Noch viel Arbeit bei den Lions

Matt Prater war einmal mehr Matchwinner für die LionsNach dem Auswärtssieg gegen die Bears, können die Lions schon mal einen Rekord für sich Verbuchen. Erstmals in der Super Bowl Ära gelang ein Auswärtsweep, d.h. es wurden alle drei Spiele in der Fremde gewonnen. Beim traditionellen Thanksgiving Game kommen nun die Minnesota Vikings zu Besuch. Sollte den Löwen der vierte Sieg in Folge gelingen, wäre das Rennen um den Divisionstitel wieder völlig offen, bei einer Niederlage wäre der Titel dem Gegner aus Minnesota wohl nicht mehr zu nehmen. Nun Aber zum Rückblick auf das Auswärtsspiel in Chicago:

Dies lief gut:

QB Matthew Stafford:
Der Quarterback hat endgültig zur alten Stärke zurückgefunden. Nachdem er unter Offensive Coordinator Cooter ja etwas konservativer passt, war er an diesem Wochenende derjenige Quarterback mit dem höchsten Passerrating bei tiefen Pässen. Desweiteren warf er nun über 33.000 Yards in seiner achtjährigen Karriere und überholte damit sein großes Jugendidol Troy Aikmen. Als kleiner Junge bis zum Draft war er großer Fan von Aikmen und wurde genau 20 Jahre nach ihm ebenfalls an Nummer 1 gedraftet. Es war Staffords 31 Comeback im vierten Quarter in Neun Jahren, NFL Rekord.

Turnover:
17 sind es inzwischen, 14 waren es in der kompletten letzten Saison. Wieder verhinderte ein Turnover einen miserablen Start der Lions. 10:0 führten die Bears und waren im Angriff, als QB Mitch Trubisky den Ball fumbelte und CB DJ Hayden diesen zum Touchdown zurücktrug. Es war insgesamt der siebte Return Touchdown diese Saison (inklusive der zwei Punt Returns von Agnew).
Kicker Matt Prater: Der Mann ohne Nerven. Der momentan beste Kicker der NFL trifft wie er will. In seinem zweiten Jahr in Detroit hatte er in den letzten vier Spielminuten 10 Möglichkeiten das Spiel auszugleichen oder seine Mannschaft zum Sieg zu schießen. Er verwandeltet alle, darunter war auch ein 58 Yarder, Detroits zweitlängstes Field Goal. Auch am Sonntag war er wieder gefragt. Ein 52-Yard-Field-Goal 90 Sekunden vor Ende des Spiels und das bei schwierigen, eisigen Umständen. Er traf gewohnt sicher, wie schwer das Field Goal schießen ist bei diesen Bedingungen konnte man im Gegenzug sehen, als Connor Barth den Ausgleich aus 48 Yards vergab. Beim Warmschießen traf Prater übrigens kein einziges von jenseits der 45 Yard. Vor dem Spiel wurde er gefragt, bei welcher Entfernung er sich heute Sicher fühlt, die Antwort: Beim Extrapunkt.

TE Eric Ebron: Der eigentliche Nummer 1 TE scheint seine Formkrise überwunden zu haben. Er fing vier Pässe für 49 Yards, davon einen schönen 26 Yard catch, welcher das Game Winning Field Goal vorbereitete.



Dies lief schlecht:

Die Run Defense:
Der Run Stopp ist völlig aus dem Tritt gekommen. Zum ersten Mal erlaubten sie in zwei aufeinanderfolgenden Spiele 200 Yards und erst das siebte mal in ihrer Geschichte überhaupt. Trotzdem gelang es ihnen das Spiel zu gewinnen. Seit Ngata aber verletzt ist, scheint es hier gar nicht mehr zu laufen. Gegen Cleveland und Chicago scheint es noch einmal gut gegangen zu sein, aber schon am Donnerstag gegen Minnesota könnte das zu einem Problem werden. Zwar fehlt denen weiterhin Delvin Cook, aber sie haben mit Jerrick McKinnon und Latavius Murray immer noch zwei Super Running Backs in ihren Reihen.

Druck auf den QB:
Im zweiten Spiel hintereinander fehlte neben Ngata auch DE Ezekiel Ansah. Die Ersatzleute A’Shawn Robinson und Cornelius Washington konnten zusammen gerade mal einmal Druck auf den Quarterback ausüben. Wenn man Keenum gegen die Rams so beobachtet hat, ist die Befürchtung da, dass er 100 Rusthing Yards machen könnte. Eine Statistik wie schwach der Druck war: Der Spieler mit dem meisten Druck war Rookie CB Teez Tabor, mit zwei Quarterback Pressures, bei lediglich 13 Snaps die er auf dem Feld stand.

O-Line:
Erstmals stand Stafford hinter seiner Traum O-Line. Leider sah man, dass etwas die Abstimmung fehlte. Stafford wurde 3-mal gesacked, bekam sieben hits ab und fumbelte dabei einmal den Ball. Das Laufspiel kam auch nicht richtig ins Laufen, weil vor allem die inneren Mitglieder der O-Line nicht genügend Lücken rissen. Es war T.J.Langs schlechtestes Spiel seit er in Detroit ist.

Und zum Schluss noch ein Blick auf unseren Deutschen Mann im Kader OLB Kasim Edebali:
Er wurde in den Special Teams eingesetzt und war auch bei normalen Spielzügen im Einsatz. Konnte aber keine Nennenswerten Statistiken zum Sieg beitragen.

Jan Sawicki - 21.11.2017

Matt Prater war einmal mehr Matchwinner für die Lions

Matt Prater war einmal mehr Matchwinner für die Lions (© Getty Images)

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