1988–2018: 30 Jahre Kiel Baltic Hurricanes

#12 QB Jeff Welsh führte im German Bowl 2010 die Kiel Baltic Hurricanes zu ihrem ersten Deutschen Football Meister Titel an.Als im November 1988 der A.S.C.Kiel gegründet wurde, konnten die Gründerväter und Mütter wohl nicht ahnen, wie nachhaltig und erfolgreich die Baltic Hurricanes in einst in einer ersten Bundesliga der Sportart American Football spielen würden. Genau dreißig Jahre später und nach 19 Spielzeiten in der GFL, beziehungsweise 1. Bundesliga, würden sie zu den Top 4 gehören und hatten bereits mehrmals den EFL Bowl und einmal sogar den German Bowl gewinnen können. Dieser bisher größte und wichtige Erfolg der Fördestädter aus dem hohen Norden wurde am 9. Oktober 2010 in Frankfurt/Main in der Commerzbank Arena erstritten und bleibt allen Canes Fans, die damals diesem 17:10 Triumph gegen die Berlin Adler beiwohnten, bis heute unvergessen.

In den beiden Jahren zuvor, hatten die Schleswig-Holstein bereits in Frankfurt im Endspiel um die Deutsche Football Meisterschaft gestanden und ausgerechnet der frischgebackene Eurobowl Champion aus der Hauptstadt sollte 2010 ihr Gegner sein. Zwar hatten die Canes in der regulären Saison die Adler zweimal schlagen können, doch bedeuteten diese kleinen Zwischenerfolge nicht viel, zumal den Norddeutschen noch die letzten beiden Finalteilnahmen viel mehr zu schaffen machten, als den Berlinern ihre erhoffte Titelverteidung.

Also wurde so ziemlich alles akribisch bis ins Detail neu geplant, bis hinein in Bereiche des Aberglaubens,
als etwa kurz vor der Anreise noch schnell das Hotel gewechselt wurde, um auch im Umfeld der Spieler den Gedanken an Niederlagen möglichst gar nicht erst aufkommen zu lassen. Beistand bekamen die Kieler vor allem von allerhöchster offizieller Seite aus der eigenen Stadt. Kiels Oberbürgermeister und späterer Ministerpräsident des Landes, Torsten Albig, hatte angekündigt, persönlich nach Frankfurt zu reisen und bot an, den Coaches vor dem Spiel in der Kabine bei der letzten Motivation der Spieler zu helfen.

Von der ersten bis zur letzten Minute ließen die Kieler in der Commerzbank Arena keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie es im dritten Anlauf in Folge endlich schaffen wollten, den German Bowl nach Kiel zu bringen. Die Verteidgung der Adler, ein Jahr zuvor noch Garant für den eigenen Triumph, blieb an diesem Abend in Frankfurt ohne Biss, ließ sich immer wieder vom Angriff der Kieler narren. "Sie haben uns heute Sachen gezeigt, die wir so nicht kannten", musste Berlins Coach Shuan Fatah nach dem Spiel zugeben. Zur Schlüsselszene sollte ein Ballverlust von Berlins Multitalent Talib Wise zu Beginn des letzten Viertels werden. Von der 10-Yard-Linie der Kieler hätte Wise mit einem Touchdown dafür sorgen können, dass die Berliner wie ein Jahr zuvor wieder gerade noch rechtzeitig den Anschluss zu den bereits führenden Kielern hätten finden können. Mehrere Verteidiger der Kieler schüttelte Wise auf seinem Weg in die Endzone ab, aber beim Hechtsprung über die Linie verlor er wenige Millisekunden vor Passieren der Kreidemarkierungen den Ball aus den Händen. Kein Touchdown, Kiel bekam den Ball und damit die Gelegenheit, weitere Spielzeit zu verbrauchen, ehe der Gegner erneut in Ballbesitz kommen konnte. Zwar erzielten die Berliner später noch das 10:17, aber für eine kontrollierte und geplante Aufholjagd fehlte dann schlicht die Zeit.

Kiels Trainer Patrick Esume, der die Mannschaft erst in jener Saison übernommen hatte, sah Falk Horn als seinen Matchwinner. Vier Minuten waren noch zu spielen, als Horn als krönenden Abschluss seiner ersten Saison in der GFL einen Pass von Berlins Quarterback Tobias Brüning abfing. Wichtig aus Sicht des späteren Meisters war auch, dass man schon früh in Führung gehen konnte und so die Berliner zwang zu reagieren. Kiel spielte vor allem in den ersten beiden Vierteln nahezu fehlerfrei. Quarterback Jeff Welsh agierte jederzeit mit Ruhe und Überblick. Gleich ihren ersten Ballbesitz konnten die Kieler nutzen, um in Führung zu gehen. Jermaine Allen, englischer Running Back, bei der Europameisterschaft noch vergleichsweise blass geblieben, leistete die Vorarbeit, Simon Sommerfeld vollstreckte zum schnellen 7:0. Julian Dohrendorf erhöhte per Field Goal wenig später schon auf 10:0, da die Berliner mit ihrer Angriffsreihe bis in das dritte Viertel hinein kein Mittel gegen die Gegner fanden. Nach der Pause konnte so Damien Linson auf Zuspiel von Welsh die Kieler Führung noch auf 17:0 ausbauen. Bevor Talib Wise sein entscheidendes Missgeschick unterlief, hatten die Berliner zwar durch Dennis Wiehberg drei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels mit einem Field Goal ihre ersten eigenen Punkte markiert, doch war schon zu diesem Zeitpunkt klar, dass die Berliner nun schnell hätten weiterpunkten müssen, um noch eine Chance zu haben. Dass Wise die Großchance ausließ, war dann nicht mehr zu kompensieren. Als Tobias Brüning das 10:17 aus Sicht der Berliner erzielte, verblieben danach noch 23 Sekunden reiner Spielzeit. Die Berliner versuchten das fast Unmögliche – aber Kiel erstickte die letzte Gegenwehr im Keim.

Schlüter - 14.02.2018

#12 QB Jeff Welsh führte im German Bowl 2010 die Kiel Baltic Hurricanes zu ihrem ersten Deutschen Football Meister Titel an.

#12 QB Jeff Welsh führte im German Bowl 2010 die Kiel Baltic Hurricanes zu ihrem ersten Deutschen Football Meister Titel an. (© CS-Sportfoto)

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