Hochkaräter für die Rams Defense

Wade Phillips bekommt ein ganzes Arsenal an TopspielernIm vergangenen Jahr sorgten die Los Angeles Rams für eine der größten Überraschungen der Liga unter dem neuen Head Coach Sean McVay; der jüngste Head Coach aller Zeiten galt als Offensivstratege und nicht wenige hatten befürchtet, dass die Defense darunter leiden würde.

In einem cleveren Schachzug holte man jedoch mit Wade Phillips einen der erfahrensten Defensive Coordinator der NFL. Dessen 3-4 (3 down D-Liner, 4 Linebacker) Defense wurde zwar aufgrund des Systemwechsels von der vorher gespielten 4-3 Defense zunächst von vielen Experten als problematisch angesehen, aber letztendlich befand man sich im vorderen Mittelfeld (Platz 12 nach zugelassenen Punkten, Platz 19 nach Yards, sechstmeiste Interceptions), obwohl das Personal nur bedingt zum System von Wade Phillips passte.

Um das in diesem Jahr noch auszubauen, nahm General Manager Les Snead eine Menge Kapital in die Hand – das durch den glücklichen Umstand, einen Quarterback (Jared Goff), Running Back (Todd Gurley) und top Pass Rusher (Aaron Donald) mit Rookieverträgen zu besitzen, auch haufenweise zur Verfügung war.

Trotzdem konnte man diese Vielzahl an – zumindest vom Namen her - hochkarätigen Verpflichtungen so kaum vorhersehen: Bereits im Februar tradete man mit den Kansas City Chiefs und bekam für einen Zweitrunden- (2019) und einen Viertrundenpick (2018) Cornerback Marcus Peters (plus einen Sechstrundenpick), was die Fachwelt verblüfft staunen ließ. Peters gehört zu den talentiertesten Cornerbacks und holte mit seinem grandiosen Footballinstinkt bereits 19 Interceptions in drei Karrierejahren.

Sein Problem ist seine Hitzköpfigkeit, was die Chiefs wohl auch dazu veranlasste, ihn abzugeben. Im Vorjahr warf er eine Schiedsrichterflagge ins Publikum, wurde dafür überraschenderweise nicht vom Feld gestellt, lief jedoch dann selbst in die Kabine, um kurz darauf ohne Socken zurückzukehren, was ihm eine teaminterne Sperre von einem Spiel einbrachte.

Darüberhinaus wurde ein weiterer Hitzkopf – Cornerback Aqib Talib – von den Denver Broncos geholt. Der kann auf einen immensen Erfahrungsschatz und einige objektiv fragwürdige Aktionen – wie eine handfeste Auseinandersetzung mit Wide Receiver Michael Crabtree oder einen Schuss ins Bein – zurückblicken. Talib spielte unter Wade Phillips in Denver und kennt dessen System in- und auswendig.

Gehen mussten dafür Outside Linebacker Robert Quinn zu den Miami Dolphins und – etwas überraschender – Linebacker Alec Ogletree zu den New York Giants. Beide passten eben nur eingeschränkt zum Spielsystem von Wade Phillips.

Durch diese beiden Abgänge erreichte man aber vor allem eines: Es wurde wieder mächtig Platz im Salary Cap und den hob man sich für die bislang letzte – und wohl aufsehenerregendste Verpflichtung auf: Der 31jährige Ndamukong Suh, lange Zeit in Miami bestbezahlter Defender der Liga, konnte von einem Engagement bei den Rams überzeugt werden.

Er wird neben Aaron Donald spielen, der im Vorjahr zum Defensive Player of the Year ausgezeichnet worden war – und das, obwohl er regelmäßig gegen zwei Gegenspieler antreten musste und große Teile der Sommervorbereitung aufgrund Vertragsstreitigkeiten gefehlt hatte.

Die Aussicht, gegen dieses Duo aufzulaufen und dahinter noch Ballmagnete als Cornerbacks zu sehen, dürfte nicht nur die Quarterbacks der NFC West, sondern die Offensive Coordinator eines jeden Gegners in Angst und Schrecken versetzen.

Auch wenn Suh zuvor in Miami (und Detroit) vorwiegend in einer 4-3 spielte, so dürfte die Chance neben Donald aufzulaufen, für ihn zu gut gewesen zu sein, um andernorts zu unterschreiben.

Auf dem Papier ist die Defense der Rams jedenfalls absolut furchteinflößend. Man darf gespannt sein, ob sie das auch so aufs Feld bringen kann.





Carsten Keller - 31.03.2018

Wade Phillips bekommt ein ganzes Arsenal an Topspielern

Wade Phillips bekommt ein ganzes Arsenal an Topspielern (© Getty Images)

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