnte. Doch sollte der erste Lauf nur ein Strohfeuer im Angriff der Gäste gewesen sein. Denn danach und auch im weiteren Verlauf des Spiels, dominierte nur noch die Verteidigung der New Yorker Lions das Spiel und die Offense der Wirbelstürme. Was folgte war ein Punt der Kieler durch ihren an diesem Tag gefühlt meist beschäftigten Mann, Punter und Kicker Tim Albrecht und nach einem Return von David McCants bis an Kiels 41 Yard Linie, betrat erstmalig der Angriff der Lions das Spielfeld. Läufe durch Spielmacher Jadrian Clark und Running Back Lennies McFerren, sowie ein Pass von Clark auf Maximillan Merwarth, brachte die Offense bis dicht an die Kieler Endzone heran. Für die ersten Punkte zur 7:0 Führung sorgte Lennies McFerren, mit einem Lauf über drei Yards. Es folgte der nächste erfolglose Angriffsversuch der Hurricanes der erneut in einem Punt endete und den Braunschweigern an der eigenen 37 Yard Linie das Angriffsrecht zurückgab. Sechs Spielzüge später erzielte Wide Receiver Justus Holtz, nach einem 35 Yard Pass von Jadrian Clark, das 14:0. Vorausgegangen war neben einem schönen Lauf von Lennies McFerren, ein Pass von Clark auf Christian Bollmann.

Im Anschluss folgte der einzige Drive der Gäste des gesamten Spiels, der letztendlich zu Punkten führen sollte. Hauptakteur war Kiel Baltic Hurricanes Running Back Julian Ampaw, der mit nahezu 50 Yards Raumgewinn seine Offense bis in Field Goalreichweite brachte und somit das 34-Yard-Field-Goal von Tim Albrecht zum 14:3 Anschluss, maßgeblich vorbereitete. Doch damit sollte das erste Spielviertel noch nicht zu Ende sein, denn der Angriff der Lions machte sich ihrerseits daran, ebenfalls noch einmal zu scoren. Den Beginn machte aber eine etwas kuriose Szenerie in zwei Teilen und bei beiden Teilen waren Spieler der Löwen die Hauptakteure. Für Teil eins sorgte der Franzose auf Seiten der Lions, Pierre Courageux, der den Kickoff der Kieler aufnehmen wollte, dabei den Ball verlor, welcher dann von den Gästen aus Kiel an der Lions 28 Yard Linie der in aussichtsreicher Position gesichert werden konnte. Doch zu ihren Gunsten verwerten, konnten die Hurricanes diesem Ballgewinn nicht, den Löwen Linebacker Jacob Schridde schnappte sich gleich im nächsten Spielzug den Ball von Kiels Quarterback Clayton Turner und holte damit das Angriffsrecht umgehend für sein Team zurück. Spielmacher Jadrian Clark und seine Offense sagte Danke und vier Spielzüge später war es erneut die Kombination Clark auf Holtz, dieses Mal über 20 Yards, die den Vorsprung der Gastgeber auf 21:3 ausbaute. Mit diesem Spielstand wechselten beide Teams erstmalig die Seiten.

Abermals sorgte die von Dave Likins hervorragend eingestellte Defense der Braunschweiger für einen schnellen Stopp und einem Punt des Kieler Angriffs. Zwei Läufe von Lennies McFerren und ein Passfang von Christian Bollmann und die Offense stand bereits wieder auf Höhe der Mittellinie. Einen Spielzug später erhöhte Ballfänger und der späterer MVP des Spiels Christoph Oetken, nach 48 Yard Pass von Jadrian Clark, den Vorsprung der New Yorker Lions auf 28:3. Die Kiel Baltic Hurricanes versuchten auch im Folgenden erneut alles um zumindest über die Mittelinie und in Lions Territorium zu gelangen. Doch machte man sich gute Ansätze entweder durch Strafen oder Fehler zunichte. So schafften es die Gästen zwar einige Spielzüge erfolgreich abzuschließen, ließen aber umgehend, in Person von Ersatzspielmacher Lukas Rehder, einen Fehlwurf direkt in die Arme von Braunschweigs Safety Pierre Courageux folgen. Das Resultat war nicht nur ein Turnover und Ballbesitz der New Yorker Lions an Kiels 30 Yard Linie, sondern kurze Zeit später das 35:3 durch einen neun Yard Touchdownlauf von Quarterback Jadrian Clark. Mit der deutlichen Führung für die Gastgeber ging es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff erhielten die New Yorker Lions zuerst das Angriffsrecht, was nach dem bisherigen Spielverlauf nichts Gutes für die Kiel Baltic Hurricanes bedeuten sollte. Lennies McFerren und Christoph Oetken brachten die Löwen bis an die 31 Yard Linie der Kieler, von wo aus Jadrian Clark mit seinem zweiten Touchdownlauf des Tages, das Ergebnis auf 42:3 ausbaute. Es folgte der Wechsel auf diversen Positionen im Team der New Yorker Lions. So übernahmen in der Offense Tom van Duijn und später im vierten Spielabschnitt Mike Friese das Kommando als Quarterback und auch in der Defense wurde munter durchgetauscht. Erfolg für die Gäste aus Kiel stellte sich trotzdem nicht ein, denn nach wie vor fanden die Gäste keine Mittel gegen das Abwehrbollwerk was sich ihnen gegenüberstellte. Im Angriff kontrollierten die Gastgeber, nun mit Tobias Nick auf der Position des Running Backs, die Uhr und das Spielgeschehen.
Für weitere Highlights des Spiels sorgte die Verteidigung der Löwenstädter durch Passverteidiger Tim Unger, der im Spielverlauf bis zum Schlusspfiff zwei Interceptions seiner Statistik hinzufügen konnte. Der Spielstand selbst änderte sich nicht mehr und so blieb es letztendlich beim verdienten und klaren 42:3 Sieg der New Yorker Lions gegen die Kiel Baltic Hurricanes.

Schlüter - 13.05.2018

Die Lions fegten die Hurricanes vom Platz.

Die Lions fegten die Hurricanes vom Platz. (© M. Zelter)

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