Saints gewinnen Comeback-Krimi

Drew Brees kann immer noch zaubernEs ist viel geschrieben worden über die "neuen" New Orleans Saints, bei denen so vieles anders ist als in den letzten Jahren: eine starke, aggressive Defense, ein dominantes Laufspiel, nur wenig Brees. Beim 34:31-Overtime-Sieg gegen die Washington Redskins war alles wieder ein wenig wie früher, Brees orchestrierte eine sensationelle 15-Punkte-Aufholjagd in den Schlussminuten und schickte die Partie mit zwei Touchdown-Drives über 75 Yards und 87 Yards in die Verlängerung. Und da waren die 2017er Saints wieder zur Stelle: Defensive End Cameron Jordan forcierte mit seinem Quarterback Sack einen Punt Washingtons, es folgten zwei lange Läufe von Running Back Mark Ingram, die das Game-Winning-Field-Goal von Wil Lutz aus 28 Yards vorbereiteten. Es war der achte Saints-Sieg in Folge. Das ist nach einem 0-2-Saisonstart noch keinem anderen Team in der NFL-Geschichte gelungen.

Für die Saints begann das Spiel denkbar schlecht: Rookie Marshon Lattimore, jüngst bereits als bester Shutdown-Cornerback der NFL gehandelt, verletzte sich am Knöchel und verpasste, abgesehen von einem kurzen Comeback zu Beginn des dritten Viertels, fast die gesamte Partie. Der Ausfall machte sich deutlich bemerkbar, die Backup-Cornerbacks P.J. Williams und DeVante Harris machten wiederholt keine gute Figur, Williams fiel zudem mit einigen unnötigen Strafen auf. Quarterback Kirk Cousins nutzte die Lücken in der Passverteidigung und bediente acht verschiedene Passempfänger für 322 Yards und drei Touchdowns. So übernahmen die Redskins früh die Führung durch ein Field Goal von Nick Rose sowie einen Touchdown-Pass auf Running Back Chris Thompson. Zwei individuelle Fehler verhinderten, dass die Halbzeitführung der Gäste höher ausfiel. Washington hatte sich bereits zu einem 51-Yard-Field-Goal aufgestellt, das das 10:20 markiert hätte. Eine False-Start-Strafe zwang die Redskins stattdessen zum Punt. Cornerback Joshua Holsey war in bester Position, diesen an der 1-Yard-Linie zu sichern. Bloß trat der Rookie in der Rückwärtsbewegung auf die Goal Line und verursachte damit einen Touchback. Im direkten Gegenzug erzielten die Saints bei auslaufender Spielzeit ein Field Goal zum 13:17-Pausenstand.

Das Momentum schien zu kippen, als sich Thompson, Washingtons explosivster Angriffsakteur in dieser Saison, bei einem nur minder erfolgreichen Scramble von Cousins einen Wadenbeinbruch zuzog. Mutig von Head Coach Jay Gruden, in dieser Situation einen Punt-Fake zu wagen; es war übrigens nicht die einzige Fourth-Down-Conversion der Redskins, die in diesem "Must-win"-Spiel kein Risiko scheuten. Kurz darauf stolzierte Wide Receiver Ryan Grant, begünstigt durch einen gewagten Blitz der Saints, völlig unbedrängt in die Endzone zum 13:24. Die mutige Taktik der Redskins schien aufzugehen. Die Hausherren standen nun bereits gehörig unter Druck, fanden jedoch nicht so recht ihren Rhythmus: Die nächsten beiden Angriffsserien brachten lediglich ein weiteres Field Goal. Als Cousins seinen dritten Tight End Jeremy Sprinkle zum 16:31 in der Endzone bediente, schien die Partie gelaufen. Allerdings nicht mit einem Drew Brees. Der 38-Jährige war in der Schlussphase völlig "on fire" und stellte unter Beweis, wie dominant er spielen kann, wenn es denn nötig ist. Mit elf vollständigen Pässen in Folge dirigierte Brees die Saints zweimal komplett übers Spielfeld. "Du solltest niemals ein Saints-Spiel vorzeitig verlassen, solange Drew Brees bei uns spielt. Niemals", mahnte Zach Strief, aktuell verletzter Offensive Tackle, via Twitter. Neben Brees waren auch Ingram und Alvin Kamara, das produktivste Running-Back-Duo der jüngeren NFL-Geschichte, wieder überragend: Mit 28 Ballkontakten kamen die beiden auf 271 Yards. Kamara erzielte mit seinem 18-Yard-Touchdown-Fang und der anschließenden Two-Point-Conversion den späten Ausgleich und bleibt ein heißer Offensive-Rookie-of-the-Year-Anwärter, Ingram (der in den letzten sechs Spielen acht Touchdowns und viermal über 100 Yards erlaufen hat) brachte die Saints in der Verlängerung mit Läufen über 20 und 31 Yards endgültig auf die Siegerstraße.

Thoben - 20.11.2017

Drew Brees kann immer noch zaubern

Drew Brees kann immer noch zaubern (© Getty Images)

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