Falcons-Cowboys jetzt ohne Ezekiel Elliott? Die Vorschau

Der Auftritt von Zeke Elliott gegen die Chiefs könnte der vorerst letzte gewesen seinKeine Woche ohne Neuigkeiten aus dem Gerichtssaal für die Dallas Cowboys und Running Back Ezekiel Elliott. Mittlerweile sieht es wieder einmal so aus, als ob er gesperrt werden würde und nicht im Gastspiel beim amtierenden NFC-Champion Atlanta Falcons am Sonntag (22:25 Uhr) auflaufen kann.

Ein Berufungsgericht in New York lehnte den "Notantrag" der Spielergewerkschaft Nflpa nach einer 30-minütigen Anhörung beider Parteien auf eine längere Aussetzung der Sperre ab. Damit ist er zum zweiten Mal auf der Liste der suspendierten Spieler binnen zwei Wochen. Vermutlich wird er so schnell nicht wieder von dieser Liste kommen, aber wenn diese Saga eines gezeigt hat, dann das nichts so ist, wie es scheint.

Sollte die Suspendierung also tatsächlich diesmal Bestand haben, würde er neben der Partie am Sonntag in Atlanta auch die Partien bis zum Heilig Abend verpassen, wenn die Cowboys dann gegen die Seattle Seahawks antreten. Nachdem mit den Spielen gegen die Philadelphia Eagles, Los Angeles Chargers, Washington Redskins, New York Giants und Oakland Raiders gleich drei Divisionsspiele darunterfallen, alles andere als gute Vorraussetzungen für die sowieso schon mageren Aussichten auf einen Divisionssieg.

Aktuell belegt Ezekiel Elliott hinter Chiefs Rookie Kareem Hunt schon wieder Platz 2 der Running Backs mit den meisten Rush Yards der Liga, obwohl er diese Saison deutlich mehr Mühe hat als im Vorjahr, wo er mit 1.631 Rush Yards der mit Abstand beste Running Back der Spielzeit 2016 war.

Als Ersatz stehen mit Alfred Morris und Darren McFadden zwei sehr erfahrene Backups bereit, die beide vor nicht allzu langer Zeit jeweils als Feature Back über 1.000 Yards in einer Saison erlaufen hatten (McFadden für die Cowboys zuletzt 2015, Morris für Washington von 2012-2014). In dieser Saison bekam bislang vor allem Alfred Morris Carries neben Ezekiel Elliott, während McFadden inaktiv war. Laut Offensive Coordinator Scott Linehan soll vorwiegend Morris den Ausfall Elliotts kompensieren. Mit Rod Smith ist noch ein dritter tauglicher Running Back verfügbar.

Viel wird dagegen auf die Defense ankommen, wenn die Cowboys den Falcons die fünfte Niederlage in den letzten sechs Spieltagen zufügen wollen. Die im Vorjahr überragende Offense der Liga unter Offensive Coordinator Kyle Shanahan enttäuscht in diesem Jahr. Shanahan brachte die vergangene Saison bekanntermaßen einen Head Coaching Posten in San Francisco ein, sein Nachfolger wurde Steve Sarkisian, der vergangene Saison Offensive Coordinator bei der Alabama Crimson Tide gewesen war . Bei den vier Niederlagen scorte die Offense, die abgesehen vom Tausch des Offensive Coordinator keine nennenswerten Veränderungen in der Offseason erfuhr, nie über 17 Punkte – im Vorjahr undenkbar.

Mittlerweile hat man mit einer Bilanz von 4-4 bereits zwei Siege Rückstand auf die die NFC South anführenden Carolina Panthers; zudem hat man mehr Punkte kassiert als selbst erzielt.

Head Coach Dan Quinn musste nach der Niederlage bei den Panthers diese Woche konsterniert feststellen: "Wir spielen ziemlich durchschnittlichen Football und unsere Bilanz ist genauso durchschnittlich – da stehen wir also zurecht. Glaube ich, dass wir besser sein könnten? Natürlich. Ich erwarte von uns, dass wir im Training Wege finden, um überall besser zu werden und ich glaube wirklich, dass wir ziemlich guten Football spielen können, wenn wir ein paar Dinge verbessern können." Verletzungen von Kicker Matt Bryant und Superstar Receiver Julio Jones (Knöchel) passen natürlich nicht in diesen Plan.

Auf der anderen Seite musste diese Woche jedoch ebenfalls der Top-Receiver im Training kürzertreten: Dez Bryant laboriert gleich an zwei Verletzungen (Knie und Knöchel); er wartet auch so schon seit 15 Spielen auf eine Partie, in der er über 100 Yards erfängt.

Angesichts seiner Verletzung(en) erscheint dies auch am Sonntag schwierig.




Carsten Keller - 10.11.2017

Der Auftritt von Zeke Elliott gegen die Chiefs könnte der vorerst letzte gewesen sein

Der Auftritt von Zeke Elliott gegen die Chiefs könnte der vorerst letzte gewesen sein (© Getty Images)

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