Michael Bennett wechselt zum Titelträger

Michael Bennett trägt künftig das Dunkelgrün der EaglesIn einem absolut überraschenden und nahezu sensationellen Trade haben die Philadelphia Eagles Defensive End Michael Bennett von den Seattle Seahawks verpflichtet; zusätzlich erhalten die Eagles einen Siebtrundenpick. Im Gegenzug wechselt ein Fünftrundenpick und Wide Receiver Marcus Johnson nach Seattle.

Seit einigen Tagen hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass die Seahawks ihre Salary Cap Situation durch den Trade oder die Entlassung des ein oder anderen Veteranen – vor allem in der Verteidigung – entlasten wollen. So gesehen wäre es nicht allzu überraschend gewesen, wenn Bennett getradet worden wäre, aber das Ziel ist jetzt durchaus überraschend und so wohl kaum vorherzusehen gewesen.

Der aktuelle Titelträger Philadelphia kämpft nämlich selbst mit Salary Cap Schwierigkeiten und liegt momentan noch deutlich über dem vorgegebenen Cap von 177,714 Millionen Dollar (aus dem Vorjahr konnten sie noch gut 500.000 in die neue Saison "retten"). So versuchte man Defensive End Vinny Curry zu einer Restrukturierung beziehungsweise zu einem teilweisen Gehaltsverzicht zu überreden, was dieser aber (völlig zurecht) ablehnte. Curry hatte 2016 eine Vertragsverlängerung um fünf Jahre über 47,25 Millionen Dollar unterschrieben und würde jetzt ein Grundgehalt von 9 Millionen plus 2 Millionen Signing Bonus in der kommenden Saison erhalten.

Auch Bennett unterschrieb in Seattle 2016 eine Vertragsverlängerung – um drei Jahre für 30,5 Millionen. Sein Cap Hit liegt jedoch mit ca. 8,4 Millionen unter dem von Curry (11 Millionen).

Michael Bennett war seit 2013 bei den Seahawks, bei denen seine Karriere 2009 auch startete (dazwischen lagen noch vier Jahre in Tampa Bay), und ein absoluter Eckpfeiler der gefürchteten Defense Seattles. Im Vorjahr startete der 32jährige Defensive End alle 16 Saisonspiele und holte dabei 8,5 Sacks.

Laut NFL Research ist er einer von nur 12 Spielern, die in jeder der letzten sechs Spielzeiten jeweils mindestens 5 Sacks geschafft haben und nur J.J. Watt und Carlos Dunlap erzielten die letzten fünf Jahre mehr Quarterback Hits.

Er ist einer der Spieler, der sich auch deutlich zu politischen Themen äußert, was bei einigen Teams mit konservativen Eigentümern nur schwerlich zu vermitteln wäre. Die Eagles sind diesbezüglich jedoch das komplette Gegenteil – und der Erfolg der vergangen Saison trotz dieser "Ablenkungen", wie sie gerne von Kritikern bezeichnet werden, gibt ihnen vollkommen recht.

Wenn man bedenkt, wie stark der Pass Rush des Super Bowl Siegers mit Fletcher Cox, Derek Barnett, Brandon Graham, Chris Long und eben auch Vinny Curry bereits war, dann dürfte es kaum Teams geben, die Philadelphia diesbezüglich das Wasser reichen können. Eine bärenstarke Verteidigung, was den Druck auf den gegnerischen Quarterback angeht, wird damit noch einmal stärker.

Der Abgang von Wide Receiver Marcus Johnson, der im Vorjahr nach seiner Collegezeit bei den Texas Longhorns als undrafted Free Agent bei den Eagles unterschrieb und in zehn Spielen auf 5 Catches für 45 Yards kam, sollte problemlos zu verschmerzen sein. Ebenso ist der Tausch der beiden Draftpicks (#169 Philadelphia für entweder #226 oder #248 aus Seattle) als marginal zu bezeichnen.

Jetzt muss General Manager Howie Roseman bis zum Start des neuen Ligajahrs nächste Woche "nur noch" alle Verträge im Salary Cap unterbringen. Dass er diesbezüglich ein absoluter Profi ist, hat er im letzten Jahr bewiesen, als die Eagles trotz ähnlich schlechter Startposition plötzlich den begehrtesten Free Agent Wide Receiver, Alshon Jeffery, unter Vertrag nahmen und im Cap unterbrachten.

Carsten Keller - 07.03.2018

Michael Bennett trägt künftig das Dunkelgrün der Eagles

Michael Bennett trägt künftig das Dunkelgrün der Eagles (© Getty Images)

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