Große Kulisse feiert Pirates-Aufstieg

Mit einer Machtdemonstration gegen die beste Defense der Liga feierten die Passau Pirates am Sonntag im Passauer Dreiflüssestadion den Einzug in die Regionalliga. Dabei hatten die Hof Jokers beim überlegenen 46:8-Sieg der Gastgeber nie den Hauch einer Chance. Über 1.700 Zuschauer sahen ein hervorragend eingestelltes Passauer Team, das die große Kulisse sichtlich genoß und es sich leisten konnte im letzten Viertel wirklich jeden Spieler an diesem Erfolg teilhaben zu lassen.

Bereits eineinhalb Stunden vor Beginn des Finales in der Bayernliga drängten die Zuschauer ins Stadion. Der Himmel war zwar noch bedeckt, aber die Regenwolken des Vormittags verzogen sich zusehends. Die Stimmung, angeheizt durch den Spielmannszug Kirchham und DJ Heinz Steinbeißer fieberte dem Kickoff entgegen, Die Nationalhymne von Julia Reihofer sorgte bei den Fans für noch mehr Gänsehaut. Dann schritt Autorin Regina Ramstetter zum Münzwurf.

Hof gewann diesen, verschob die Wahl aber auf die zweite Halbzeit. So begann der Nachmittag mit Ballbesitz für die Pirates. Die ließen sich von der hochgelobten Verteidigung von Coach Alex Scarabello nicht aufhalten und marschierten 76 Yards über das Feld. Luis Hannsler fing den 8-Yard-Pass in der Ecke der Endzone und die Hausherren führten mit 6:0. Hof musste hingegen nach nur drei Spielzügen das Angriffsrecht gleich wieder abgeben. Wieder die Pirates am Drücker. Nur zwei Yards weniger hatte die Offense um Andrew Griffin diesmal zu überbrücken. Und wieder marschierten sie unaufhaltsam über das Feld. Diesmal fing Alexander Tschovikov das Ei in der Endzone und mit dem Extrakick erhöhte Manuel Fleischer auf 13:0. Für Hof endete auch die nächste Serie nach nur zwei Spielzügen. Frank Art eroberte einen Fumble an der Hofer 18 Yardlinie und Passau klopfte schon wieder an der Endzone an. Ein Pass auf Luca Barthmann und die Pirates zogen auf 20:0 davon. So lagen nach dem ersten Drittel schon drei Scores zwischen den Teams.

Auch im zweiten Viertel brachte der Angriff der Gäste nichts nennenswertes zustande. Selbst ein Fakepunt wurde von Peter Gradinger für Minusyards gestoppt. Dafür schnitt Passaus Running Back Thomas Beismann durch die Hofer Defense wie durch Butter. 34 Yards lief er zum nächsten Touchdown für die Eintrachtler. Der nächste Angriff der Saalestädter setzte nur mehr auf Pass, doch Safety Florian Schneider schnappte sich das Ei aus der Luft und trug es bis zur gegnerischen 21 zurück. Diesmal versäumten es die Pirates aber, aus dieser Feldposition noch weiteres Kapital zu schlagen. Trotzdem ging es mit einer komfortablen 26:0 Führung in die Halbzeit.

Nach der Show des Kirchhamer Spielmannszuges und einer launigen Field Goalchallenge ging es in Hälfte zwei. Wieder fand der Angriff der Gäste ein jähes Ende. Jonas Mayerhofer eroberte einen Rückpass und anschließend lief Fullback Igor Milos über die verbleibenden 11 Yards in die Jokers-Endzone und erhöhte auf 32:0. Dann endlich ein Lebenszeichen der Joker. Demarcus Harrison trug den Ball beim Kickoff über 70 Yards zurück in die Endzone. Mit der erfolgreichen 2-Point-Conversion brachten die Gäste zumindest 8 Punkte auf das Board. Die sollten aber gegen die starke Passauer Defense an diesem Nachmittag die letzten bleiben. Passau konterte sofort. Ein 50 Yard-Lauf nach einem Screenpass auf Luca Barthmann läutete die nächsten Punkte ein. Der Touchdown blieb Backup.Quarterback Roman Schenk vorbehalten, der selbst über 9 Yards in die Endzone lief.

Nach dem Extrapunkt von Fleischer stand es nun zu Beginn des letzten Viertels bereits 39:8 für die Freibeuter und auf der Tribüne wurde immer ausgelassener gefeiert. In den letzten 12 Minuten versuchten die Jokers noch ein Field Goal, das aber klar daneben ging und Passau brachte nun nacheinander alle Backups aufs Feld. Doch auch die ließen den Gästen nicht den Hauch einer Chance. Im Gegenteil. Ein geblockter Punt wurde von Thomas Pommer in der Endzone gesichert und so kam die Passauer Verteidigung ebenfalls noch zu punkten.

Beim Spielstand von 46:8 beendete Hauptschiedsrichter Christian Wess um kurz nach halb sechs die Partie und auf der Tribüne und auf dem Feld lagen sich alle in den Armen. Die Saison und der Aufstieg in die Regionalliga waren perfekt. Als einziges ungeschlagenes Herrenteam in Bayern setzten die Pirates auch im Finale ein Ausrufezeichen hinter ihre Leistung. Der Footballwahnsinn in Niederbayern war perfekt. Neben den Straubing Spiders und den Kirchdorf Wildcats steigt nun auch das dritte niederbayerische Team für 2018 um eine Liga nach oben. Der historische Moment endete im absoluten Triumph.

Entsprechend glücklich zeigte sich dann auch Coach Andrew Griffin: " Als ich im Winter hierher kam, hätte ich mir das nicht erträumen können. Wir sind in den vergangenen Monaten zu einer richtigen Familie zusammengewachsen. Diesen Erfolg haben wir allen zu verdanken. Der Organisation, den Sponsoren, unseren Medienpartnern, den Cheerleadern, unserer Physio Tina! Einfach jedem, der Teil dieser Familie ist." Oberbürgermeister Jürgen Dupper, der das Team als Ehrenkapitän aufs Feld geführt hatte, kündigte schon während des Spiels einen Empfang im Rathaus an: "Die Pirates in der Regionalliga, das ist schon der Wahnsinn. Respekt vor dieser Leistung."

Wittig - 02.10.2017

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