Spiders steigen in die GFL 2 auf

Es war ein Abend der Extraklasse – die Footballer der Straubing Spiders haben sich soeben ihren Traum erfüllt und haben nach zehn Monaten harter Arbeit auf dem Trainingsplatz, dem Fitnessraum und den Football-Feldern dieser Republik den Aufstieg geschafft. Über 1.200 begeisterte Fans im Spiderdome wohnten der großen Meistersause bei, bei der die Mannschaft von Beginn an klar machte, dass sie der Vorsprung aus dem Hinspiel nicht wirklich interessierte.

Entsprechend stolz war der Head Coach Roland Ertl: "Diese Mannschaft hat sich selbst belohnt für eine überragende Saison. Wir haben in 14 Spielen über 750 Punkte gemacht, das ist schon eine Ansage und Hausnummer. Gerade das hat sich in den beiden Relegationsspielen gezeigt, wo wir teilweise sensationell gespielt haben. Ich bin narrisch stolz auf diesen Haufen und auf die Saison 2017, die wir jetzt mit dem Aufstieg gekrönt haben!"

Wer gemeint hätte, die Spiders würden nach dem glorreichen 54:14-Sieg im Hinspiel den Fuß vom Gas nehmen, der sah sich gewaltig getäuscht – schon beim Warm-Up, dem Einlauf und dem ganzen Geplänkel vor der Spiel, war die Mannschaft extrem fokussiert und konzentriert. Man wollte auch zu Hause deutlich machen, warum man in die GFL 2 aufsteigt. Und so kam es, wie es kommen musste – Simon Schwetz schnappte sich den eröffnenden Kickoff und trug das Ei direkt zurück in die Endzone zur 7:0-Führung. Was für ein Auftakt – das Stadion bebte und ließ die Arena endgültig zum Tollhaus werden. Hatten die Pforzheimer vielleicht noch ein bisschen Hoffnung auf einen erfolgreichen Ausgang in Straubing, war der Widerstand so nach wenigen Sekunden gebrochen. Die Defense forcierte einen Ballverlust, Mark Wright bediente im direkten Gegenzug John Laureano zum 14:0.

Die Offensive der Wilddogs, die sich schon im Hinspiel die Zähne an den Spiders ausgebissen haben, brachte auch in Straubing nichts zu Stande – im Gegenteil. Ein missglückter Punt wurde von Darius Lewis aufgenommen und direkt in die Endzone retourniert zum 21:0. Die Stimmung im vollen Stadion war ausgelassen und voller guter Laune, hier war bereits jeder im Feier-Modus angekommen – außer die Mannschaft der Spiders. Unerbittlich ließen sie die Pforzheimer keine Luft zum Atmen und spielten ihr Spiel hervorragend runter, wie man es nahezu die gesamte Saison gewohnt war. John Laureano und Sven Dorfner wurden wieder von Mark Wright bedient zum Pausenstand von 34:0.

Nach der Pause agierte die Mannschaft weiterhin konzentriert, ohne jedoch mit vollem Fuße aufs Gas zu drücken, die zweite Garde bekam ihre wohl verdiente Spielzeit und durfte wichtige Erfahrungen sammeln, auch im Hinblick auf die Saison 2018. Das hinderte jedoch Mark Wright nicht daran mit seinem letzten Play der Saison das 41:0 herzustellen. Den Abschluss machte dann Martin Gierl, bedient von Quarterback Sven Dorfner zum Endstand von 48:0. Danach war auch bei der Mannschaft kein Halten mehr, die Freude über die Früchte langer harter Arbeit ließ alle Dämme brechen.

Stolz äußerte sich auch der Präsident, Daniel Tost: "Wir haben eine starke Saison gespielt und konnten die Meisterschafts-Euphorie mit in die Playoffs nehmen. Die Mannschaft hat hervorragend gearbeitet und sich auf diese Relegation vorbereitet. Wir konnten alles umsetzen wie erhofft und haben den Aufstieg verdient geschafft. Jetzt geht’s also in die 2. Bundesliga.

Für die Spiders ist es ein Comeback – zum ersten Mal seit über zehn Jahren ist die Mannschaft wieder in der 2. Bundesliga, die inzwischen GFL 2 heißt. Auch wenn man schon mit einem halben Auge in diese Richtung schielt, will der Head Coach davon noch nichts wissen: "Natürlich denkt man mal kurz darüber nach, was auf den gesamten Verein jetzt zukommen wird. Dennoch brauchen wir jetzt alle erst einmal eine Pause, nach so einer langen Saison, um das Ganze zu verarbeiten und um sich auch zu freuen. Fast die komplette Mannschaft hat das Football-Spielen in Straubing gelernt und bis auf ein paar wenige Haudegen aus den alten Tagen, hat keiner so hoch bisher spielen dürfen. Ich bin megastolz und freue mich vor allem für mein Team, was wir erreicht haben und was wir dann ab 2018 erreichen wollen."

Wittig - 28.09.2017

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