Vikings ringen Bears nieder

Jerick McKinnon profilierte sich gegen die Bears.Die Minnesota Vikings besiegten die Chicago Bears in einem für sie wichtigen Divisionsduell mit 20:17. Für die Vikings waren RB Jerick McKinnon und QB Case Keenum die besten Spieler. McKinnon verwertete sechs Passfänge zu 51 Yards Raumgewinn, mit seinen 16 Läufen holte er 95 Yards Raumgewinn und mit einem 58-Yard-Lauf einen Touchdown. Damit stach er diesmal im Running-Back-Duo der Vikings, das er mit Latavius Murray bildet, heraus. Inwiefern der Vikings-Laufangriff mit einer Leistung wie gegen die Bears (sieht man von dem einen Big Play zum Touchdown ab) gegen stärkere Gegner tauglich wäre, bleibt allerdings abzuwarten.

Gleiches gilt für den Passangriff. Case Keenum warf 17 gültige Pässe für 140 Yards und einen Touchdown bei 21 Versuchen (81,0 Prozent gültige Pässe) und blieb dabei ohne Fehlpass. Das ist manierlich, wohl aber eben auch der Schwäche der gegnerischen Defense geschuldet. Zwei Ballverluste rangen die Minnesota Vikings dem Bears-Angriff ab. Nach beiden Turnovers erzielten die Vikings Punkterfolge, allerdings eben nur zwei Field Goals. Und dies obwohl Chicago beide Male das Angriffsrecht in der eigenen Hälfte abgab.

Die letzte Durchschlagskraft fehlt dem Vikings-Angriff also immer noch. Auch in der Verwertung von Third Downs ergab sich ein ähnliches Bild: Bei 15 Third Downs sechs Mal neue First Downs zu holen, war zwar mehr, als Chicago hinbekam (drei von zwölf), aber weit von Verlässlichkeit entfernt. So fiel die Entscheidung erst ganz zum Schluss, als Kicker Kai Forbath aus 26 Yards zwölf Sekunden vor Schluss zum 20:17 traf. Auf dem Weg zum Field Goal hatten die Vikings 20 Yards mit sechs Spielzügen passgenau in etwas mehr als zwei Minuten überbrückt.

Übernommen hatten sie ihr letztes Angriffsrecht an der gegnerischen 28-Yard-Linie. Denn auf dem erhofften Weg zumindest in Field-Goal-Reichweite, wo die Bears selbst die siegbringenden Punkte hätte holen können, unterlief NFL-Debütant Mitch Trubisky früh die Interception. Fazit von Trubiskys von den Fans herbei gesehnter Premiere: Schlechter als mit Mike Glennon lief es nicht, zumindest in den "normalen" Phasen des Spieles. Auch in der ersten Hälfte waren Trubisky das eine oder andere Mal First-Down-Pässe gelungen.

Nachdem die Bears dann nach einem Punt-Fake-Pass von Punter O’Donnell Mitte des dritten Viertels auf 9:10 herangekommen waren, legte Trubisky später seinen ersten NFL-Touchdown-Pass zum 17:17 nach. Aber als es darauf angekommen wäre, nicht nur zum Schluss beim Stand von 17:17 mit der Interception, sondern auch schon zum Ende der ersten Hälfte, als Trubisky beim Quarterback Sack das Leder verloren und so den Vikings noch deren schmeichelhafte 3:2-Halbzeitführung ermöglicht hatte, da wurde doch deutlich, dass die Bears einen Rookie auf das Feld geschickt hatten.

Auerbach - 11.10.2017

Jerick McKinnon profilierte sich gegen die Bears.

Jerick McKinnon profilierte sich gegen die Bears. (© Getty Images)

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