"Die Steelers können uns nicht schlagen"

TE Jesse James #81Sollten die New England Patriots in den Playoffs wieder auf die Pittsburgh Steelers treffen, wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im heimischen Stadion in Boston sein. In einer wilden und dramatischen Schlussphase behielten die Patriots mit 27:24 die Oberhand, wieder einmal. 56 Sekunden vor dem Spielende war es RB Dion Lewis, der eine Angriffsserie über 77 Yards in etwas mehr als einer Minute abschloss. Der anschließende Konter der Steelers endete mit einer Interception in der Endzone der Patriots fünf Sekunden vor dem Spielende.

Der Erfolg ließ Lewis ungewöhnlich übermütig werden: "Ich wusste dass sie eine Interception werfen würden. Wir wussten auch, dass wir das Spiel gewinnen werden. Die Steelers können uns nicht schlagen."

Und tatsächlich scheint sich dieser Eindruck Jahr für Jahr zu bestätigen. Die New England Patriots finden irgendwie immer einen Weg, um die Steelers zu besiegen, auch wenn es diesmal extrem knapp war. Nach dem Touchdown der Patriots war es nämlich Steelers-WR JuJu Smith-Schuster, der einen kurzen Pass von Roethlisberger mit einem sehenswerten Sprint über 69-Yard-Pass bis an die 10-Yard-Linie der Patriots brachte. Und schon der nächste Pass auf TE Jesse James endete in der Endzone zum vermeintlichen Sieg für die Steelers.

Doch nach einer minutenlangen Unterbrechung entschied der Videoschiedsrichter, dass James den Fang nicht erfolgreich abgeschlossen hatte. Tatsächlich verlor James, als er in der Endzone zu Boden fiel, die Kontrolle über den Ball. Die sogenannte "Dez-Bryant-Regel" hatte wieder einmal zugeschlagen. Kein Touchdown für die Steelers. Auch Ben Roethlisberger musste das anerkennen:"Er überschritt die Goal Line und verlor danach die Kontrolle über den Ball. Aber so ist nun mal die Regel. Du musst den Ball die gesamte Zeit bis zum Ende unter Kontrolle haben."

Mit neun Sekunden verbleibender Spielzeit entschieden sich die Steelers noch einen letzten Pass in die Endzone zu versuchen, bevor sie die Partie mit einem Field Goal in die Verlängerung schicken wollten. Doch dieser Pass auf WR Eli Rogers misslang gründlich. CB Eric Rowe blieb an Rogers dran und brachte irgendwie seine Hand zwischen Rogers und den Ball, der daraufhin in die Luft sprang, in den Armen von SS Duron Harmon endete und die Spieler der Steelers entsetzt zurückließ.

Verloren hatten die Steelers das Spiel aber schon zuvor. Dabei war alles für einen Erfolg vorbereitet. LB Vince Williams fing einen Pass von Brady zum Ende des dritten Viertels ab, die erste Interception von Brady gegen die Steelers seit der Saison 2005. Von der 22-Yard-Line der Patriots hatten die Steelers keine Mühe und Bell vollendete diese Serie mit einem Touchdownlauf zum 24:16. Das hätte für einen Erfolg reichen müssen. Doch die Patriots kamen erfolgreich im letzten Viertel zurück. Nach einem Field Goal für die Patriots gaben die Steelers den Ball etwas mehr als zwei Minuten erneut an die Patriots ab.

Nun folgte die große "Gronk-Show". TE Rob Gronkowski bereitete den Steelers wie üblich arge Probleme. Nun erledigte er die Steelers fast im Alleingang. Mit drei gefangenen Pässen über 26, 26 und 17 Yards legte er den Grundstein für den Siegtouchdown von Lewis. Gronkowski beendete die Partie mit 9 gefangene Pässe für sagenhafte 168 Yards Raumgewinn. Und im Anschluss an Lewis Touchdown zeichnete er auch für die 2-Punkte-Conversion zum 27:24-Endstand verantwortlich.

"Das war eine bittere Niederlage. Aber wir müssen zum Spielende hin einfach besser spielen. An unserem Einsatz lag es jedoch nicht. Diese Niederlage müssen wir jetzt erst einmal verdauen und uns auf die kommenden Aufgaben vorbereiten. Wir müssen nun eine neue Siegesserie starten", wirkte Head Coach Mike Tomlin erstaunlich gefasst.

"Das hat wirklich Spaß gemacht. Das war ein tolle Atmosphäre und ein starker Gegner. Wir haben wirklich sehr gut gespielt, trotz des heftigen Regens während der gesamten Partie. Das Spiel ging lange hin und her und am Ende hatten wir das bessere Ende für uns. Wir hatten am Ende einfach einen erfolgreichen Spielzug mehr als sie", zog Tom Brady sein Fazit.

Korber - 18.12.2017

TE Jesse James #81

TE Jesse James #81 (© Getty Images)

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