Washington State setzt das Highlight

RB Jamal Morrow war einer der Besten bei Washington States 30:27-Erfolg gegen den Ranglisten-Fünften USC.Als Tiger abgesprungen, als Bettvorleger gelandet - so könnte man den letzten Spieltag im Monat September gut charakterisieren. Mit dem 30:27-Erfolg von Washington State gegen USC am Freitag hatte dieser Spieltag ein frühes Highlight, darüber hinaus hatte er in Sachen Dramatik und Überraschungen aber nichts mehr zu bieten. An der Spitze verfestigten sich, von USCs Niederlage abgesehen, die Kräfteverhältnisse mit klaren Siegen anderer Top-Ten-Teams wie Penn State, Washington oder Ohio State. Selbst die von den Top-25-Platzierungen her attrativste Partie, das Gastspiel von Clemson beim Zwölften der AP-Rangliste, Virginia Tech, war nicht wirklich spannend, weil Virginia Techs Offensive einfach nicht die Qualität hatte, um Clemsons Abwehr richtig zu knacken. Touchdowns erzielten die Hokies erst, als sie schn zu klar hinten lagen, um das Blatt noch wenden zu können. "Sorry, dass wir keinen Weg fanden, diese Aufgabe zu lösen. Clemson ist ein tolles Football-Team. Coach Swinney hat dort großartige Arbeit geleistet. So unmittelbar nach dem Spiel, kann ich bei ihnen keinerlei Schwächen entdecken", sagte Virginia Techs Head Coach Justin Fuente zum gescheiterten Angriff seines Teams auf den Meister. Angesichts der bisherigen Souveränität des Titelverteidigers und der Überlegenheit, die Top-25-Spitzenreiter Alabama auch dieses Mal wieder an den Tag legte (66:3 gegen Mississippi), unkte der eine oder andere Kommentator, man solle sich schon mal an den Gedanken eines dritten Endspiel-Duells dieser Beiden in Folge gewöhnen.

Das ist natürlich noch etwas weit in die Zukunft gedacht, und für all jene, die keine Lust auf eine solche Endspiel-Neuauflage haben, waren zwei andere Ergebnisse dieses Spieltages interessant: Auburns 49:10-Erfolg gegen Mississippi State und Georgias 41:0 bei Tennessee. Auburn hat am letzten November-Wochenende Heimrecht im Lokalderby mit Alabama und Georgia könnte eine Woche später der Gegner von Alabama im SEC Championship Game sein, wenn sich der Rekordmeister für dieses qualifizieren sollte. Da kommt es gerade recht, dass beide Teams immer mehr Fahrt aufnehmen. Bei Auburn gilt das insbesondere für die Offensive, in der nach anfänglichen Schwierigkeiten das Zusammenspiel von Quarterback-Neuzugang Jarrett Stidham mit seinen Mitspielern immer besser funktioniert und für eine Explosivität sorgt, die Auburn zuletzt 2010 mit Cameron Newton als Angriffsführer hatte. "Ich denke, man kann von Woche zu Woche sehen, dass er immer sicherer wird. Wir schützen ihn gut, die Receiver werden besser und fangen die langen Bälle, und das beginnt alles immer besser ineinander zu greifen", erklärte Head Coach Gus Malzahn den Fortschritt in den letzten beiden Spielen. Bei Georgia wiederum wird die ohnehin starke Abwehr immer dominanter, daneben beeindruckt, wie gut der Angriff den verletzungsbedingten Ausfall seines Stamm-Quarterbacks zu Saisonbeginn verkraftet hat. In seiner zweiten Saison als Head Coach hat Kirby Smart, der als Defensive Coordinator mit Alabama vier National Championships gewonnen hat, eine Truppe beisammen, die das Zeug dazu hat, Alabama als SEC Champion abzulösen.

Den größten Sprung nach vorn machte nach diesem Spieltag Washington State, das nach dem Sieg gegen USC sowohl in den AP Top 25 der Journalisten als auch den Coaches Top 25 von Platz 16 auf Platz elf vorschob. Ob dieser Sieg nur ein positiver Ausrutscher war oder die Cougars das Zeug zum Anwärter auf den Gewinn der Pac-12 Conference haben, werden erst die kommenden Wochen zeigen. Wenn sich das Team als erster Herausforderer des letztjährigen Conference Champions Washington etablieren sollte, dann liegt das vor allem an der Abwehr, die sich gegen das Passspiel deutlich verbessert hat. USCs QB Sam Darnold machte am letzten Freitag das schlechteste Spiel seiner bisherigen College-Karriere, weil er zu selten Anspielstationen fand. "Ich denke, dass USC nie seinen Rhythmus fand. Wir haben sie beständig immer wieder gestoppt. Nur mit dem einen oder anderen Big Play hatten wir Probleme", sagte Head Coach Mike Leach zur Leistung seiner Abwehr.

Die muss die starke Leistung jetzt aber erst noch bestätigen und bekommt dazu schon an diesem Wochenende die Gelegenheit, wenn die Cougars bei Oregon antreten müssen. Klar, wer gerade USC besiegt hat, der fährt nicht mit schlotternden Knien nach Eugene, aber beide Teams liegen zurzeit vom Leistungsvermögen her gleichauf, und dass Überraschungssieger im folgenden Spiel das Niveau nicht halten können und verlieren, ist eine Konstellation, die man im Verlauf einer Saison immer wieder sieht. Von Vorteil kann für Washington State sein, dass Oregon eventuell in der Offensive stark dezimiert in die Partie geht. Die Ducks verloren beim 45:24-Sieg gegen California QB Justin Herbert, seinen ersten Ersatzmann Taylor Alie, RB Royce Freeman und WR Dillon Mitchell. Wie schwer die Verletzungen sind und ob alle Vier auch gegen die Cougars fehlen werden, war am Sonntag noch nicht bekannt. Gegen California hatten ihre Ausfälle keine Auswirkungen. Oregon modifizierte lediglich die Taktik hin zu mehr Läufen und war damit genauso erfolgreich. Washington State ist in der Defensive aber stärker als California und so könnte ein Ausfall der genannten Spieler für Oregon zum spielentscheidenden Nachteil werden.

USC fällt nach der Niederlage in den Top 25 erst einmal zurück, ist aber in Sachen Pac-12 Championship und Erreichen der nationalen Playoffs noch nicht aus dem Geschäft. Mit Blick auf den angepeilten Einzug in die Playoffs ist aber klar, dass sich die Trojans keine weitere Niederlage leisten können. Das Potenzial dazu, alle restlichen Spiele zu gewinnen haben sie, allerdings haben die letzten beiden Spiele auch die Frage aufkommen lassen, ob man das Team nicht vielleicht doch ein wenig überschätz hat. Die Mannschaft hat im Moment zu wenig erfolg mit langen Pässen, was zum einen an Problemen der durch Verletzungen dezimierten Offensive Line liegt, die QB Sam Darnold nicht ausreichend gut schützt, zum anderen aber auch daran, dass sich neben Deontay Burnett noch kein weiterer Receiver als sichere Anspielstation etabliert hat. Dass USC trotz dieser Probleme bei Washington State hätte gewinnen können, zeigt, was in diesem Kader steckt, aber es ist ein Wandeln auf schmalem Grat. Gegen die Cougars lebten die Trojans im Grunde von vier Szenen: einem 86-Yard-Touchdown-Lauf von RB Ronald Jones, einer Interception, in deren Folge man das Field Goal zum 17:10 erzielte, einem vermurksten Punt der Cougars, der der Ausgangspunkt des zweiten Field Goals zum 20:20 war, und einem erfolgreichen 15-Yard-Pass von Darnold bei einem vierten Versuch auf dem Weg zum 27:27. Wäre es in nur einer dieser Szenen zu Gunsten des Gegners gelaufen, wäre das Spiel nicht erst mit Darnolds Fumble bei einem Quarterback Sack 86 Sekunden vor Spielende entschieden gewesen. Man darf gespannt sein, wie sich di Trojans in den nächste Wochen shlagen, wenn in der zweiten Oktober-Hälfte hintereinander die drei stärksten Gegner in den verbleidenden Punktspielen (Utah zu Hause, Notre Dame und Arizona State auswärts) auf dem Programm stehen.

Hoch - 02.10.2017

RB Jamal Morrow war einer der Besten bei Washington States 30:27-Erfolg gegen den Ranglisten-Fünften USC.

RB Jamal Morrow war einer der Besten bei Washington States 30:27-Erfolg gegen den Ranglisten-Fünften USC. (© Getty Images)

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